Servus,
Ich habe gestern mal das
Charpentier von Dietmar ausprobiert.
Der Zeitplan hat mir nicht so richtig gepasst (15-18h Sauerteig, 3 1/4h Teigpflege, 12-15h Kühlschrank, 1,5-2h Formen und Backen), da muss man entweder mitten in der Nacht anfangen oder hat die Hauptarbeit am frühen Morgen und bäckt dann spätabends. Ich habe den Sauerteig mit mehr ASG am Morgen angesetzt und so die Reife auf gut 12h verkürzt, echte Arbeit dann am Abend, Backen am nächsten Vormittag um 1/2 12 Uhr beendet. Das ist ja nicht so kritisch weil ja Hefe drin ist. Ich vermute, man könnte das Rezept auch als Auffrischbrot missbrauchen, sofern das ASG nicht älter als 2-3 Tage ist.
Eigentlich hatte ich das Rezept ja ausgesucht, weil T80 vorhanden war, habe dann aber in der Hitze des Gefechts erst zum W1600 gegriffen, mitten im Schütten kam die Erleuchtung, dürfte schlussendlich ca 45% W1600 / 55% T80 gewesen sein. Ich habe daher vorsichtshalber etwas Wasser zurückbehalten, ich denke das wäre nicht notwendig gewesen.
Ansonsten sehr unspektakulär, das Falten ging gut, nach der kalten Gare (einfach in der Kühlbox mit vielen Kühlakkus), war der Teig deutlich gefestigt, und geformt wird ja nicht. Ich habe die 1,5 fache Menge gemacht, 1100g Teig wäre zu wenig für die Knetmaschine gewesen.
Ich würde das Rezept weiterempfehlen, Aufwand/Ertrag steht in einem sehr gutem Verhältnis und es ist gelingsicher.



lg Andreas
PS: Ein bisschen dazugelernt habe ich auch:

Selbst bei 30 Minuten Backdauer kann man Backpapier nicht mit Pergamentpapier ersetzen. Da durfte ich etwas länger mit der Pinzette das angebackene Papier vom Experimentbrot runterfutzeln.