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Heubrot für die Seele

BeitragVerfasst: Sa 16. Aug 2014, 21:01
von Fischeropoulos
SteMa zur Info: In den Rezeptindex eingetragen

Hallo,

nun möchte ich euch mal mein erstes Brot hier präsentieren. Dieses Rezept hat mich insbesondere wegen dem zu verwendeten Heu angesprochen.

Für das Brot benötigt man:

500 g Weizenmehl Typ 550
1/2 Würfe Hefe (20 g)
100 g Alpenwiesenheu, kein normales Heu, wegen der Kräuter.
1 EL Gerstenmalzextrakt
1 EL gemahlener Koriander
1 1/2 TL Salz
1 EL Butter
Mehl zu Arbeiten

Zubereitungszeit 30 Minuten, Gärzeit 6-7 Stunden, Backen 30 Minuten.

Man gibt das Mehl in eine Schüssel und drückt eine Mulde hinein. Dann die Hefe mit 300 ml Wasser vermischen und in die Mulde schütten, dann mit ein wenig Mehl vom Rand vermengen.
Ein wenig Heu, welches ihr im Heimtierbedarf bekommt, nehmen und zwischen den Händen verreiben, so das ihr ein wenig (2 EL) der abfallenden Kräuterblätter zur Verfügung habt. Die groben Halme bitte entfernen. Diese dann mit dem Koriander und dem Gerstenmalzextrakt sowie Salz vermischen und gut durchkneten. Dies alles zu einer Kugel formen und mit etwas Mehl bestreuen.
Zugedeckt möglichst 6-8 Stunden kühl stellen, optimal wäre ein Gemüsefach, bis der Teig das doppelte Volumen angenommen hat.

Nach dieser Zeit ein Backblech mit Heu eindecken. Arbeitsfläche mit reichlich Mehl bedecken, den Teig darauf stürzen und dann ohne zu viel zu drücken ein Rechteck formen. Dieses dann der Länge nach teilen und diese zwei Teile dann vorsichtig in dem Mehl wälzen. Die beiden Hälften anschließend auf das Heu legen und nochmals 30 Minuten bei Zimmertemperatur gehen lassen.

Backofen auf 210 Grad (190 Grad Umluft) vorheizen. Ich backe alles auf Ober/Unterhitze. Eine hitzefeste Schale mit Wasser unten in den Ofen stellen. Das Blech dann in die Mitte des Ofens einschieben und schwaden. Brote 20 Minuten backen. Nach dieser Zeit die bereits geschmolzene und mit 2 EL Wasser eingerührte Butter auf die beiden Brote streichen und nochmals 10 Minuten goldgelb backen.

Blech aus dem Ofen nehmen und die Brote umdrehen und abkühlen lassen. Eventuell anhaftendes Heu von den Broten abbürsten.

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Verkostung: Dieses Brot duftet wunderbar, es ist kaum zu beschreiben. Die Kruste war nicht zu fest und die Krume locker und saftig. Wir haben Camembert und Salat dazu gegessen.


Guten Appetit
Angelo

Re: Heubrot für die Seele

BeitragVerfasst: So 17. Aug 2014, 01:51
von Elena
Interessante Idee das mit dem Heu, aber ich bekomme von dem Zeug leider ne Schniefnase. Ist daher eher nichts für mich. ;-)

Ich habe vorhin eben in den Rezepten von ploetzblog.de ein wenig gestöbert und da ist mir witzigerweise, aufgrund deines Beitrags hier der Name eines Brotes aufgefallen, der deinem hier doch sehr ähnlich ist. Es ist das Heubrot nach Reinhardt Hess in einer von Lutz etwas abgewandelten Art. Ich habe mir gedacht, vielleicht interessiert dich das ja.

Re: Heubrot für die Seele

BeitragVerfasst: So 17. Aug 2014, 09:01
von Fischeropoulos
Stimmt, ist ähnlich. Das mit dem Rauch kann ich nicht bestätigen, ich hatte keine Dämpfe im Ofen und das Heu konnte ich auch gut entfernen.