Hallo beisammen,
melde mich mal kurz und gebe meinen Kenntnisstand weiter.
1) bei der Verwendung von nicht härtenden Ölen bleiben diese im inneren vom Holz für die gesamte Lebensdauer weich und Flüssig. Dadurch besteht auf längere Zeit ein Risiko das diese ranzig werden. Tragen sich schnell in den Oberflächenschichten ab.
2) Härtende Öle wie Lein oder Nussöl härter durch Licht und Sauerstoff aus, dadurch sind sie wesentlich haltbarer auf Holz als sonstige Öle, Dies verhalten sich wie die guten alten Ölfarben welche ja durch langes kochen von Leinöl hergestellt wird (Leinölfirnis).
Aus diesem Grund stand ja nicht umsonst in jeder alten Schreinerei die Leinölbüchse das ganze Jahr auf dem Werkstattofen zum kochen von Firnis.
Leinölfirnis bekommt man günstig im Farbenladen, Baumarkt oder Künstlerbedarf (Ölgemälde)
jedoch sollte man diesen 1:1 mit Orangenöl verdünnen, damit er besser in das Holz einzieht.
(Grundierung) Leinölfirnis bekommt man mit und ohne Aushärtungsbeschleuniger auch in BIO Qualität.
Beim einlassen mit nicht härtenden Ölen saugen sich die Holzfasern mit Öl voll und werden weich und schwammig ähnlich wie bei nassem Holz.
Bei härtenden Ölen wird jedoch das Öl hart und fest, gleichzeitig werden die Holzfasern untereinander verklebt und gehärtet. Ein eindringen von Fertigkeit wird somit verhindert und die Holzhärte seigt an.
http://natural-farben.de/aktuell/2009-06/holz-mit-speiseoel-behandeln/Info:
https://de.wikipedia.org/wiki/Lein%C3%B6lfirnisGruß Werner