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Mehl-Aufbewahrung und Lagerfrist

Fragen zu Typen- und Vollkornmehlen,
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Mehl-Aufbewahrung und Lagerfrist

Beitragvon LieLi » Mi 18. Mär 2020, 09:25

Hallo ihr Lieben,
Ich mal wieder mit einer Anfängerfrage...

Aktuell nehme ich einfach irgendwelche 1kg Packungen Biomehl mit, wenn ich sowieso beim Einkaufen bin. Möglichst einigermaßen regional und Demeter, aber je nach Laden auch Bioland oä. Oder aktuell auch gar nichts! :kdw

Jetzt habe ich schon öfter gelesen, dass Mehle aus dem Supermarkt schlechtere Backeigenschaften haben als Mehle von bestimmten Mühlen (Drax-Mühle oä.). An sich finde ich es auch schön, wenn man so kleinere Mühlen unterstützen kann. In kurzer Abholnähe gibt es hier aber leider nichts, sodass ich bestellen müsste oder alle paar Monate zur Drax-Mühle fahren könnte.
Allerdings bin ich aus Nachhaltigkeitsgründen kein Fan davon, mir permanent Päckchen mit bisschen Mehl zuschicken zu lassen oder mit dem Auto deshalb weite Strecken zu fahren.

Daher meine Frage:
Wie müsste ich Mehl aufbewahren, dass es z.B. mehrere Monate hält? Möglichst gut verschlossen ist klar, aber wie sieht es mit Temperatur und Licht aus?
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Re: Mehl-Aufbewahrung und Lagerfrist

Beitragvon _xmas » Mi 18. Mär 2020, 09:55

Alle sagten: das geht nicht.
Dann kam einer, der wusste das nicht, und hat´s einfach gemacht.
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Re: Mehl-Aufbewahrung und Lagerfrist

Beitragvon Theresa » Mi 18. Mär 2020, 11:20

Die Nachaltigkeitsgründe kann ich gut verstehen, aber ich bestelle regelmäßig bei der Drax Mühle, schon deshalb weil ich jwd wohne und in angemessener Entfernung nicht das kaufen kann, was ich benötige. Das Mehl kaufe ich in 12,5kg Paketen warte jeweils so lange bis mein Paket voll wird (25 kg gesamt). Dafür fahre ich nicht in Urlaub und nur alle 14 Tage zum Einkaufen in den nächstgelegenen Ort, meine Fahrleistung beträgt ca. 1000 km/Jahr. :mrgreen:

Für die Aufbewahrung habe ich 25 l Kunststoffeimer mit fest schließendem Deckel, das klappt wunderbar.
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Re: Mehl-Aufbewahrung und Lagerfrist

Beitragvon _xmas » Mi 18. Mär 2020, 12:06

Bei mir gibt es einen großen Schrank für Mehl und Getreide, der im ungeheizten Zwischenflur steht. Kleinere Mengen für den aktuellen Verbrauch befinden dicht verschlossen in den Küchenschubladen. Meine Küche wird - auch im Winter - nicht beheizt. :xm Das übernimmt der häufig aktive Backofen. :lol:
Die letzten zwei Mehllieferungen stehen noch verpackt im Eingangsflur und müssen verstaut werden. Mehlreste werden für Mischbrote in einen extra Behälter gepackt (Zusammensetzung notiert), die freigewordenen ordentlich gesäubert und neu befüllt. Zettelchen mit MHD wird auf die Deckel geklebt.

Bild
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Re: Mehl-Aufbewahrung und Lagerfrist

Beitragvon Mikado » Mi 18. Mär 2020, 12:49

_xmas hat geschrieben:Bei mir gibt es einen großen Schrank für Mehl und Getreide...

Sind das Emsa Clip&Close Boxen? Die benutze ich auch.
Beste Grüße
Mika

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Re: Mehl-Aufbewahrung und Lagerfrist

Beitragvon LieLi » Mi 18. Mär 2020, 13:16

Lieben Dank für die Antworten!

Problematisch ist hier, dass ich in keinem Raum tagsüber dauerhaft unter 22 Grad komme, da über, unter und neben uns sehr heizfreudige ältere Herrschaften wohnen.
Im Sommer wird es selbst auf der Nordseite häufiger um die 25 Grad.

Unser Keller ist ebenfalls sehr warm, da die Warmwasser-Rohre direkt durch unser Kellerabteil laufen. Die sind zwar isoliert, aber es ist trotzdem recht warm. Kartoffeln oder Zwiebeln kann ich dort nicht länger lagern.

Kommt das Mehl mit den wärmeren Temperaturen zurecht (evtl. mit reduzierter Haltbarkeit) oder kann ich das komplett vergessen?
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Re: Mehl-Aufbewahrung und Lagerfrist

Beitragvon _xmas » Mi 18. Mär 2020, 14:30

Ja Mika, Clip&Close. Ich habe für die großen (5kg Fassungsvermögen), etwa 10 € p. Stck., einen unschlagbaren Preis bekommen, so dass ich gleich einige gekauft habe, dann ein paar noch hinterher, bis alles Mehl einen sicheren Platz hatte. In anderen Größen setze ich diese Behälter auch in der Küche ein, für Backmittel wie Aromamalz, Trockenhefe, Reismehl, EVA, Altbrot u.v.m.
Die verfressenen Motten können mich mal. :lol:

@LieLi, bei Temperaturen über 20° solltest du die Mehlmenge überschaubar halten. Höhere Temperaturen sind nicht so gut bei vollwertigen Mehlen, denn da verdirbt die Randschicht des Getreides. (Aber auch nicht von heute auf morgen.)
Wichtig ist zudem eine dunkle und verschlossene Aufbewahrung. Übrigens: mit richtig dichtschließenden Behältern, s.o., kommen keine eingekauften Viecher raus und keine zugewanderten rein.

Erst wer weiß, wie eine Mottenplage dem Getreide und der eigenen Psyche zusetzt, lernt die richtige Unterbringung zu schätzen. :lol:
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Re: Mehl-Aufbewahrung und Lagerfrist

Beitragvon LieLi » Mi 18. Mär 2020, 14:49

Ich messe nachher mal im Keller - vielleicht ist’s doch kühler als geschätzt.

Wir haben eh alles in Dosen verpackt, da wir möglichst viel unverpackt kaufen und entsprechend direkt im Laden abfüllen.

So sieht bei uns im Vorratsschrank aus:Bild

Das Mehl würde ich von großen, luftdichten Kisten in die Behälter umfüllen, die ich aktuell auch nutzte.
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Re: Mehl-Aufbewahrung und Lagerfrist

Beitragvon LieLi » Mi 18. Mär 2020, 19:37

Sooo, im Keller am Boden hat es 17 Grad. Je höher und näher an die Warmwasser-Rohre man kommt, desto wärmer wird es. Dann dürfen die Behälter also ganz unten in die Regale, aber so müsste es dann passen.

Jetzt ist nur die Frage, welche Mehlsorten am sinnvollsten sind. Dinkel mögen wir nicht so wahnsinnig gerne, deswegen fällt der schon mal raus.
Roggen hätte ich jetzt spontan als 997 und 1370 genommen, Weizen als 550 und 1050. Dazu jeweils noch Vollkorn. Damit müsste ich doch ziemlich viel abdecken bzw. grob mischen können.

Kann das so passen oder übersehe ich etwas?
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Re: Mehl-Aufbewahrung und Lagerfrist

Beitragvon moeppi » Mi 18. Mär 2020, 19:42

LieLi hat geschrieben:Roggen hätte ich jetzt spontan als 997 und 1370 genommen, Weizen als 550 und 1050. Dazu jeweils noch Vollkorn. Damit müsste ich doch ziemlich viel abdecken bzw. grob mischen können.
Kann das so passen oder übersehe ich etwas?

Habe ich auch genauso, nur kein Roggen 1370. Der Unterschied zu Vollkorn ist ja nicht gravierend.
LG Birgit
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Re: Mehl-Aufbewahrung und Lagerfrist

Beitragvon LieLi » Mi 18. Mär 2020, 20:28

Super! Danke!

15 Liter Boxen müssten für 10kg Mehl ja reichen, oder?
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Re: Mehl-Aufbewahrung und Lagerfrist

Beitragvon heimbaecker » Mi 18. Mär 2020, 23:06

ich nutze die rechteckigen Eimer von Auer Packaging, ich finde sie haben ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis. für 5 kg Mehl reichen die 10,3 l Eimer, für 2,5 kg die 5,6 l Eimer.
Viele Grüße
Christoph


http://www.heimbaecker.de
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Re: Mehl-Aufbewahrung und Lagerfrist

Beitragvon LieLi » Mi 18. Mär 2020, 23:36

Die habe ich auch ins Auge gefasst. Allerdings für 10kg Mehl, damit ich nicht so häufig bestellen muss. 17l oder so sind das dann. Und oben passen knapp 2kg in die Boxen. Müsste also ausreichend sein...
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Re: Mehl-Aufbewahrung und Lagerfrist

Beitragvon miebe » So 29. Mär 2020, 10:19

Hallo,
oft liest man ja auch, dass bei der Teigzubereitung alle Zutaten (außer das Schüttwasser) mindestens Raumtemperatur haben sollen.
Wie geht Ihr aber damit um, wenn das Mehl kühl gelagert wird?
- 2 Lager, 1x kühl, 1x kleines in der warmen Küche?
oder
- Mehl am Tag vorher in die Küche zum Temperatur-nehmen?

LG Hans
Etwas natürliches und historisches auf Schienen,
die Preßnitztalbahn.
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Re: Mehl-Aufbewahrung und Lagerfrist

Beitragvon UlliD » So 29. Mär 2020, 10:26

miebe hat geschrieben:- Mehl am Tag vorher in die Küche zum Temperatur-nehmen?

LG Hans

Das passt schon, kannsde so machen :top
Liebe Grüße vom Ulli aus Forst
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