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Erfahrungen mit Brotbackstein?

Hier soll ein Nachschlagewerk entstehen.
Schreib bitte hier Eure Tricks und Tipps rein.

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Re: Erfahrungen mit Brotbackstein?

Beitragvon Oma Jassy » Mo 10. Mär 2014, 08:36

Jetzt habt ihr mich angesteckt. Wollte diesen Monat eigentlich kein Geld mehr ausgeben aber die Platte musste jetzt sein. Auch noch zwei Gärkörbchen und einen Brottopf konnte ich mir nicht verkneifen. :D
Grüßle aus dem Schwabenland
Oma Jassy
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Re: Erfahrungen mit Brotbackstein?

Beitragvon rejo » Mo 10. Mär 2014, 12:29

Hallo....

ich benutze jetzt schon mehr als zwei Jahre einen Schamotte-Pizza-Stein.
Immer noch die erste Seite. Also kaum Verschmutzungen.
Bestellt über ebay ca. 25 EUR. Mit Schaufel (Schieber)
Meiner Meinung nach kommt dieser dem rustikalem Holzbackofen am nächsten.

Mittlerweile lege ich ihn auf den Rost und im Ofen auf die erste Schiene von unten.
Ohne diesen backe ich kein Brot mehr. Denn wenn ich hier eins gelernt habe, man brauch eine ordentliche Unterhitze um eine gleichmäßige durchgängige Krume zu erhalten. Besonders im unteren Bereich des Brotes.
Für Brötchen und Baguette wird das Lochblech direkt über den Stein geschoben.

Die Aufheizdauer ist bei meinem Ofen ca. 60 min. bei eingeschaltener Ober- und Unterhitze 250 Grad.
Mit dem Infrarot Thermometer gemessen hat er dann die 250 Grad erreicht.
Ich habe auch schon mit höheren Temperaturen gebacken und das Brot ist von unten noch nie schwarz geworden.
Gruß
Joachim
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Re: Erfahrungen mit Brotbackstein?

Beitragvon miebe » Mi 20. Mai 2015, 18:58

Hallo,
bei uns ist auch so ein fast Ofen-füllender dicker Schamotte-Stein im Einsatz.
Ich würde mich doch für ein paar Erfahrungen anderer Hobby-Bäcker interessieren.

1. Wir haben den Stein auf Ebene 2, am Boden steht die Blechwanne mit Stahlschrauben für das Schwaden. Manchmal habe ich den Eindruck, der Schamottestein "schluckt" den ganzen Wasserdampf beim Schwaden. :?:

2. Wie ist die optimale energetische Führung des Backvorganges. In dem Stein ist ja doch einiges an Energie gespeichert. Wann kann man den Ofen ausschalten, ohne das Ergebnis negativ zu beeinflussen?
:?
LG miebe
Etwas natürliches und historisches auf Schienen,
die Preßnitztalbahn.
miebe
 
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Re: Erfahrungen mit Brotbackstein?

Beitragvon funduq » So 24. Mai 2015, 19:44

Hallo Miebe,

zu deiner ersten Erfahrung, kann ich nur sagen, dass es mir genauso ging.

Ich habe einen Lavaton Stein mit Füßchen, den ich zu Beginn auf den Boden des Backofens gestellt hatte. Meine Schwaden- Improvisation mit Grillschale und Lavasteinen stand unter dem Backstein.


Da führte zu zwei unerfreulichen Ergebnissen:

Entweder heizte der Stein von unten zu sehr auf und ich erhielt Brote mit schwarzem Boden.
Andererseits hatte ich das Gefühl durch kräftiges Schwaden den Stein zu sehr zu kühlen ( 100°C Dampf ist nieder im Vergleich zu 250° C Steinwärme ) und die Backergebnisse waren unbefriedigend.

Teilweise führte ich das auch auf die schwache Leistung meines Backofens zurück.

Seit einiger Zeit habe ich einen zweiten Rost im Backofen über dem obersten Einschub und darauf meine Schwadenschale.
Der Backstein liegt auf dem untersten Einschub auf dem alten Rost. Hätte mir also die Füßchen sparen können.

Wenn ich Kuchen backe nehme ich den oberen Rost nach unten und die Schale raus, so kann ich den Stein im Ofen lassen.

Zu deiner zweiten Frage kann ich nichts beitragen, da mein Ofen eh sehr sparsam mit der Energie umgeht und vorzeitiges Ausschalten zu wenig Wärme abgäbe.
Nur Brote im Backrahmen lass ich meist ohne Rahmen noch 20 min drin.




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Liebe Grüsse
Steffi
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Re: Erfahrungen mit Brotbackstein?

Beitragvon uschi » Mo 25. Mai 2015, 09:04

Guten Morgen,
wie ich schon des Öfteren geschrieben habe, backe ich auf einer Naturgranitplatte die auf meine Ofenmasse zugeschnitten wurde. Meine Brote backe ich mit 230-250° je nach Rezept an. Nach 15 Minuten schalte ich auf 180° , nochmals 15 Minuten backen. Dann schalte ich meinen Ofen ganz aus. Die Restwärme reicht um ein wunderschönes Brot zu backen. Der Stein wird einfach mit dem Ofen aufgeheizt. So backe ich schon bestimmt 5 Jahre . Schwaden kann ich nicht habe einen normalen Haushaltsofen. Ich stelle eine Auflaufform ganz unten in den Ofen und heizte so Wasser mit auf. Aber daran arbeitet mein Mann er hat so einige Ideen. Mal sehen. Bild
Liebe Backgrüße
Uschi
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Re: Erfahrungen mit Brotbackstein?

Beitragvon Christa P. » Mo 25. Mai 2015, 12:00

wie lange heizt du den Stein vor?
Ich habe einen Schamottstein, den muß ich ca. 1 Std. vorheizen, das ist natürlich ein erheblicher Energieaufwand.
Geht es bei deinem Stein schneller, das würde mich sehr interessieren!
Außerdem ist dieser Stein von der Größe her nicht so optimal, er ist 30 x 40 cm, 3 cm dick, sehr grobkörnig ( es ist ein Pizzastein aus dem Internet) und da passen maximal 3 kleine Baguettes oder 2 kleine Brote drauf.
Vielen Dank schon mal für eine schnelle Antwort und noch einen schönen Pfingstmontag!
Christa P.
 
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Re: Erfahrungen mit Brotbackstein?

Beitragvon uschi » Mo 25. Mai 2015, 14:47

Hallo Christa,
falls Du mich meinst (kam nicht ganz klar rüber weil keine Anrede.) .Ich heize meinen Stein solange vor bis die Ofentemperatur erreicht ist.
Liebe Backgrüße
Uschi
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Re: Erfahrungen mit Brotbackstein?

Beitragvon Jodu » Mo 25. Mai 2015, 20:22

Das ist bei mir zu kurz.
Dann besser ohne Stein als ein zu kalter Stein. Hatte ich gerade heute wieder. Das an zu wenig Power von unten verschlechtert eindeutig den Ofentrieb. Der nette Dietmar Kappl hat es mal so beschrieben und ich habe schon Pizzen so in der Mitte "verdorben".
Viele Grüße
Jodu
"Altes Brot ist nicht hart, kein selbst gebackenes Brot zu haben, dass ist hart."
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Re: Erfahrungen mit Brotbackstein?

Beitragvon Fussel » Do 4. Jun 2015, 14:21

und wie ist das mit Brötchen backen auf dem Stein. Wie krieg ich die dann da drauf, ist z.B. dann mein Problem. Abrollband wie bei den Profis is ja nicht und Stein raus, Brötchen drauf, scheint mir auch nicht die beste Idee.


Auch wenn ich damit etwas spät komme: etwas Ähnliches wie die professionellen Einschiessapparate gibt es auch für den Hobbybäcker:
http://www.ketex.de/online-shop/super-peel-p-60.html

Das Ding finde ich ziemlich cool. Allerdings spiele ich auch mit dem Gedanken, mir den selber nachzubasteln, weil ich 70 Tacken doch recht heftig finde...
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Re: Erfahrungen mit Brotbackstein?

Beitragvon Fussel » Do 4. Jun 2015, 14:48

Ups, gerade gesehen, dass es schon einen Bastelthread zu dem Superpeel gibt:
77934371nx46130/kuechenmaschinen-f7/einschiesser-backschaufel-selbst-bauen-t1948-s20.html
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Re: Erfahrungen mit Brotbackstein?

Beitragvon tessy » Di 27. Mär 2018, 20:58

Lenta hat geschrieben:Bin mit meiner einfachen Granitfliese aus dem Baumarkt auch zufrieden.


Keine Bedenken wegen eventueller Ausgasungen oder ähnlichem? Hab` eben noch gelesen, dass selbst Pizzasteine aus dem Billigsegment während der ersten Male ausgasen und qualmen. Was wird da erst aus den Baumarktfliesen entweichen? Denn da braucht sich kein Hersteller um Lebensmittelverträglichkeit zu kümmern. Nicht falsch verstehen, ich wäre sehr froh, wenn es da keine Bedenken zu vermelden gäbe. Denn zum einen ist der Preis unschlagbar, und die Auswahl in Punkto Größe und Dicke sehr groß.
Gruß, Jürgen
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Re: Erfahrungen mit Brotbackstein?

Beitragvon Vollkörnchen » Di 3. Apr 2018, 01:43

Brauch ich als Einsteiger schon so einen Brotbackstein oder erziehle ich auf einem normalen Backblech oder Brotbackform keine sehr guten Ergebnisse? Bitte nicht lachen aber meine ersten Brotbackerfahrungen hatte ich mit Fertigmischungen aus dem Discounter und diese hab ich in Kastenform ausgebacken. Granitplatte würde ich aber ohne Probleme hier bekommen.
Gruß Andreas
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Re: Erfahrungen mit Brotbackstein?

Beitragvon _xmas » Di 3. Apr 2018, 10:48

Hallo Andreas, du kannst erst einmal ohne backen. Solltest du ein schweres Backblech haben, dann dreh es einfach um und lass es mit aufheizen - die dünneren verbiegen sich im Ofen sehr leicht, die dickeren halten die Wärme zudem besser.

Den Teigling dann auf eine Backfolie legen und auf das Blech setzen. Dabei hilft dir eine Holzplatte oder eine Tortenschieber oder irgendein anderer "Träger".

Ein gusseiserner Topf mit Deckel ist auch eine gute Alternative.

Viel Erfolg.
Alle sagten: das geht nicht.
Dann kam einer, der wusste das nicht, und hat´s einfach gemacht.
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Re: Erfahrungen mit Brotbackstein?

Beitragvon Espresso-Miez » Di 3. Apr 2018, 11:11

Hallo Andreas,

ich kann _xmas nur zustimmen:
Ich habe einen Backstein, aber auf einem dunklen Backblech werden meine Brote genauso schön!
Ich heize Ofen + Blech auf 250°C, und wenn dann die Automatik/Elektronik / ??? sagt, die Temp. wäre erreicht, gebe ich noch 5 Minuten zu. Dann kommt das Brot mit Backpapier/Backfolie auf das Blech.
Im (gusseisernen) Topf zu backen hab ich gar nicht erst versucht.

Viele Grüße,
die Miez
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Re: Erfahrungen mit Brotbackstein?

Beitragvon StSDijle » Di 3. Apr 2018, 11:18

Hallo,

wie oben schon gesagt, richtig vorheizen und das Blech mit vorheizen ist schon die halbe Miete. Der Ofen und aber auch der Stein muss richtig durchgewärmt sein. Ich warte immer bis die Heizung nach dem 1. abschalten wieder angeht, dann ist die Hitze recht gut verteilt. Ausserdem ist es durchaus sinnvoll den Ofen auf Umluft zu schalten zum aufheizen weil sich dann die Wärme schneller verteilt. (Spart aber nur Zeit keine Energie ;)

Viele Grüsse
Stefan
--
liever in het Nederlands met producten van de Belgische markt? Kijk daar: http://echtbrood.wordpress.com/
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Re: Erfahrungen mit Brotbackstein?

Beitragvon moeppi » Di 3. Apr 2018, 12:42

Hallo Andreas,
kauf dir doch stattdessen einen gußeisenen Topf (zB von Ikea).
Damit habe ich beste Erfahrungen. Der Backstein steht ungenutzt rum.
LG Birgit
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Re: Erfahrungen mit Brotbackstein?

Beitragvon Vollkörnchen » Di 3. Apr 2018, 12:52

:top Sehr gut dann kann ich mich später um einen Stein kümmern. Vielen dank für eure schnellen Antworten.
Gruß Andreas
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Re: Erfahrungen mit Brotbackstein?

Beitragvon IKE777 » Di 3. Apr 2018, 13:10

Das mit dem gusseisernen Topf kann ich nur bestätigen.
Ich habe den viel mehr genutzt als den Backstein!

Du brauchst da nicht den super-teuren kaufen (z.B. Creuset)
meiner ist von Fisko
Man wird im Alter immer reicher - zumindest an Erfahrung.
Sagt Irene mit einem Zwinkern in den Augen.
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Re: Erfahrungen mit Brotbackstein?

Beitragvon Vollkörnchen » Di 3. Apr 2018, 23:26

Hallo, statt so einer Steinplatte,ginge denn da nicht gleich eine Gussplatte?
https://www.bauhaus.info/grillzubehoer/ ... la_adt=pla

weiß leider gerade nicht wie ich einen link in ein Wort stecke. Die Maße der Platte dürfte fast passen für einen Ofen,ist für den Lebensmittelbereich gemacht wurden also eigentlich alles gut oder?
Gruß Andreas
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Re: Erfahrungen mit Brotbackstein?

Beitragvon Forticus » Mi 4. Apr 2018, 00:06

Danke für eure interessanten Berichte.

Ich habe vor ein paar Wochen wieder mit Broten angefangen, erst mit Hefe und inzwischen dreimal ST. Die drei hatte ich in einer ovalen Auflaufform aus Glas im Dampfbackofen ganz gut hinbekommen. Nun reizt mich das freie Backen auf dem von unten beheizten Gaggenau Pizzastein. Davor habe ich aber ziemlichen Bammel, weil ...

- der Teig meines Übungsrezeptes tendiert in Richtung Kleister (200g ST Kamut, 400g H2O, 200g Kamut, 200g Dinkel, 200g Buchweizen).
- wir haben die Erfahrung mit Gästen, die sich ihre Pizza so schwer belegen, dass sie mit dem Schieber nicht mehr handhabbar ist.
- das zweite ST Brot ist in der Glasform festgebrannt (Backpapier vergessen).
- der vierte Pizzastein ist unterwegs. Wir haben immer wieder Risse und Brüche. Nun auch noch Schwaden? In der Stein-ANleitung steht ausdrücklich, dass kein Wasser dran kommen soll (beim Reinigen).

Wie bekomme ich den Kleister mit seinen 1200 Gramm auf den Pizzastein und vorallem wieder runter, ohne den Stein zu zerlegen? Genügt es, die TA von ca 171 auf 165 zu reduzieren?
Ich habe gesehen, dass einige von euch den Rohling auf Backpapier legen und aud dem Stein mit Papier backen. Aber das wäre jetzt nicht das, was ich spontan unter dem Begriff "freischieben" vermuten würde.

Herzlichen Gruß
Maritn
"Ich bin die Konsequenz meiner Entscheidungen." --- Buch Forticus 17,1
... und mein Brot auch. ;)
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