Pottweck
Hallo zusammen,
schon lange bevor ich das Backen als Hobby entdeckte, habe ich mich, da es bei uns keinen Bäcker mehr gab der diese leckeren Brote herstellte, an einem Rezept für einen Pottweck versucht.Rezepte sind selbst im Internet kaum zu finden. Wenn basieren sie auf einer hohen Hefezugabe und verwenden oftmals Orangat und teilweise auch Zitronat als Geschmacksgeber. Meine Anfänge -mit schlappen 40 g Hefe auf 500 g Mehl- waren zwar nicht schlecht, aber der besondere Geschmack, den bekam ich nicht hin.
Nachdem ich nun schon einige Brote, Brötchen und Baguette durchprobiert hatte und beim Backen sattelfester geworden bin, kam erneut der Wunsch auf, den Pottweck so zurechtzustricken, dass er dem meiner Erinnerung nahe kam.
Da es bislang kein Rezept mit längerer Führung gab, musste ich mir eines basteln. Also habe ich verschiedene Rezepte zusammengewürfelt und am Ende noch mehrere Monate gebraucht um meine eigene Gewürzmischung mit dem besonderen Kick zu finden. Fenchel im Weißbrot klingt zunächst sicher komisch, bei der geringen Dosierung schmeckt man ihn aber nicht herraus. Er gibt, in Kombination mit dem Orangenabrieb, aber eine besondere, frische Note und unterstreicht den Buttergeschmack.
Ob der Pottweck nun so schmeckt wie in meiner Kindheit? Das wage ich zu bezweifeln.

Ich nutze übrigens einen "Pott" mit Sandwichboden. Sicher nicht optimal, aber ich wollte nicht extra nur für den Pottweck einen eigenen Topf ohne doppelten Boden anschaffen. Beim Backen macht es einem der Sandwichboden aber natürlich nicht gerade einfacher. Nach einigem Experimentieren bin ich aber auch in diesem Punkt zufrieden mit dem Ergebnis.
Wie dem auch sei, mit dem folgenden Rezept bin ich rundum zufrieden und möchte es deshalb gern anderen Pottweckfans nahe bringen. Persönlich bevorzuge ich die Variante mit Rosinen, aber auch ohne schmeckt er lecker.
Pottweck
alternativ mit Rosinen für einen Topf mit ca. 20 cm Durchmesser
Vorbereitung bis zum Backen: 7 Stunden
500 Gramm Mehl Typ 550
60g Rohrzucker oder normaler Zucker
80g Butter
260 g (320 g) Vollmilch für den Hauptteig
10 g Salz
100 g Vollmilch für Vorstufe
14 g frische Hefe
Abrieb einer halben Orangenschale
1,5 g Fenchel im Mörser zermahlen
Butter zum Einfetten des Topfes
Sahne zum Abglänzen des Laibes
120 g Rosinen
Vorstufe:
Hefe und Salz in der Milch auflösen und abgedeckt für 4 Stunden in den Kühlschrank stellen
120 g Rosinen für 4 Stunden in 320 g Milch einlegen. Die Rosinen nehmen in dieser Zeit im günstigsten Fall genau 60 g Milch auf, sodass die benötigte Restmenge von 260 g für den Hauptteig übrig bleibt. Andernfalls muss man noch etwas Milch zugeben.
Hauptteig:
Mehl, Orangenabrieb, Fenchel und Hefe-Salz-Lösung und Milch für den Hauptteig 5 Minuten langsam kneten, ohne Butter und Zucker. Dann 10 Minuten auf nächster Stufe mit dem Zucker. Dann noch weitere 5 Minuten mit Butter kneten. Diese stückchenweise zum Teig geben.
1-2 Minuten vor Knetende die Rosinen zugeben. Erst unmittelbar vor dem Einarbeiten in den Teig werden die Rosinen auf einem Küchenpapier gut trocken getupft, in ein Sieb gegeben, mit Mehl bestäubt und durchschüttelt um überschüssiges Mehl zu entfernen.
Stockgare:
11/2 Stunden bei 24°C, nach 45 Minuten 1-2 Mal dehnen und falten auf einer leicht bemehlten Fläche.
Stückgare:
Den Teig kräftig ausstoßen, rundwirken und in den gefetteten Topf mit Deckel geben. Ca. 11/2 Stunden bei 24°C, bis der Teig sich nahezu verdoppelt hat.
Die Teigoberfläche vor dem Einschießen in den Ofen mit Sahne bepinseln.
Backen:
Bei 220°C für 10 Minuten mit Deckel, danach weitere 45 -50 Minuten bei 180°C. Sofort wenn der Laib beginnt Farbe zu nehmen, bei mir nach ca. 30 Minuten, von Ober- und Unter- auf reine Unterhitze umstellen, damit die Kruste möglichst gleichmäßig braun wird.

Um nach dem Backen keine Dellen in der runden Oberseite zu bekommen, dem Pottweck einen tiefen Teller aufsetzen und erst dann aus dem Topf stürzen. Auf dem Rost unbedeckt abkühlen lassen.


schon lange bevor ich das Backen als Hobby entdeckte, habe ich mich, da es bei uns keinen Bäcker mehr gab der diese leckeren Brote herstellte, an einem Rezept für einen Pottweck versucht.Rezepte sind selbst im Internet kaum zu finden. Wenn basieren sie auf einer hohen Hefezugabe und verwenden oftmals Orangat und teilweise auch Zitronat als Geschmacksgeber. Meine Anfänge -mit schlappen 40 g Hefe auf 500 g Mehl- waren zwar nicht schlecht, aber der besondere Geschmack, den bekam ich nicht hin.
Nachdem ich nun schon einige Brote, Brötchen und Baguette durchprobiert hatte und beim Backen sattelfester geworden bin, kam erneut der Wunsch auf, den Pottweck so zurechtzustricken, dass er dem meiner Erinnerung nahe kam.
Da es bislang kein Rezept mit längerer Führung gab, musste ich mir eines basteln. Also habe ich verschiedene Rezepte zusammengewürfelt und am Ende noch mehrere Monate gebraucht um meine eigene Gewürzmischung mit dem besonderen Kick zu finden. Fenchel im Weißbrot klingt zunächst sicher komisch, bei der geringen Dosierung schmeckt man ihn aber nicht herraus. Er gibt, in Kombination mit dem Orangenabrieb, aber eine besondere, frische Note und unterstreicht den Buttergeschmack.
Ob der Pottweck nun so schmeckt wie in meiner Kindheit? Das wage ich zu bezweifeln.
Ich nutze übrigens einen "Pott" mit Sandwichboden. Sicher nicht optimal, aber ich wollte nicht extra nur für den Pottweck einen eigenen Topf ohne doppelten Boden anschaffen. Beim Backen macht es einem der Sandwichboden aber natürlich nicht gerade einfacher. Nach einigem Experimentieren bin ich aber auch in diesem Punkt zufrieden mit dem Ergebnis.
Wie dem auch sei, mit dem folgenden Rezept bin ich rundum zufrieden und möchte es deshalb gern anderen Pottweckfans nahe bringen. Persönlich bevorzuge ich die Variante mit Rosinen, aber auch ohne schmeckt er lecker.
Pottweck
alternativ mit Rosinen für einen Topf mit ca. 20 cm Durchmesser
Vorbereitung bis zum Backen: 7 Stunden
500 Gramm Mehl Typ 550
60g Rohrzucker oder normaler Zucker
80g Butter
260 g (320 g) Vollmilch für den Hauptteig
10 g Salz
100 g Vollmilch für Vorstufe
14 g frische Hefe
Abrieb einer halben Orangenschale
1,5 g Fenchel im Mörser zermahlen
Butter zum Einfetten des Topfes
Sahne zum Abglänzen des Laibes
120 g Rosinen
Vorstufe:
Hefe und Salz in der Milch auflösen und abgedeckt für 4 Stunden in den Kühlschrank stellen
120 g Rosinen für 4 Stunden in 320 g Milch einlegen. Die Rosinen nehmen in dieser Zeit im günstigsten Fall genau 60 g Milch auf, sodass die benötigte Restmenge von 260 g für den Hauptteig übrig bleibt. Andernfalls muss man noch etwas Milch zugeben.
Hauptteig:
Mehl, Orangenabrieb, Fenchel und Hefe-Salz-Lösung und Milch für den Hauptteig 5 Minuten langsam kneten, ohne Butter und Zucker. Dann 10 Minuten auf nächster Stufe mit dem Zucker. Dann noch weitere 5 Minuten mit Butter kneten. Diese stückchenweise zum Teig geben.
1-2 Minuten vor Knetende die Rosinen zugeben. Erst unmittelbar vor dem Einarbeiten in den Teig werden die Rosinen auf einem Küchenpapier gut trocken getupft, in ein Sieb gegeben, mit Mehl bestäubt und durchschüttelt um überschüssiges Mehl zu entfernen.
Stockgare:
11/2 Stunden bei 24°C, nach 45 Minuten 1-2 Mal dehnen und falten auf einer leicht bemehlten Fläche.
Stückgare:
Den Teig kräftig ausstoßen, rundwirken und in den gefetteten Topf mit Deckel geben. Ca. 11/2 Stunden bei 24°C, bis der Teig sich nahezu verdoppelt hat.
Die Teigoberfläche vor dem Einschießen in den Ofen mit Sahne bepinseln.
Backen:
Bei 220°C für 10 Minuten mit Deckel, danach weitere 45 -50 Minuten bei 180°C. Sofort wenn der Laib beginnt Farbe zu nehmen, bei mir nach ca. 30 Minuten, von Ober- und Unter- auf reine Unterhitze umstellen, damit die Kruste möglichst gleichmäßig braun wird.

Um nach dem Backen keine Dellen in der runden Oberseite zu bekommen, dem Pottweck einen tiefen Teller aufsetzen und erst dann aus dem Topf stürzen. Auf dem Rost unbedeckt abkühlen lassen.


) glaube ich, dass ich den Namen doch besser beibehalten sollte. Außerdem passt er einfach perfekt zu dem verunglückten Brot in meinem Avatar.