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No-Knead-Bread von Jim Lahey von der Sullivan Street Bakery

BeitragVerfasst: Mi 15. Dez 2010, 22:37
von el_marraksch
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Zutaten:
450 g Mehl Type 405
15 g frische Hefe
1 1/4 Teelöffel Salz
350 ml lauwarmes Wasser

In einer großen Schüssel Mehl, Hefe und Salz vermischen. Das lauwarme Wasser dazugießen und mit der Gabel leicht durchmischen, solange bis das Wasser aufgenommen ist. Das ist eine sehr "bazige" Angelegenheit, aber das war´s dann auch schon für´s erste. Mit einer Plastiktüte abdecken und das Ganze für mindestens 12, aber noch viel besser 18 Stunden an einen warmen Ort stellen ( habe es auch schon nach 8 Stunden verarbeitet , aber die 18 Stunden sind wirklich vieeeeeeeeeeel besser.)
Wenn dann viele Blasen auf der Teigoberfläche zu sehen sind, eine Arbeitsfläche gut mit Mehl bestreuen und den Teig mit einem Teigschaber aus der Schüssel auf das Mehl geben. Nicht erschrecken, die Masse verläuft fast! Die Oberfläche leicht bemehlen und mit Hilfe des Teigschabers und der Hand zwei Mal übereinander falten. Dann nehme ich ein passendes Stück Backpapier, bemehle es ziemlich stark und gebe den Teig mit Hilfe von zwei Teigschabern darauf. Dieses dann in das Gärkörbchen oder Sieb, oder passende Schüssel geben.
Ich hatte es beim ersten Versuch auf ein gut bemehltes Tuch gegeben aber das ist wirklich Stress dann, weil alles am Tuch hängen bleibt, obwohl es ganz stark bemehlt war. So kam ich auf die Idee mit dem Backpapier.
Die Oberfläche wieder bemehlen und für 2 - 3 Stunden gut abgedeckt mit einem Tuch gehen lassen. Der Teig verdoppelt sich fast.
Mindestens eine halbe Stunde, bevor das Brot gebacken werden soll, einen Aluguß- oder Keramiktopf in der entsprechenden Größe mit Deckel in den Backofen auf die zweite Schiene von unten stellen und auf 225 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen
Den heißen Topf aus dem Ofen nehmen (Vorsicht), auf ein leicht angewärmtes Kochfeld stellen, Deckel ab und den Teig mit dem Backpapier aus der Schüssel oder dem Gärkörbchen heben und einfach in den Topf legen. Deckel drauf und ab damit in den Ofen.
Nach 30 Minuten den Deckel abnehmen und jetzt nochmal knapp 20 Minuten backen.

Re: No-Knead-Bread von Jim Lahey von der Sullivan Street Bak

BeitragVerfasst: So 19. Dez 2010, 14:19
von Jodu
Nur nebenbei:
Die Methode im Topf funktioniert auch mit jedem anderen Brot das eigentlich frei geschoben werden sollte aber doch zu feucht ist. Habe beste Erfahrungen damit gemacht - nur es muss der "richtige" Topf sein.

Re: No-Knead-Bread von Jim Lahey von der Sullivan Street Bak

BeitragVerfasst: So 19. Dez 2010, 14:25
von BeatePr
Dieses Brot habe ich früher, ganz zu Anfang meines Brotbackens sehr oft gebacken und es wurde immer sehr gut.

Re: No-Knead-Bread von Jim Lahey von der Sullivan Street Bak

BeitragVerfasst: So 19. Dez 2010, 15:50
von el_marraksch
@jodu ja klar kann man das mit jedem Brot machen. Es geht auch im Bratschlauch nur ist dieses No-Knead zu lapprig das bekommt man nicht so einfach in den Bratschlauch.
@Beate ja ich finde es auch für den (gar keinen) Aufwand den man hat mit diesem Brot ist es doch ganz ordentlich.

Re: No-Knead-Bread von Jim Lahey von der Sullivan Street Bak

BeitragVerfasst: So 19. Dez 2010, 22:29
von Jodu
el_marraksch hat geschrieben:....zu lapprig das bekommt man nicht so einfach in den Bratschlauch.....


Ich habe es auch schon aus dem Gärkorb auf Backpapier gestürzt und dann langsam in den Topf sacken lassen - geht prima ohne Stress.

Re: No-Knead-Bread von Jim Lahey von der Sullivan Street Bak

BeitragVerfasst: Fr 31. Dez 2010, 19:25
von Trifolata
Hallo,
auch ich habe meine Brotbackkarriere damit begonnen und backe immer zwei Stück in zwei Creuset Töpfen. Da diese vorgeheizt werden sollen, besteht eine gewisse Verbrennungsgefahr. Ich habe allerdings bei jemandem gelesen, daß es keinen Unterschied macht, wenn man den Teig in den kalten Schmortopf bringt. Das will ich mit dem nächsten Ansatz mal versuchen

Re: No-Knead-Bread von Jim Lahey von der Sullivan Street Bak

BeitragVerfasst: Sa 1. Jan 2011, 10:28
von el_marraksch
Hallo,
Hilde das interessiert mich . Berichtest du dann bitte wie das geklappt hat. Ich könnte mir vorstellen das der Teig dann total breit läuft wenn der Topf kalt ist, aber probieren geht über studieren, deshalb warte ich deinen Bericht ab.

Re: No-Knead-Bread von Jim Lahey von der Sullivan Street Bak

BeitragVerfasst: Sa 1. Jan 2011, 12:15
von Jodu
Trifolata hat geschrieben:...Teig in den kalten Schmortopf bringt....


Hallo,
auf das Ergebnis bin ich als alter "Topfbäcker" auch gespannt :roll: .

Re: No-Knead-Bread von Jim Lahey von der Sullivan Street Bak

BeitragVerfasst: Fr 7. Jan 2011, 14:22
von Trifolata
Hallo,
ich habe euch nicht vergessen, aber war etwas faul beim Backen,-wir haben erst mal den Vorrat aus dem TK verbraucht, Ich werde den Versuch mit unterschiedlich beheizten Töpfen noch starten,-jetzt ist noch Rheinisches Schwarzbrot an der Reihe.( leider sind wir nur zwei Esser!)

Re: No-Knead-Bread von Jim Lahey von der Sullivan Street Bak

BeitragVerfasst: Fr 7. Jan 2011, 14:37
von el_marraksch
nur kein Stress Trifolada, das Problem kenne ich. Wir sind auch nur zu zweit. Wir können gar nicht so viel und schnell Essen wie ich backen könnte/möchte :lol:

Re: No-Knead-Bread von Jim Lahey von der Sullivan Street Bak

BeitragVerfasst: Fr 7. Jan 2011, 23:11
von Jodu
Habe heute gerade wieder mal den Topf (heiß) und Deckel (kalt) benutzt.
Ich könnte mir denken, das bei kaltem Topf das Brot drin kleben bleibt - hatte schon mal Probleme, als ich vor dem stürzen aus dem Gärkorb das Brot noch einmal angefeuchtet habe.
Da konnte nur eine Schnur helfen das Brot aus dem Topf zu bekommen.

Re: No-Knead-Bread von Jim Lahey von der Sullivan Street Bak

BeitragVerfasst: Sa 8. Jan 2011, 11:01
von el_marraksch
das könnte ich mir auch denken das das Brot hängen bleibt . Aber einfach mal abwarten wenn Trifolata ihren Versuch startet.Manchmal kommt es anders als man denkt. :D

Re: No-Knead-Bread von Jim Lahey von der Sullivan Street Bak

BeitragVerfasst: Sa 8. Jan 2011, 12:25
von calimera
Hallo Gabriele ;)
... das Problem kenne ich. Wir sind auch nur zu zweit. Wir können gar nicht so viel und schnell Essen wie ich backen könnte/möchte :lol:[/quote]

Das genau ist auch mein "Problem", wir sind auch nur zu Zweit.
und Einfrieren möchte ich auch nur in "Notfällen" das muss ja irgendwann auch gegessen werden... :iw

Re: No-Knead-Bread von Jim Lahey von der Sullivan Street Bak

BeitragVerfasst: Sa 8. Jan 2011, 14:02
von Trifolata
So, nun ist es gebacken!
Hier hatte ich das "Vorheizen oder nicht" gefunden: "Soupflower´s Blog".
Ich kann bestätigen, daß es in meinem Fall tatsächlich keinen Unterschied machte, außer daß sich das Brot aus dem vorgeheizten Topf besser herausnehmen ließ. Ich hätte den nicht geheizten Topf einfetten sollen! Das genaue Rezept habe ich noch nicht wiedergefunden, es war aber eigentlich das klassische. Das Besondere war, daß eine Standzeit im KS bis zu 14 Tagen angegeben war. Die habe ich auch gehabt, denn eigentlich habe ich den Teig für Pizza oder ähnliches angesetzt. Da sich das nicht ergab, mußte der Teig weiter. Das Brot schmeckt uns sehr gut, da es durch die lange Standzeit einen kräftigen Geschmack hat,-eigentlich wie Sauerteig-,es ist aber wirklich nur wenig Hefe drin. Das Mehl ist Weizen 1050. Die Gesamtmenge an Teig war für 2 Töpfe etwas gering, deshalb ist es recht flach aber ich wollte es ja unbedingt mit den 2 Töpfen ausprobieren. Es hätte vielleicht auch noch etwas länger gehen können.
vorgeheizter Topf Bild nicht vorgeheiztBild

Re: No-Knead-Bread von Jim Lahey von der Sullivan Street Bak

BeitragVerfasst: Sa 8. Jan 2011, 14:15
von Trifolata
Hallo,
ich habe eure zwischenzeitlichen Beiträge gerade erst gelesen: ihr habt vollkommen Recht mit dem Hängenbleiben. Ich habe das Brot in der Form auskühlen lassen und mit einer elastischen Palette ließ es sich dann herausholen. Das stärkere Breitlaufen habe ich nicht bemerken können, aber wie oben beschrieben, waren meinen Teigmengen eh etwas gering- und ich muß zugeben, daß meine Brote häufig etwas in Richtung Fladen gehen. Daran muß ich noch arbeiten. Aber der Teig ließ sich nach der langen Standzeit gut bearbeiten. Ich glaube, das werde ich öfter machen!

Re: No-Knead-Bread von Jim Lahey von der Sullivan Street Bak

BeitragVerfasst: So 17. Dez 2017, 02:11
von Lilli2
Das Original No-Knead Bread soll ja nur ein Mal gefaltet werden, von oben, unten, links, rechts.

https://www.youtube.com/watch?v=13Ah9ES2yTU

Was würde eine stärkere Teigbearbeitung bewirken? Z.B. wenn man den Faltvorgang mehrmals in gewissen Zeitabständen wiederholt? Käme dabei eine feinere oder gleichmäßigere Porung heraus? Oder eher das Gegenteil? Und in welchem Zeitabstand sollte man dann falten?
Und was passiert, wenn man nochmals richtig knetet? Einmal oder mehrmals?

Hat da schon jemand experimentiert?