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Restauration eines 50er-Jahre Elektro-Steinbackofens

Alle Fragen und Erfahrungen mit einem Elektroherd, Manz Backofen,
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Restauration eines 50er-Jahre Elektro-Steinbackofens

Beitragvon Cosmicos » Fr 7. Jun 2019, 17:52

Hallo zusammen,
mein Name ist Ralf, ich bin 52 Jahre alt und lebe und backe im Westerwald.
Mit dieser ersten Nachricht möchte ich mich vorstellen.
Ich bin begeisterter Hobby-Brotbäcker und haderte schon länger mit meinem Einbaubackofen: zu klein, nicht heiß genug etc.!
Ich schaute mich etwas im Netz um und stieß auf schöne Elektro-Steinbacköfen, die mit knapp 4000€ jedoch für meinen Geschmack entschieden zu teuer sind. Also schaute ich mich auf div. Kleinanzeigen-Seiten und Auktions-Seiten um. Schließlich stieß ich auf einen schönen alten Elektro-Steinbackofen der Firma "Karl Hofmann" aus Jagstheim. Das Gerät ist aus den 50er Jahren und schien gemäß der Fotos in gutem Zustand zu sein. Ich ließ mich sodann zu einem Gebot hinreißen und erhielt den Zuschlag für 22,90€ :kl
So weit, so gut. Allerdings stand das Ding 330km von meinem Wohnort entfernt, so dass ich mir erst einmal einen Hänger besorgen und einen freien Tag abwarten musste. Vor drei Wochen war es dann so weit!
Da Bilder bekanntlich mehr als 1000 Worte sagen habe ich während der Restauration fleißig fotografiert, so dass ich euch hier ein paar Impressionen bieten kann. Viel Spaß beim anschauen:

:shock:
Oups... ich lese gerade, dass ich erst einmal 5 Beiträge posten muss, um Bilder senden zu können. Das ist ja blöd... :?
So ist meine Idee mit der Fotostory als Einstandsmail leider hinfällig :kdw
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Re: Restauration eines 50er-Jahre Elektro-Steinbackofens

Beitragvon hansigü » Fr 7. Jun 2019, 20:47

Hallo Ralf,
schöne Idee hast du da. Ach so, erstmal ein herzliches Willkommen! sm_06
Ja , das ist bei uns so, mit den fünf Beiträgen, aber die sind ja in der Regel schnell geschrieben.
Wir freuen uns jedenfalls auf deine Restaurierungsbilderstorry! :kl
Gruß Hansi


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Re: Restauration eines 50er-Jahre Elektro-Steinbackofens

Beitragvon Cosmicos » Fr 7. Jun 2019, 21:22

Na dann auf zum zweiten Text ;)
Ich liefere schon einmal ein paar Daten meines Vintage-Backofens:

Größe des Backraums: 80x75cm
Elektrische Leistungsaufnahme: 4,5kW
Anschluss: 3-Phasen (Herdanschluss z.B.)
Original Schamotteplatte: 20mm dick, stahlarmiert
Neue Schamotteplatte: 30mm A40t (Stahlarmierung unterlegt)
Aufheizzeit: <1h für 320° Oberhitze u. 260° Unterhitze (für Pizza)

Bilder folgen...
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Re: Restauration eines 50er-Jahre Elektro-Steinbackofens

Beitragvon UlliD » Sa 8. Jun 2019, 06:42

Die anderen 3 Beiträge schaffst du schon noch... :top Willkommen aus der Lausitz
Liebe Grüße vom Ulli aus Forst
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Re: Restauration eines 50er-Jahre Elektro-Steinbackofens

Beitragvon Cosmicos » Sa 8. Jun 2019, 07:16

Ja, ich arbeite daran ;-)
Sind mit "Beiträgen" eigentlich eigene Threads gemeint oder zählt jedes Posting als Beitrag?
Grüße
Ralf
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Re: Restauration eines 50er-Jahre Elektro-Steinbackofens

Beitragvon hansigü » Sa 8. Jun 2019, 08:18

Ralf, jetzt kannst du loslegen! Bitte unbedingt beim Hochladen der Bilder diese Einstellung beachten!
Gruß Hansi


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Re: Restauration eines 50er-Jahre Elektro-Steinbackofens

Beitragvon _xmas » Sa 8. Jun 2019, 09:35

Ja Ralf, das ging doch schnell. Auch ich heiße dich herzlich willkommen - und nun mal her mit den Fotos, bei denen du die Größe beachten solltest. ;)
Alle sagten: das geht nicht.
Dann kam einer, der wusste das nicht, und hat´s einfach gemacht.
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Re: Restauration eines 50er-Jahre Elektro-Steinbackofens

Beitragvon hansigü » Sa 8. Jun 2019, 09:42

Ulla, doppelt gemoppelt hält besser :lol: ;)
Gruß Hansi


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Re: Restauration eines 50er-Jahre Elektro-Steinbackofens

Beitragvon Cosmicos » Sa 8. Jun 2019, 10:02

Alles klar, dann lege ich mal los :top
Für die Bilder bediene ich mich lieber eines externen Anbieters. So bleibt der Thread dank der Thumbnails schön übersichtlich und bei Interesse kann man jedes Foto durch Anklicken in Originalgröße bestaunen :lala

Alles begann mit der Abholung des guten Stücks. Hänger ausgeliehen, nach Bayern gedüst, Ofen mit dem Frontlader auf den Hänger geladen :shock: und ab in den Westerwald. Das Ding ist übrigens bleischwer, ich schätze mal deutlich über 100kg.

Bild
Ankunft im Westerwald :kl Erstmal ab in die Garage.

Erster Schritt: Zerlegen und Grundreinigen...

Bild
So sah der Backraum aus. Schamotteplatte schwarz und verkrustet, Decke und Wände ziemich schmuddelig und wohl auch rostig. Brot backen sollte man darin noch nicht!

Bild
Ausgebaute Ofentür samt Rahmen. Schön rostig und verdreckt das DIng!

Bild
Ein Detail: Das Thermometer. Man sieht ihm die fast 70 Jahre doch deutlich an. Da muss ordentlich geputzt werden. Zum Glück ließ sich das Teil gut zerlegen.

Bild
Das sieht doch schon besser aus. So kann man es wieder einbauen. Bei der Restauration war es mir wichtig den Originalzustand möglichst nicht zu verändern. Einfach Neuteile kaufen soll also nicht sein...

Bild
Rahmendichtung entfernt und mit Stahlbürste auf Bohrmaschine gereinigt.

Bild
Rost entfernt. Durch die Unebenheiten sieht es zwar immer noch fleckig aus, ist im Grunde nun aber sauber. Mehr ginge nur mit Sandstrahlen aber die Gerätschaften habe ich (noch) nicht...

Bild
Seltsamerweise fehlte im Rahmen die oberere Dichtung. In der Folge ist der Wrasen wohl Jahrzehnte lang zwischen Rahmen und Korpus entwichen und hat seine Spuren hinterlassen.
Mit etwas Geduld und Stahlwolle war das aber gut zu entfernen.

Bild
Backraum mit entfernter Schamotteplatte. Das entfernen der Platte war übrigens leichter gesagt als getan. Das Ding hatte Vollformat, passte also nicht durch die Ofenöffnung und war zudem noch stahlarmiert. Ich wusste gar nicht, dass es stahlarmierten Schamotte gibt :shock:
Ich musste die Platte im Ofen mit der Flex und Diamanttrennscheibe zerteilen... das war ein Akt!

To be continued...
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Re: Restauration eines 50er-Jahre Elektro-Steinbackofens

Beitragvon Cosmicos » Sa 8. Jun 2019, 10:14

Bild
Als nächstes flog die Ofenisolierung raus. Dort hatten sich Käfer eingenistet (alle tot) aber hygienisch war das natürlich nicht. Der Ofen stand lange in in einer Scheune und so hatte das Getier ungehindert Zugang.
Ohne die Glas- oder Steinwolle lassen sich auch viel besser die Sensoren und die Beleuchtung für den Ofen nachrüsten.

Bild
Innenbeleuchtung eingebaut. 40W Halogen mach den Backraum schön hell...

Bild
Hier sieht man ein Thermoelement, dass ich in die Decke des Backraumes installiert haben. Das Thermoelement dient als Temperatursensor für die Oberhitze. Im Originalzustand hatte der Ofen keine thermostatische Regelung und eine Regelung muss natürlich nachgerüstet werden.

Bild
Hier sieht man sehr schön ein Heizelement. Der Ofen verfügt über 10 dieser Heizelemente (a 450W) und glücklicherweise funktionieren alle :cry

Bild
Unterbodenwäsche. Fast 70 Jahre und kein Fleckchen Rost! Das war noch Qualität damals :lala

Bild
Die Elektrik auf der Rückseite des Ofens. Isolierte Leiter??? Warum??? :XD
Ich hatte kurz den Impuls die Verdrahtung durch moderne silikonisolierte-Leitungen zu ersetzen, habe aber davon Abstand genommen. "Never change a running system"... und was 70 Jahre gefunzt hat wird es aller Voraussicht nach auch weiter tun. Bei einem Austausch hätte ich nur Schäden z.B. durch abbrechende Schrauben etc. riskiert. Das muss nicht sein.

To be continued...
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Re: Restauration eines 50er-Jahre Elektro-Steinbackofens

Beitragvon Cosmicos » Sa 8. Jun 2019, 10:35

Bild
Neue Isolierung mit Keramikfaserwolle. Temperaturbeständig bis 1260°.

Bild
Wie bereits erwähnt verpasse ich dem Ofen eine moderne Temperaturregelung. Getrennt für Ober- und Unterhitze übernehmen das zwei PID-Controller. Damit lässt sich die Temperatur auf 1°C genau regeln!

Bild
Selbstverständlich musste ich die Plaketten und die Nockenschalter polieren. Die sahen einfach nicht mehr schön aus aber dank Polierbock mit Schwabelscheibe und Polierpaste kriegt man so etwas wieder gut hin. Ich bin da vielleicht ein bisschen detailverliebt :lala

Bild
Die alte Schamotte-Platte war stahlarmiert. Das wunderte mich. Beim ersten Heiztest ging mir jedoch ein Licht auf. Die Backröhre ist aus Metall, welches sich bei Erwärmung ausdehnt. Es entsteht eine Wölbung auf der Backraum-Unterseite wo der Schamotte aufliegt. Es entsteht ein Hohlraum unter dem Schamotte und die Platte bricht. Hier musste ich mir etwas einfallen lassen. Meine Lösung: Ich habe einfach ein Stahl-Armierungsgitter auf den Ofenboden, unter die Schamottesteine gelegt. Dies verhindert wirkungsvoll ein Absacken bzw. Brechen der Steine.

Bild
Neuer Schamotteboden. Das schaut doch schon gut aus! Ich habe lebensmittel-zertifizierte Schamotteplatten in der Qualität A40t gekauft. 6 Platten a 40x25cm ergeben zusammengelegt die geforderte Gesamtfläche von 80x75cm. Ein weiterer Vorteil der Stückelung der Platten liegt im einfachen Austausch defekter Platten.
Im Original hatte der Ofen ein 2cm starke Platte. Ich bin nun auf 3cm gegangen, da ich mir eine bessere Hitzespeicherkapazität wünsche!

Bild
Um die Hitzespeicherkapazität noch weiter zu erhöhen habe ich auch die Seitenwände und die Rückwand mit Schamotte verkleidet (hinten rechts fehlt noch wegen des Abzugs).

To be continued...
Zuletzt geändert von Cosmicos am Sa 8. Jun 2019, 14:42, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Restauration eines 50er-Jahre Elektro-Steinbackofens

Beitragvon Cosmicos » Sa 8. Jun 2019, 10:46

Bild
Tür und Rahmen wieder eingabaut und fertig ist das Ding :tL

Bild
Erster Backtest: Pizza!
Oberhitze 320°, Unterhitze 260°, Backdauer 5min
Nach nur 3 Minuten war das Backpapier aber schon kohlraben-schwarz. Es ist wohl für diese Temperaturen ungeeignet.

Bild
Für den Anfang nicht übel :hu

Bild
Ofen abgeschaltet und 5 schwäbische genetzte Bauernbrote eingeschossen.
Platz satt. Da würden auch 10 Stück reinpassen :cry

Bild
Nach 40 MInuten waren die Brote fertig und ich bin ganz zufrieden mit dem Ergebnis.
Mit den Temperaturen und Zeiten muss ich Experimentieren, das ist klar.

Bild
Nächster Brottest: Drei Molkebrote und zwei große Dinkelbrote.
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Re: Restauration eines 50er-Jahre Elektro-Steinbackofens

Beitragvon Cosmicos » Sa 8. Jun 2019, 10:58

Mein bisheriges Fazit:

Der Ofen ist toll. Meine Erwartungen wurden voll erfüllt.
Endliche hohe Temperaturen möglich, endlich Platz ohne Ende, endlich backen wie im Holzbackofen.

Das Projekt ist zu meiner vollen Zufriedenheit verlaufen.
Die Gesamtkosten mit Kaufpreis, Fahrtkosten und Materialkosten lagen bei ca. 400€
Ein vergleichbarer INO 2004 liegt bei 3100 (Neupreis), hat aber einen etwas kleineren Backraum und natürlich nicht eine solch präzise Regelung.

Zur Regelung:
Wie erwähnt verwende ich PID-Controller mit Thermoelementen. Diese Art der Regelung (proportional-integral-derivative) gewährleistet eine hohe Präzision im 1° Bereich. Wenn ich 320° programmiere dann bekomme ich auch exakt 320°. Das ist vielleicht für's Brotbacken nicht zwingend erforderlich aber in anderen Bereichen durchaus wichtig.

Die Controller steuern SSR's (Halbleiterrelais), die die Spannung an die Ober- und Unterhitze geräuschlos schalten.

Programmiert man die Controller auf 400° dann kann man den Ofen auch wie früher nur mit den Nockenschaltern steuern (1/3, 2/3 und volle Leistung). Ein Tribut an die Originalität der Restauration!

Wie geht es nun weiter?
Backen, backen und nochmals backen :hu
... und natürlich noch einen Schwadenerzeuger bauen 8-)
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Re: Restauration eines 50er-Jahre Elektro-Steinbackofens

Beitragvon Mikado » Sa 8. Jun 2019, 11:12

Hallo Ralf

Da fehlen einem fast die Worte. Meinen Respekt vor deiner Ausdauer und der Arbeit, die du da hinein gesteckt hast, davor kann man nur den Hut ziehen :top :top !!
Beste Grüße
Mika

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Re: Restauration eines 50er-Jahre Elektro-Steinbackofens

Beitragvon Cosmicos » Sa 8. Jun 2019, 11:26

Hallo Mika,
vielen Dank. So viel Arbeit war es aber gar nicht. 14 Tage lang jeden Abend 1-2 Stündchen gewerkelt. In der Summe vielleicht 20 Stunden. Es hat auf jeden Fall viel Spaß gemacht :D
Grüße
Ralf
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Re: Restauration eines 50er-Jahre Elektro-Steinbackofens

Beitragvon Mikado » Sa 8. Jun 2019, 11:47

Cosmicos hat geschrieben:So viel Arbeit war es aber gar nicht. 14 Tage lang jeden Abend 1-2 Stündchen gewerkelt.

Doch, doch, das war schon Arbeit ;) , auf jeden Fall hast du dir damit ein Schätzchen zurechtgemacht :) .

Was das eingebaute mechanische Thermometer betrifft:
Du verlässt dich wahrscheinlich auf die neue elektronische Regelung. Hast du zusätzlich auch das alte mechanische Thermometer kontrolliert? Zeigt es die Temperatur genau an?
Beste Grüße
Mika

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Re: Restauration eines 50er-Jahre Elektro-Steinbackofens

Beitragvon Cosmicos » Sa 8. Jun 2019, 12:19

Mikado hat geschrieben:Was das eingebaute mechanische Thermometer betrifft:
Du verlässt dich wahrscheinlich auf die neue elektronische Regelung. Hast du zusätzlich auch das alte mechanische Thermometer kontrolliert? Zeigt es die Temperatur genau an?


Das alte Bimetall-Thermometer in der Tür ist recht genau aber zu träge. Es hat keinen Messfühler wie das z.B. heutige BBQ-Thermometer haben, sondern misst die Temperatur durch eine kleine Bohrung im Türblech. D.h. dass die Wärme erst einmal durch dieses kleine Loch zum Thermometer gelangen muss. Das ist Mist. Wenn der Backofen auf 320° vorgeheizt ist zeigt das alte Thermometer gerade mal knapp 200° an.
Will man es zum Backen verwenden, muss man ca. 100° aufrechnen. Für mich ist es lediglich eine Zierde. Wie du schon vermutet hast lese ich die Temperaturen lieber an den Controllern ab.

Der Oberhitze-Sensor sitzt genau zwischen zwei Heizelementen und der Unterhitze Sensor misst die Kerntemperatur eines mittleren Schamottesteins (ich habe ihn angebohrt um den Sensor einzulegen).

Die Oberflächentemperatur der Schamottesteine ist jedoch höher als die Kerntemperatur (ca. 30-40°), da die ja auch die Wärmestrahlung der Oberhitze abbekommen. Daher lasse ich vor dem Backen ca. 10 Minuten abstehen, dann verteilt sich die Wärme innnerhalb der Steine.
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Re: Restauration eines 50er-Jahre Elektro-Steinbackofens

Beitragvon Mikado » Sa 8. Jun 2019, 14:24

@ Ralf

Danke :)
Beste Grüße
Mika

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Re: Restauration eines 50er-Jahre Elektro-Steinbackofens

Beitragvon Keufje » Sa 8. Jun 2019, 19:24

RESPEKT!
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Re: Restauration eines 50er-Jahre Elektro-Steinbackofens

Beitragvon UlliD » Sa 8. Jun 2019, 19:28

Cosmicos hat geschrieben:Für die Bilder bediene ich mich lieber eines externen Anbieters.

Solange der "externe Anbieter" existiert ist ja auch alles gut, aber in vielen älteren Beiträgen sind aus welchem Grund auch immer die Bilder dann futsch :kdw sowas ist dann ärgerlich :( :(
Liebe Grüße vom Ulli aus Forst
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