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Bio-Hefe oder doch konventionelle Hefe

Fragen zu Typen- und Vollkornmehlen,
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Bio-Hefe oder doch konventionelle Hefe

Beitragvon Ula » Mo 27. Dez 2010, 13:17

Sooo, dieses Thema hatten wir ja irgendwo mal. Treibt Bio-Hefe nicht so stark wie konventionelle Hefe? Ich backe seit Jahren nur noch mit Bio-Hefe und konnte mich über die Triebkraft nicht beschweren. Nun hatte ich vor Weihnachten keine Bio-Hefe bekommen und nahm notgedrungen die normale Hefe. :x

Jetzt ist es amtlich: Die konventionelle Hefe treibt tatsächlich viel mehr als Bio-Hefe. Letzte Woche hatte ich Frühstückshörnchen gebacken. Sie wurden ziemlich voluminös. Das kannte ich so gar nicht. :n Ich dachte es wäre Zufall.

Gerade backe ich ein Roggen-Mischbrot. Ich backe es regelmässig. Habe es für 1 Stunde auf Gare gestellt, weil 1 Stunde war immer richtig. Gerade dachte ich, ich traue meinen Augen nicht: :shock: Das Brot hatte ein Volumen angenommen, das ich so nicht kannte. Wow, sieht das Brot gut aus. :t

Noch ein Indiz: Hefe darf nicht schmieren und nicht riechen. Meine Biohefe war immer schmierig und roch auch immer unangenehm, obwohl sie frisch war. Die konventionelle Hefe riecht nicht und ist schön bröckelig. 8-)

Das heisst für mich: Ich darf und will nicht mehr mit Bio-Hefe backen. :cry: Schade, ich bin doch ein Bio-Typ. :iw

Sorry, für den langen Bericht, es ginge sicherlich auch kürzer. :oops: Aber als Frau geht kurz gar nicht, oder? :roll:
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Re: Bio-Hefe oder doch konventionelle Hefe

Beitragvon Peter » Mo 27. Dez 2010, 14:09

Ich hatte leider über die Feiertage auch schlechte Erfahrung mit Bio-Hefe gemacht. Ich hatte sie eingefroren für Notfälle. Weihnachten war so ein "Notfall" ich wollte eigentlich Quarkbrötchen backen, hatte aber den Quark nicht gekauft. Daraufhin hab ich Milchbrötchen backen wollen ... neben ein paar anderen Fehlern ging auch die Hefe überhaupt nicht. Hab dann anschliessend (hätte ich besser vorher machen sollen) getestet, ob die HEfe noch Triebkraft hat (mit warmem Wasser und Zucker) ... aber da bewegte sich gar nichts mehr ...

LG
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Re: Bio-Hefe oder doch konventionelle Hefe

Beitragvon Greeny » Mo 27. Dez 2010, 16:23

Moin moin

Für mich stellt sich die Frage wo liegt der Unterschied zwischen den Hefen.
Bis dann
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Re: Bio-Hefe oder doch konventionelle Hefe

Beitragvon alex7 » Mo 27. Dez 2010, 17:06

Hallo :)
Heidi hatte mir mal diesen Link gepostet, als ich mich über verschiedene Hefemengen in meinem alten Brotbuch und hier im Forum gewundert habe.
Vielleicht ist die heutige Bio-Hefe ähnlich der "alten" Hefe, die sie erwähnt. Könnt ich mir gut vorstellen.
Liebe Grüße
Alex

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Re: Bio-Hefe oder doch konventionelle Hefe

Beitragvon Gast » Mo 27. Dez 2010, 17:59

Hier etwas über Bio-Hefe.
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Re: Bio-Hefe oder doch konventionelle Hefe

Beitragvon Jodu » Mo 27. Dez 2010, 18:28

Für mich stellt sich diese Frage anders:

Bio-Hefe oder keine? (notfalls habe ich trockene Biohefe in Reserve) Wenn man die Möglichkeit hat, dann sollte es einem 40 Cent mehr wert sein sein Brot mit bestem Gewissen zu essen. Sonst kann man es ohnehin gleich beim Bäcker kaufen oder Mehle mit Zusätzen verbacken.

Habe durchweg nur gute Erfahrung mit "Bioreal" gemacht - bei langer Gehzeit ebenso genial wie auf die Schnelle.
Viele Grüße
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"Altes Brot ist nicht hart, kein selbst gebackenes Brot zu haben, dass ist hart."
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Re: Bio-Hefe oder doch konventionelle Hefe

Beitragvon Greeny » Mo 27. Dez 2010, 18:42

Moin moin

Und wo könnte man die kaufen wenn man das wollte? Nur im Naturkostladen, dann wird es sehr schwer, oder gibt es die auch bei einer größeren Handelskette?

@Judo
Übertreibst Du nicht vielleicht ein bisschen.
Bis dann
Thomas


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Re: Bio-Hefe oder doch konventionelle Hefe

Beitragvon thorsten » Mo 27. Dez 2010, 18:51

zur info, ich hatte schon mal diesen Linbk gepostet:
http://www.bioreal.ch/pdf/Fachartikel.pdf
Ìn HH gibt es die ünrigens bei Budni
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Re: Bio-Hefe oder doch konventionelle Hefe

Beitragvon Lenta » Mo 27. Dez 2010, 19:02

Hallo Ula,

die unterschiedliche Konsistenz der Bio-Hefe gegenüber der konventionellen Hefe ist mir auch schon aufgefallen, auch war die Bio-Hefe, die ich mal probierte sehr dunkel. Gefiel mir irgendwie nicht.

Jodu, um den Preis gings ja gar nicht, bis du davon angefangen hast ;)
Liebe Grüße, Lenta
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Re: Bio-Hefe oder doch konventionelle Hefe

Beitragvon Gast » Mo 27. Dez 2010, 19:15

Hallo thorsten,
Budni (Budnikowski) kennen, so glaube ich, nur die Hamburger. Bin zwar keiner, hatte aber da oben viel zu tun. big_give5
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Re: Bio-Hefe oder doch konventionelle Hefe

Beitragvon ixi » Mo 27. Dez 2010, 19:48

Ula hat geschrieben:Schade, ich bin doch ein Bio-Typ. :iw

@ Ula

Bin ich auch - und daher bin ich dir für deinen Bericht sehr dankbar!
Ich habe in einem anderen Forum einen Thread verfolgt, da meinten sie: Entweder bei Verwendung von Biohefe etwa das 1,3fache der normalen Hefe verwenden oder den Teigling länger im Gärkörbchen lassen.

Liebe Grüße

ixi
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Re: Bio-Hefe oder doch konventionelle Hefe

Beitragvon Allegro » Mo 27. Dez 2010, 20:18

Hallo,
also ich bin auch Bio-Fan und verwende seit Jahren (nachdem ich mal gelesen hatte, wie konventionelle Hefe hergestellt wird) nur noch Bio-Hefe.
Daher habe ich leider keinen Vergleich, was die Triebkraft angeht.
Allerdings "springt" die Hefe nicht so schnell "an", wie das in vielen Rezepten zu lesen ist; aber das stört mich nicht.
Und für meinen persönlichen Geschmack riecht und schmeckt die Bio-Hefe sogar wesentlich besser als konventionel hergestellte, deren strengen Geruch und Geschmack ich überhaupt nicht mag.
Ich verwende auch nicht mehr als die im Rezept angegebene Hefemenge und das auch bei sehr geringen Hefemengen und langer Teigführung oder Vorteig. Und das übrigens mit ausgezeichneten Ergebnissen.

Viele Grüße - Allegro
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Re: Bio-Hefe oder doch konventionelle Hefe

Beitragvon thorsten » Mo 27. Dez 2010, 20:37

Ich vermute mal es kommt darauf an die spezeillen Eigenschafter der Hefe zu kennen und sie sich dann zunutze zu machen. Jede Hefe ist ja anders, je nach dem was das Zuchtziel war.
Ich bin auf diesen interssanten Hinweis gestoßen:
Die Hefe aus Potsdam, die Sie ansprechen, ist in Potsdam entwickelt worden, hergestellt wird sie von den „Deutschen Hefewerken“. Es handelt sich um den Stamm einer Weinhefe. Sie bringt viel Aroma und ermöglicht dem Bäcker die Vorteige lange stehen zu lassen ohne dass sie „abfressen“ Während eine Bäckerhefe auf „Ofentrieb“ gezüchtet wird, wird diese „Aromahefe“ auf Bildung von Aromastoffen gezüchtet.

http://baeckersuepke.wordpress.com/2008 ... en-rezept/

das betrift zwar hier nicht die Bio-Hefe. Es könnte aber sein das es hier ähnlich ist ?
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Re: Bio-Hefe oder doch konventionelle Hefe

Beitragvon Ula » Mo 27. Dez 2010, 20:40

ixi hat geschrieben:
Ula hat geschrieben:Schade, ich bin doch ein Bio-Typ. :iw

@ Ula

Bin ich auch - und daher bin ich dir für deinen Bericht sehr dankbar!
Ich habe in einem anderen Forum einen Thread verfolgt, da meinten sie: Entweder bei Verwendung von Biohefe etwa das 1,3fache der normalen Hefe verwenden oder den Teigling länger im Gärkörbchen lassen.

Liebe Grüße

ixi


Ixi, okay, das mit der 1,3fachen Menge könnte ich ausprobieren. Ansonsten hatte ich immer lange Gehzeite. Was mich jetzt stutzig macht, ist dieser üble Geruch der Biohefe. :ko Und das ist keine Ausnahme, sondern sie roch immer so übel. Auch von anderen Herstellern. Auch dieses Schmierige der Hefe darf eigentlich nicht sein. :n
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Re: Bio-Hefe oder doch konventionelle Hefe

Beitragvon ixi » Mo 27. Dez 2010, 20:58

@ Ula

Ich habe keinen besonders guten Geruchsinn - mir ist da noch nichts aufgefallen.
Was die Schmierigkeit betrifft: So arg habe ich sie nicht empfunden, sie hat mich nicht gestört.

Ich habe in letzter Zeit mit normaler Hefe gebacken, werde aber irgendwann wieder mit Bio-Hefe eine Probe machen. Deine Erlebnisse mit normaler Hefe haben mir allerdings schon zu denken gegeben.

Gruß, ixi
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Re: Bio-Hefe oder doch konventionelle Hefe

Beitragvon Lenta » Mo 27. Dez 2010, 22:03

Also Ula und ich müssen die gleich Hefe erwischt haben, genauso ging es mir mit meiner Bio-Hefe auch.

Allegro, wir denn Bio-Hefe anders hergestellt?
Liebe Grüße, Lenta
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Re: Bio-Hefe oder doch konventionelle Hefe

Beitragvon Allegro » Mo 27. Dez 2010, 22:24

@ Lenta,

angeblich ja. Guck mal in den Link, den Ketex auf S. 1 hier in diesem Thread gesetzt hat.

Liebe Grüße - Allegro

P.S. meine Biohefe war noch nie schmierig oder übelriechend ... sehr merkwürdig, diese gegensätzlichen Erfahrungen ... *grübel*
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Re: Bio-Hefe oder doch konventionelle Hefe

Beitragvon Lenta » Mo 27. Dez 2010, 22:39

Jetzt habe ich mir den link durchgelesen, allegro.
Erinnere mich leider nicht mehr, welche Marke ich damals hatte, erinnere mich nur an ein knallgelbes Papierchen, in das die Hefe gewickelt war.
Müsste man einfach nochmal probieren, denke ich.
Schaue das nächste Mal, wenn ich im Bio-Laden bin.
Liebe Grüße, Lenta
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Re: Bio-Hefe oder doch konventionelle Hefe

Beitragvon Allegro » Mo 27. Dez 2010, 22:53

Hier hab ich gerade noch einen Interessanten link zur Herstellung von Biohefe gefunden:

http://www.agrano.de/cms/Herstellung_Bioreal_agra.html

Viele Grüße - Allegro
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Re: Bio-Hefe oder doch konventionelle Hefe

Beitragvon Lenta » Mo 27. Dez 2010, 22:57

Ich muss mal echt schauen, ist es vielleicht ein Unterschied ob man Bioreal- oder "nur" Bio-Hefe nimmt?
Liebe Grüße, Lenta
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