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Fernsehsendung übers Backen

Wann und wo gibt es Sendungen rund um Backen

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Fernsehsendung übers Backen

Beitragvon IKE777 » Mo 26. Mär 2012, 21:51

Vielleicht habt ihr die Sendung gesehen - ich bin durch Zufall auf diese Aufzeichnung gestolpert und fand sie sehr interessant. Vielleicht ihr auch?
http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/p ... ot231.html
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Re: Fernsehsendung übers Backen

Beitragvon Greeny » Di 27. Mär 2012, 07:16

Moin moin

Vielleicht ist das ja der Grund warum das deutsche Brot das Brot ist was wirklich schmeckt.

Ich wäre dafür das Leben abzuschaffen, sämtliche Statistiken haben bewiesen das jedes Leben 100% zum Tod führt. :roll:
Die haben doch nicht alle Latten am Zaun.
Nur gut das wir unsere Brote und Brötchen selber backen. :mrgreen: Da kann sich die EU drehen und wenden wie sie will. Noch ein Grund mehr da dran zu bleiben. :cry

big_atsch big_atsch big_atsch

Erstaunlich finde ich Statistik recht. Fast 20% Selbstbäcker ist schon enorm oder?
Bis dann
Thomas


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Re: Fernsehsendung übers Backen

Beitragvon IKE777 » Di 27. Mär 2012, 07:28

Genau das waren meine Gedanken gestern: nur gut, dass ich unser Brot wieder selbst backe!
Ich fragte mich allerdings auch, ob in den Backmischungen, die z.B. Häussler, Adler Mühle oder andere Mühlen anbieten auch schon solche Dinge drin sind (die ja offensichtlich nicht deklariert werden müssen). Nächste Frage wäre, MÜSSEN sie die Frage danach richtig beantworten?
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Re: Fernsehsendung übers Backen

Beitragvon Greeny » Di 27. Mär 2012, 07:55

Moin moin

Habe ich da was übersehen?
Ich habe allerdings erstmal nur den Text gelesen. ;)
Wenn es da noch ein Video gibt dann schaue ich da später mal rein.
Normal sollte alles deklariert sein, nur manchmal so eigenartig das man nicht wirklich erkennt was sich dahinter verbirgt. :evil:
Bis dann
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Re: Fernsehsendung übers Backen

Beitragvon IKE777 » Di 27. Mär 2012, 09:05

Ja, Thomas, gerade durch den Filmbericht wird eigentlich klar, was da alles getrieben und/oder vertuscht wird. Was wir alles als "selbstgebacken" angeboten bekommen. Wenn du nämlich einen tiefgefrorenen Teigling in deinen Ofen schiebst, den du morgens in einem neutralen Kühlwagen angeliefert bekommst, dann ist das auch SELBSTGEBACKEN .ph
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Re: Fernsehsendung übers Backen

Beitragvon Greeny » Di 27. Mär 2012, 09:09

Moin moin

Einen Beitrag in dem das aufgedeckt wurde habe ich schon mal gesehen.
Ich schaue mir das nachher mal an, versprochen. ;)
Weiße neutrale LKW beliefern die Bäckereien und Backshops mit den Rohlingen richtig?

Bäcker, pahh die Backstube würde ich gern mal besichtigen. :roll:
Bis dann
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Re: Fernsehsendung übers Backen

Beitragvon Heike » Di 27. Mär 2012, 09:16

Bei aller Kritik an den Zusatzstoffen & Co. muss man trotz allem aber auch anmerken, dass es der Verbraucher in der Hand hätte, jeden Tag an der Ladentheke. Wie in dem Beitrag ja am Ende gesagt wurde, hat Bäcker Wilke (?), der tatsächlich noch alles per Hand und ohne Zusatzstoffe backt, zuletzt sein Geschäft aufgeben müssen. Warum wohl? Weil die Verbraucher offenbar seine handwerklich hergestellten - und mit Sicherheit schmackhafteren - Backwaren nicht abnehmen. Warum auch immer: Teuerer? Nicht jeden Tag der gleiche, monotone, dafür aber bekannte Geschmack?

Ich sehe die Hauptverantwortung für all das beim Verbraucher, aber der will sich ja möglichst wenig mit diesen Dingen konfrontieren, lässt sich lieber von Werbeversprechen gängeln und an der Nase herumführen. Sich ernsthaft Gedanken zu machen oder gar selbst tätig zu werden ist den meisten ja viel zu unbequem, zu lästig.

Hat sich vielleicht irgendetwas durch die jüngsten Antibiotikaskandale im Zusammenhang mit Fleisch ergeben? Da macht man doch lieber die Augen zu, denkt sich, dass das wohl alles nicht so schlimm ist und macht weiter wie bisher - wo kämen wir denn da hin, wenn wir alte Gewohnheiten in Frage stellen müssten?

Ändern kann man nur selbst etwas - andere werden das nicht für uns tun. Wer das aber glaubt, nämlich dass andere es tun, mag weiter träumen ....
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Re: Fernsehsendung übers Backen

Beitragvon Greeny » Di 27. Mär 2012, 11:13

Moin moin

Ja Heike, bis an einen bestimmten Punkt gebe ich Dir wohl recht.

Ich zweifle aber etwas an der Allmacht des Verbrauchers. Was will man noch machen als zum Bäcker gehen und nicht in Backshops, oder beim Discounter kaufen, wenn man vernünftiges Brot haben will?
Die beim Bäckerkäufer sind so gesehen die Idioten die einen deutlich höheren Preis für fast genau die gleiche Ware wie sie beim Discounter liegt bezahlen, einfach weil der Bäcker nicht selber bäckt sondern auch nur aufbäckt.
Das Handwerk muss aus meiner Sicht anfangen ehrliche Waren anzubieten dann kann der Verbraucher mithelfen, ohne Angebot kann der Verbraucher nichts machen. :ich weiß nichts
Ich würde mich als Bäcker in Grund und Boden schämen wenn ich meine Kunden so verarsche.
Der Verbraucher kommt relativ schnell dahinter wie der Hase läuft und kauft dann das günstigere Angebot beim Discounter, ist ja letzten Endes die gleiche Ware nur zu einem besseren Preis.

Wie dem auch sei, mir ist es momentan egal was die Bäcker und Backshops machen, ich kenne die Brote auf unserem Tisch beim Namen. :mrgreen:
Hoffentlich bleibt das noch seeeeeeeehr lange so. ;)
Bis dann
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Re: Fernsehsendung übers Backen

Beitragvon Heike » Di 27. Mär 2012, 11:40

Ich bin etwas anderer Meinung als Du, Thomas ... :)

Wenn Du den Filmbeitrag angeschaut hast, dann wurde schon klar, dass sich die meisten Verbraucher definitiv NICHT über das informieren, was sie kaufen und essen. Die meisten waren ja regelrecht entsetzt darüber, dass der Bäcker ihres Vertrauens nicht selbst bäckt. Hm - diese Information ist doch nun wirklich nicht vom Himmel gefallen....! An dieser Stelle frage ich mich immer, wo diese Menschen sich eigentlich informieren. Jeder hat doch Zugang zu solchen Informationen und dieses Thema (wie auch die anderen von mir angeschnittenen) sind nicht erst seit gestern auf dem Tisch.

Nicht zuletzt deshalb backe ich ja auch schon seit ca. 15 Jahren selbst, wobei ich das erst jetzt auf Vielfalt gerichtet perfektioniere.

Ich habe wirklich schon sehr oft die Erfahrung gemacht, dass die Leute einfach nichts davon wissen wollen und - schlimmer noch - dass sie dich ungläubig anschauen und dann lapidar mit einem "Aber es schmeckt doch" abwinken. Na, dann....
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Re: Fernsehsendung übers Backen

Beitragvon IKE777 » Di 27. Mär 2012, 12:20

"ABER ES SCHMECKT DOCH"

Genau da liegt m.E. nach auch der Hund begraben. Unser Geschmacksinn wurde doch total vergewaltigt mit all den Zusatzstoffen.
Ein Essen ohne Glutamat schmeckt doch den meisten Menschen gar nicht mehr!
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Re: Fernsehsendung übers Backen

Beitragvon Greeny » Di 27. Mär 2012, 14:01

Moin moin

Nee, Heike eben nicht. Ich gehe doch zum BÄCKER weil ich vom BÄCKER gebackenen Waren kaufen will. Oder?
Da muss ich doch nicht nachfragen müssen. Und ich gebe Dir Brief und Siegel wenn Du fragst dann wird einfach gesagt, klar haben wir das gebacken! Ja aufgebacken vielleicht. :roll:
Die wären doch schön doof wenn sie sagen würden, nee wir backen nicht selber das ist aufgebackenen Industrieware. Da drehst Du Dich auf dem Haken um und gehst.
Das würden wohl auch die meisten Verbraucher so machen.
Das hat was mit Vertrauen zu tun, und das wird schändlich missbraucht.
Ich weiß nicht wie man seinen Kunden so noch aufrecht in die Augen sehen kann. :kdw
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Re: Fernsehsendung übers Backen

Beitragvon Little Muffin » Di 27. Mär 2012, 14:13

Im Beitrag geht es auch genau darum, an einer Stelle geht die Journalistin mit dem Ausdruck von Fertigbackmischungen für Bäcker an die Ladentheken der Bäckereien und hakte nach. Allesamt "nein, wir backen ohne Zusatzstoffe, noch ganz uhrsprünglich"..."kann ich mal in die Zutatenliste sehen.."....oder "wir backen noch alles selbst"...."und das eine da mit der Banderole, schauen Sie mal hier ist doch genau dasselbe..." ..."achja...."..."Sie backen also mit Fertigbackmischungen"..."kann man so nicht sagen".peinlich berührtes dreinschauen.

"was würden Sie sagen, wenn Ihr Bäcker die Ware aus der Tiefkühltruhe nimmt und aufbäckt..."

Die Leute wollen es einfach nicht wissen. Nur der der sich wirklich damit beschäftigt und der kauft beim Bäcker nichts mehr. Wer heute noch glaubt, beim Bäcker bekommt er handwerklich, traditionell gebackene Ware, dem ist einfach nicht mehr zu helfen.
Nur Verrückte hier...Komm Einhorn wir gehen!

Liebe Grüße, Daniela
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Re: Fernsehsendung übers Backen

Beitragvon Heike » Di 27. Mär 2012, 14:28

Greeny hat geschrieben:Nee, Heike eben nicht. Ich gehe doch zum BÄCKER weil ich vom BÄCKER gebackenen Waren kaufen will. Oder?
Da muss ich doch nicht nachfragen müssen. [...] Das hat was mit Vertrauen zu tun, und das wird schändlich missbraucht.
Ich weiß nicht wie man seinen Kunden so noch aufrecht in die Augen sehen kann. :kdw


Da gebe ich Dir Recht, Thomas, nur - ich wiederhole mich - die Information, dass die meisten Bäcker tagein, tagaus von BÄKO & Co. mit Backmischungen und sog. Backhilfsmitteln beliefert werden, die zumindest diskutabel sind, dass bei vielen Bäckern die Teiglinge halbgebacken angeliefert werden, Entschuldigung, aber das ist doch schon seit Jahren, wenn nicht seit Jahrzehnten bekannt. Wer da nach wie vor "vertrauensselig" zum Bäcker läuft in der Erwartung, dass dieser mit alldem rein gar nichts zu tun hat, ist, gelinde gesagt, naiv.

Aber das ist nicht nur beim Bäcker so ... beinahe jeder Bereich, der mit der Lebensmittelproduktion zu tun hat, funktioniert nach diesem System: billige Produktion um jeden Preis, und mit "Preis" ist hier gemeint, dass es bei der industriellen Produktion vollkommen egal ist, wer oder was dabei auf der Strecke bleibt, Mensch, Tier oder Umwelt, nur machen sich die wenigsten Verbraucher darüber Gedanken - leider.

Dass all das nicht in Ordnung ist, darüber müssen wir nicht diskutieren, aber ich bin nach wie vor der Ansicht, dass es der Verbraucher durch interessiertes und insistierendes Nachfragen in der Hand hätte, etwas zu ändern. Wenn er die minderwertigen Produkte einfach nicht kauft, muss der Anbieter sich anpassen - so einfach ist das. Das Angebot richtet sich bekanntlich nach der Nachfrage, oder nicht?
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Re: Fernsehsendung übers Backen

Beitragvon Lenta » Di 27. Mär 2012, 15:07

Bin ja im Prinzip eurer Meinung, will nur mal versuchen das aus der Sicht des Bäckers zu sehen.
Klar brauchen die eine gewisse "Sicherheit" oder "Garantie". Sie müssen ja täglich gute Waren in den Laden bringen, da kann man es sich einfach nicht leisten eine ganze Ladung Brötchen in den Sand zu setzen. Wie gesagt, ich bin auch gegen solche Mittelchen, vor allem wenn sie nicht mal deklariert sind.
Wenn ich in Deutschland bin finde ich immer 2-3 Bäckereien die Bioware verarbeiten, wo ganz genau dran steht aus was für Zutaten die Backwaren bestehen und auch die Verkäuferinnen wissen immer ganz genau wie was hergestellt wurde.
Ich kenne einen Bäcker, der in einer großen Einrichtung für behinderte Menschen arbeitete.
Die bekamen das Mehl aus einer nahen Mühle in Säcken angeliefert und auch zum Teil schon fertig gemischt, sprich für Mischbrote eben schon Roggen- und Weizenmehl in richtigen Anteilen zusammengemischt. Mehr nicht. Das er dann eine Maschine hatte, die die Brötchen in Form brachte finde ich angesichts der Menge die er täglich herstellen musste irgendwo auch verständlich........

Also gaaanz so furchtbar steht es meiner Meinung nach nicht um das Bäckerhandwerk ;) Man muss halt nur genau schauen.
Aber das machen wir beim Fleisch und beim Gemüse und Obst ja auch, oder? :)
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Re: Fernsehsendung übers Backen

Beitragvon UlrikeM » Di 27. Mär 2012, 16:55

Ja,Lenta, wenn man genau schaut. Aber man muss immer weiter schauen, bis man fündig wird.

Ich lebe in einer Stadt mit 40 000 Einwohnern und der letzte Bäcker, der einigermaßen handwerklich arbeitete, hat im vorigen Sommer dicht gemacht. (Er hatte neben dem eigenen Sortiment einige Backmischungen, die auch mit einer Banderole kenntlich gemacht waren.) Bei einigen Brötchen hat er Dawe verwendet, da wette ich drauf, bei anderen wahrscheinlich nicht.
Nun haben wir nur noch Großbäcker wie Eifler &Co. Einzige Ausnahme ist ein Brotstand zweimal die Woche auf dem Markt, ein Biobäcker (auch Großbäcker, beliefert fast alle Bioläden im Raum südliches Rhein-Main-Gebiet), bei dem ich schon 25 Jahre kaufe, wenn ich nicht selbst backe. Der verbackt ausschließlich Demetermehl aus eigener Mühle.

Schuld an der Misere ist meiner Meinung nach der Verbraucher, der es erstens gar nicht wissen will, was er da isst, wenn er im Backshop oder bei Aldi einkauft. Und zweitens will er zu jeder Tageszeit ein Großsortiment, auch noch kurz vor Ladenschluss.
Als vor zwei Jahren der letzte Bäcker dicht machte, der ausschließlich selbst gebacken hat, mit allen Konsequenzen, wie überschaubares Sortiment, sechs, sieben Sorten Brötchen,auch bei Kuchen, Sauerteigbrot erst ab dem späten Vormittag etc., hab ich beim Gemüsehändler nebenan gejammert, dass ich die Milchbrötchen und die Blechhefekuchen vermissen werde, sagte der: Was wollen Sie denn, ich bin da eh nicht mehr hin. Immer diese paar Obstkuchen und Stückchen und beim Brot und Brötchen nur so wenig Sorten, seit der Eigler nebenam ist, geh ich eh nur noch zu dem :?
Und wenn ich mich im CK umgucke, wo sich ja mittlerweile auch nicht mehr so viele "ambitionierte Hobbyköche" tummeln, dann lese ich immer wieder zornige Kommentare über unverschämt teures Brot vom Bäcker, und dass man das im Aldi viel billiger bekommt. Wie soll da ein handwerklicher Bäcker, der von seinem Brot leben will, gegen an stinken.
Und wenn einer auf die Zusatzstoffe anspricht, heißt es immer...ich lebe doch noch..mir hat´s bisher nicht geschadet...was anderes kann ich mir nicht leisten. Dass drei Tüten Chips so viel kosten wie ein Brot. solltest du dann besser nicht schreiben :lala Manchmal denke ich, geschieht ihnen recht, sie wollen ja verschaukelt werden.
Trotzdem bin ich der Meinung, dass eine volle Deklaration unbedingt nötig wäre, schon allein, damit man das Geschreie beim nächsten Skandal abwürgen kann und keiner sagen kann, er habe von nichts gewusst.

Tatsächlich ist mir aber klar, dass sich die Bäcker nicht so verhalten, weil sie ihre Kunden beschei..en wollen, sondern auch aus reiner Not. Wer will schon nach 20, 30 Jahren Bäckerei seine Bude zumachen, einem arbeitsloser Bäcker gibt auch nicht so einfach jemand einen Job.

Ändern könnte sich nur durch eine knallharte Deklaration etwas, etwas.... Die hardcore Käufer interessiert das eh nicht, was sie essen, die Bewussten kaufen fahren schon jetzt Kilometer, um an anständiges Brot zu kommen oder backen selbst...wir :xm , aber die Grauzone, die es nicht so genau wissen will, die könnte mit ihrem Verhalten schon was ändern. Wenn die ihr Kaufverhalten überdenken und das Plastikbrot wenigstens öfter liegen lassen würden, dann müsste auch die Back-Industrie reagieren und die handwerklichen Bäcker hätten eine Chance.
Aber Frau Aigner freut sich ja, wenn sie aus dem Urlaub kommt auf deutsches Brot :?

Lieben Gruß Ulrike
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Re: Fernsehsendung übers Backen

Beitragvon Lenta » Di 27. Mär 2012, 17:45

Ich sehe schon, im Großen und Ganzen sind wir uns einig.

Wenn ich jetzt Bäcker wäre mit einem eigenen Geschäft und damit mich und meine Familie ernähren müsste und mit Liebe und Herzblut backe und die Kunden beschweren sich tagaus tagein, "Brötchen sind aber nicht sehr groß", "viel Auswahl haben Sie aber nicht" usw.
Wenn man da nicht gerade Wolfgang Suepke heißt kann ich zumindest nachvollziehen das da der ein oder andere aufgibt und sagt, dann sollen sie halt bekommen was sie wollen und ich erleichtere mir das arbeiten.
Liebe Grüße, Lenta
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Re: Fernsehsendung übers Backen

Beitragvon Heike » Di 27. Mär 2012, 18:19

Hallo Ulrike und Lenta,

ja, genau DAS habe ich gemeint. Irgendwie ist es der Verbraucher "selbst schuld", bzw. wenn er sich nur ein ganz klein wenig dafür interessieren würde, woher die Lebensmittel kommen, die er isst, wie man sie herstellt und dass es bei handwerklicher Herstellung naturgemäß zu Schwankungen kommen muss, dass es dabei nun mal keinen immer wieder reproduzierbaren Einheitsgeschmack geben kann, dann hätten auch ehrliche und ambitionierte Handwerker eine Chance.
Wenn "wir" sie ihnen aber nicht geben ... dann müssen wir uns eben mit dem Mist begnügen, der dann noch übrig bleibt. Auch das scheint mir eine Konsequenz der unsäglichen "Geiz-ist-G..."-Mentalität zu sein.

Geschieht uns das recht? Ja!

Und solange das so ist, backe ich selbst .... und so manches andere ;)
Zuletzt geändert von Heike am Mi 28. Mär 2012, 06:55, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Fernsehsendung übers Backen

Beitragvon babsie » Mi 28. Mär 2012, 06:08

heute - 20.15 Uhr, SWF "Die Spur der Teiglinge", da wird's erklärt
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Re: Fernsehsendung übers Backen

Beitragvon Tosca » Mi 28. Mär 2012, 10:21

Hallo ihr Lieben,
die Sendung habe ich mir angesehen und kann mich euren Meinungen im Wesentlichen voll und ganz anschließen. Etwas ändern kann man nur, wenn man sein eigenes Kaufverhalten ändert.
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Re: Fernsehsendung übers Backen

Beitragvon Greeny » Do 29. Mär 2012, 06:25

Moin moin

Klar sind wir uns einig, deshalb backen wir unsere Brote und Brötchen ja auch selber.
Und das der Verbraucher mit seinem Kaufverhalten das Angebot massgeblich bestimmen kann ist auch richtig.
Nur kann der Verbraucher nur das kaufen was auch angeboten wird.
Die beiden bei uns ansässigen "Bäckereien" haben den Namen nicht verdient.
Und schon bin ich als Verbraucher der gearschte, die nächste gescheite Bäckerei ist über 20 km entfernt, wer soll da hinfahren wegen 5 Frühstücksbrötchen?
Leider hat der Bäcker bei uns in der Stadt keine Filiale. :ich weiß nichts

Wie gesagt wir hier im Forum haben ja unsere Konsequenz gezogen, deutlicher kann man seinen Unmut nicht kundtun. :top
Bis dann
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