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Dinkelvollkornmehl - gibt es Unterschiede?

Hier kannst Du als Anfänger alles fragen, was zum Brotbacken gehört.

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Dinkelvollkornmehl - gibt es Unterschiede?

Beitragvon george » So 25. Sep 2016, 09:41

Hallo miteinander,

was das Brotbacken angeht, bin ich völliger Neuling und brauche bitte Eure Unterstützung.

Ist Dinkelvollkornmehl gleich Dinkelvollkornmehl?

Bei meinem ersten Dinkelvollkornbrot habe ein Dinkelvollkornmehl von demeter genommen.
Kostenpunkt 3,99€
http://shop.bauckhof.de/bauckhof-dinkel ... emeter-1kg

Beim zweiten Versuch habe ich ein BIO-Dinkelvollkornmehl von Aldi genommen.
Kostenpunkt 1,95€
https://www.aldi-sued.de/de/sortiment/a ... nkelmehle/

Beide Brote haben toll geschmeckt.

Jetzt sehe ich folgendes Angebot:
Dinkelvollkornmehl bei Aldi für 0,99€
https://www.aldi-sued.de/de/angebote/an ... -20160926/

Ich bin ein bisschen irritiert :?
Der Preisunterschied ist doch gewaltig!
Stimmt mit dem Mehl etwas nicht? Würdet Ihr das Mehl verwenden? Könnt Ihr das Mehl empfehlen?

Ich würde mich über Eure Einschätzung sehr freuen und danke Euch für Eure Unterstützung.

Beste Grüße aus Düsseldorf

george

P.S.
Scheinbar bin ich auch ein völliger Neuling was das Einfügen von Links angeht.
Ich krieg es einfach nicht "gebacken" die Links vernünftig einzufügen.
Sorry
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Re: Dinkelvollkornmehl - gibt es Unterschiede?

Beitragvon moeppi » So 25. Sep 2016, 10:02

Hallo,
ich kaufe sonst immer Roggen-/Dinkelkörner bei der Mühle Schlingemann.
Auszugsmehl Dinkel habe ich vor kurzem bei PENNY für 99 Cent entdeckt und schon mehrmals damit gebacken. Ich bin sehr zufrieden. Es ist von der Frießinger Mühle http://www.friessinger-muehle.de/ , in meinen Augen ok.
Von daher denke ich du kannst auch mal bei Angeboten zuschlagen ;) .
LG Birgit
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Re: Dinkelvollkornmehl - gibt es Unterschiede?

Beitragvon hansigü » So 25. Sep 2016, 10:19

Hallo George,

Klar gibts da Unterschiede, nicht nur vom Preis. Selbst gemahlenes VKM enthält alle Teile des Kornes. Wenn ich es richtig weiß, wird bei dem handelsüblichen VKM der Keimling entfernt, da es sonst nur kurze Zeit haltbar wäre. Im Keim sind ja Fette enthalten, die ranzig werden können.
Und Biomehle sind nun mal teurer und der Bauckhof scheint da er Demeterproduzent ist, das gut verkaufen zu können. Also 1 € Unterschied/kg ist schon als normal einzustufen. Das Mehl was Aldi im Angebot verkauft, ist aber kein Biomehl, deshalb kann er das so billig verkaufen! Es ist halt aus konventionellen Anbau, das Getreide wird aller Wahrscheinlichkeit nach mit allen behandelt, was der Bauecr so hat, an Pestiziden, Insektiziden, Fungiziden, künstlicher Dünger etc.
Wen das stört, der kauft halt Bio.
Im Backverhalten wird es nun auch nicht schlechter sein als die anderen.

Deine Links sind doch gut eingefügt, Du meinst sicherlich einen Hyperlink, also den Link unter einem Wort versteckt, wie das geht findest Du hier.
Gruß Hansi


In der Not isst der Bauer die Wurs(ch)t auch ohne Brot!
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Re: Dinkelvollkornmehl - gibt es Unterschiede?

Beitragvon sun42 » So 25. Sep 2016, 11:23

Dinkel wird eine hohe Verträglichkeit machgesagt. Für viele, die unter einer Weizenunverträglichkeit mit allergenem Hintergrund leiden, ist Dinkel das Getreide der Wahl. Wichtig ist in diesem Fall die alten, unveränderten Sorten, mit einer nur geringen Einkreuzung von Weizen, wie den „Oberkulmer Rotkorn“ zu verwenden. Für 99Cent sind diese Sorten allerdings nicht zu haben.

Man sollte sich vielleicht überlegen, ob man nicht doch ein, zwei Euro mehr in die eigene Gesundheit investieren möchte. Bio-Landwirte und Müllerei-Betriebe müssen schlussendlich bei diesem schwierig anzubauenden Getreide und seinem geringen Ertrag auch auf ihre Kosten kommen.

Ich bin sehr froh, dass es diese alten Getreidesorten überhaupt noch gibt. Wer in das Thema Dinkel tiefer einsteigen möchte; weitere Informationen zu Dinkel findet man in diesem Merkblatt: “Biodinkel – Hochwertige Backwaren durch Optimierung von Anbau und Verarbeitung“
grüsse michael
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Re: Dinkelvollkornmehl - gibt es Unterschiede?

Beitragvon moeppi » So 25. Sep 2016, 11:38

Richtig, bio ist immer vorzuziehen.
Da Dinkel jedoch auf kargem Boden wächst (kein Kunstdünger) und auch nicht so vieler Pestizide bedarf wie bei andere Getreidearten, vernachläßige ich bio bei den Dinkel-Auszugsmehlen.
Wie in Michaels Link steht: Schädlingsprobleme sind beim Dinkel nicht bekannt.
Ich backe eh meistens mit Vollkorn.
LG Birgit
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Re: Dinkelvollkornmehl - gibt es Unterschiede?

Beitragvon george » So 25. Sep 2016, 12:06

Vielen, vielen Dank für die zahlreichen Antworten.
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Re: Dinkelvollkornmehl - gibt es Unterschiede?

Beitragvon george » So 25. Sep 2016, 12:37

hmm...


ich frag´ mich gerade folgendes:

Dinkelkörner

http://www.biolandhof-knauf.de/onlineshop
http://www.biolandhof-knauf.de/onlinesh ... bio-dinkel


selber zum Mehl schroten oder ein gutes Dinkelvollkornmehl kaufen?

Ich hab einen brandneuen Fleischwolf. Ich müsste nur einen Mahlvorsatz kaufen.

Würdet Ihr Euch den Aufwand antuen? Lohn das selber schroten im Hinblick auf Qualität und Geschmack?

Gruß

george
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Re: Dinkelvollkornmehl - gibt es Unterschiede?

Beitragvon Babsi » So 25. Sep 2016, 17:08

Ich hatte auch zuerst Dinkelvollkornmehl bei Budni und bei Aldi gekauft. Dann habe ich Dinkelvollkornmehl bei der Horbacher Mühle bestellt und habe einen Riesenunterschied gemerkt. Das Brot wurde viel fluffiger, was bei Vollkornmehl ja nicht immer so leicht ist. Die Albrecht karge Mühle habe ich auch noch mal mit Dinkelvollkornmehl ausprobiert, war aber nicht so überzeugt wie bei der Horbacher Mühle. Außerdem fand ich die Verpackung da ein wenig zu instabil. Mein Fazit: ja, es gibt deutliche Unterschiede.
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Re: Dinkelvollkornmehl - gibt es Unterschiede?

Beitragvon Lulu » So 25. Sep 2016, 17:47

Hallo George,

Aber sicher gibts es da geschmackliche Unterschiede.

Selber mahlen ist auch gut, ...so bist du unabhängig.
Ich kaufe Frankenkorn(Urdinkel) und Roggen im 25 kg Sack als Korn....friere es fuer ein paar Tage ein , um evtl. Irgendwelchen Schädlingsbefall zu umgehen.
Die Getreidemuehle ist jetzt 4 Jahre in unserem Besitz...und mahle Vollkorn aller Art selbst durch. Dazu kaufe ich noch ein paar kg Typenmehl muehlenfrisch und dann ist Frau schon zufrieden. :mrgreen:

Ob sich bei dir ein Muehlenaufsatz lohnt, kannst nur du entscheiden.

Liebe Grüße
Renate
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Re: Dinkelvollkornmehl - gibt es Unterschiede?

Beitragvon lucopa » So 25. Sep 2016, 18:32

sun42 schrieb:
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Dinkel wird eine hohe Verträglichkeit machgesagt. Für viele, die unter einer Weizenunverträglichkeit mit allergenem Hintergrund leiden, ist Dinkel das Getreide der Wahl. Wichtig ist in diesem Fall die alten, unveränderten Sorten, mit einer nur geringen Einkreuzung von Weizen, wie den „Oberkulmer Rotkorn“ zu verwenden. Für 99Cent sind diese Sorten allerdings nicht zu haben.

Man sollte sich vielleicht überlegen, ob man nicht doch ein, zwei Euro mehr in die eigene Gesundheit investieren möchte. Bio-Landwirte und Müllerei-Betriebe müssen schlussendlich bei diesem schwierig anzubauenden Getreide und seinem geringen Ertrag auch auf ihre Kosten kommen.

Ich bin sehr froh, dass es diese alten Getreidesorten überhaupt noch gibt. Wer in das Thema Dinkel tiefer einsteigen möchte; weitere Informationen zu Dinkel findet man in diesem Merkblatt: “Biodinkel – Hochwertige Backwaren durch Optimierung von Anbau und Verarbeitung“

Dem ist nichts hinzuzufügen.
Weizenallergiker sollten allerdings eher auf Demeter-Produkte vertrauen.
Demeterbauern müssen und die anderen Biobauern können alte Sorten anbauen.
Warum Weizenallergiker Demeterdinkel eher tolerieren als gewöhnlicher Biodinkel ist mir allerdings auch ein Rätsel; die Praxis sieht halt oft anders aus als die Theorie.
Manfred
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Re: Dinkelvollkornmehl - gibt es Unterschiede?

Beitragvon EvaM » Mo 26. Sep 2016, 07:25

Bei den Unverträglichkeiten muss man berücksichtigen, dass nicht nur das Getreide , sondern auch die Reifezeiten der Brote dafür verantwortlich sein können. Da gibt es einen Fred dazu mit den Ergebnissen von Hohenheim..verlinke ich später.
Lieben Gruß Eva
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Re: Dinkelvollkornmehl - gibt es Unterschiede?

Beitragvon cremecaramelle » Mo 26. Sep 2016, 08:08

Ich habe mich einmal auf das Experiment Biodinkelmehl von Aldi eingelassen.
Ich will jetzt keinen unmittelbaren Zusammenhang mit dem Discounter herstellen, aber das Mehl war zum Brotbacken untauglich. Mit allen bekannten Tricks ist es nicht gelungen ein wirklich gutes Glutengerüst herzustellen, das Mehl wanderte ausnahmslos in Kuchen. Mit meinen Mühlenmehlen ist mir das noch nie passiert. In letzter Zeit kaufe ich bei der Gailertsreuther Mühle und bin immer sehr zufrieden.
:ma Wer mir die Flügel stutzt, muss damit rechnen, dass ich auf meinem Besen weiterfliege
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Re: Dinkelvollkornmehl - gibt es Unterschiede?

Beitragvon BrotDoc » Mi 28. Sep 2016, 10:23

Es ist heute auch nicht mehr so leicht, Dinkelmehle zu finden, die ausschließlich aus Urdinkel-Sorten bestehen. Doch nur diese haben alle Eigenschaften, die Menschen mit Weizen-Unverträglichkeit benötigen. Eine Quelle ist die Drax-Mühle. Monika Drax steht dafür gerade, für ihre Mehle ausschließlich Urdinkel zu vermahlen, und das schon seit vielen Jahren. Es gibt Bäcker die ihr Dinkelmehl extra bei Moni einkaufen, weil sie mit Mehlen anderer Mühlen weder geschmacklich noch qualitativ zufrieden waren.
Bei Aldi kannst Du Dir sicher sein, daß das Mehl vielleicht Bio aber sicher nicht Urdinkel ist.
Es ist wie es immer ist: "you get what you pay for" und der Preis sagt - wenn auch nicht alles - so doch vieles über die Qualität aus.
Viele Grüße,
Björn
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Re: Dinkelvollkornmehl - gibt es Unterschiede?

Beitragvon UlrikeM » Mi 28. Sep 2016, 23:29

Zum Thema Urdinkel habe ich mir einige Links kopiert. Vielleicht besteht Interesse.

Das Bauckmehl ist wohl eher eine Mischung, ich hatte die mal angeschrieben und diese Antwort erhalten. Ich backe immer mal wieder damit und war bisher zufrieden.

Hier und hier kann man Interessantes über die verschiedenen Sorten lesen, besonders den Anteil an eingekreuztem Weizen betreffend.

Babsies negative Erfahrungen mit dem Karge Dinkelmehl kann ich so nicht bestätigen. Möglich ist, dass er/sie mit dem konventionellen gebacken hat. Ich selbst hatte nur das Biomehl, das vom Biolandbetrieb Rössler Hof stammt und aus reinem Oberulmer Rotkorn ist. Damit habe ich bisher immer erfolgreich gebacken. Auch wenn ich keinen direkten Vergleich habe, war ich mit den Ergebnissen immer zufrieden. Dass das Mehl von der Hornbacher Mühle lockeres Brot ergibt, kann daran liegen, dass es sich hier um Franckenkorn handelt, das einen Weizenanteil hat.
Auch über die Verpackung kann ich nichts negatives sagen. Das Mehl ist in den üblichen stabilen doppelwandigen Papiertüten. Den Preis von 2,60€ bei 5kg-Gebinden finde ich sehr günstig.
Liebe Grüße Ulrike
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Re: Dinkelvollkornmehl - gibt es Unterschiede?

Beitragvon moeppi » Do 29. Sep 2016, 09:39

Hallo,
Dinkelkörner (Franckenkorn) kaufe ich in 25 kg Säcken hier
http://www.hofhorstmann.de/korn-mehl-sc ... 3002092422
Bis jetzt war ich immer zufrieden.
Wie ich gerade sehe, haben sie nun auch Emmer. Da werde ich bald mal zuschlagen.
LG Birgit
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Re: Dinkelvollkornmehl - gibt es Unterschiede?

Beitragvon Lulu » Do 29. Sep 2016, 10:49

Dinkelkorn beziehe ich auch von Horstmann im 25 kg Sack. Alles gleichbleibende gute Qualität.

Ich denke der Emmer vom Hof Horstmann wird dieselbe Qualität haben wie der Dinkel .

Emmer hatte ich noch nie.
Wie schmeckt der? Nussig?

Liebe Grüße
Renate
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Re: Dinkelvollkornmehl - gibt es Unterschiede?

Beitragvon moeppi » Do 29. Sep 2016, 15:42

ja, nussig und etwas herzhafter. Ich backe jedoch nie zu 100 % mit Emmer, immer nur Anteile, wenn ich zB Brötchen backe.
LG Birgit
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Re: Dinkelvollkornmehl - gibt es Unterschiede?

Beitragvon antonhuggo » Fr 28. Jun 2019, 14:50

Laut drax-Mühle gehört Franckenkorn zu den modernen, gezüchteten Dinkelsorten (Weizendinkel) und darf somit auf gar keinen Fall als UrDinkel bezeichnet werden. Hier die Quelle...

http://www.drax-muehle.de/unser-getreide/urdinkel/
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Re: Dinkelvollkornmehl - gibt es Unterschiede?

Beitragvon Mikado » Di 2. Jul 2019, 10:51

Beste Grüße
Mika

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