Go to footer

Erfahrungen mit Haushaltsgetreidemühlen

Fragen, Erfahrungen usw.

Moderatoren: SteMa, hansigü, Lenta


Erfahrungen mit Haushaltsgetreidemühlen

Beitragvon babsie » So 29. Jun 2014, 07:27

Ich denke es wäre für neue Interessenten hilfreich wenn wir in einem Beitrag die Erfahrungen mit den verschiedenen Mühlen mal zusammenfassen, sozusagen aus der Praxis, was geht, was nicht.
Ich fang mal an.

Komo Fidibus XL
nach längerer Überlegung dafür entschieden, technisch gleichwertig zu den Widu-Mühlen (diese drehen mit 1380 U/min, die Komo mit 1250 U/min), Mahlleistung 200g/min fein, Mahlwerk 85 mm, Geräuschentwicklung 72 dez bei feinem Mahlgut, 12 Jahre Garantie

beim Auspacken stellte ich ein aufgeschraubes Brett mit einem Gummipuffer fest, daß definitiv nicht unten auf die Bodenplatte gehört (sonst wären die vier Standfüße nicht lang genug gewesen). Nach dem Lösen der Schraube konnte man das Brett samt Gummipuffer abnehmen, Verdacht auf Transportsicherung (war aber nirgendwo beschrieben). Nach Anruf bestätigt, Brett samt Gummipuffer kann weggelegt werden.

Mühle macht einen sehr stabilen Eindruck
habe bisher nur einige Male Kamut und Weizen gemahlen, überrascht war ich über die Wärmeentwicklung des Mahlgutes in Stellung fein, ist doch unerwartet hoch, scheint aber bei allen Mühlen so zu sein. Bedienungsanleitung knapp aber hilfreich, auf Youtube gibt es genug Bilder die die Zerlegung bzw. Mahlsteineinigung zeigen, sonst eigentlich selbsterklärend.

Im Gegensatz zur Widu-Mühle können hier keine Ölsaaten gemahlen werden (oder nur als Beimischung zu Getreide), wobei zu fragen wäre ob die Reste in den Mahlsteinen nicht für die nächste Mahlung geschmacklich stören (oder mit Getreide ausmahlen und dieses dann entsprechend geschmacklich Broten zuschlagen).

Gesamteindruck nach einigen Mahlgängen
sehr zufrieden, mahlt wirklich sehr feines Mehl in der entsprechenden Einstellung, habe aber noch keine Siebung vorgenommen (mangels geeigneten Sieb), groberes Mahlgut geht natürlich schneller als feines
babsie
 
Beiträge: 1232
Registriert: Mo 6. Sep 2010, 19:20


Re: Erfahrungen mit Haushaltsgetreidemühlen

Beitragvon pelzi » So 29. Jun 2014, 10:11

Ich fände ein Foto zu den jeweiligen Mühlen auch noch ganz praktisch. Da müsste man nicht erst noch im Netz suchen, wie sie ausschaut.
Bestimmt der hilfreich, wenn jemand eine Mühle sucht. Ich muss erst meine Erfahrungen sammeln, dann schreibe ich was zu meiner Widu Volksmühle hier hinein.
LG von Steffi

Brot essen ist keine Kunst, aber Brot backen. (Deutsches Sprichwort)
Benutzeravatar
pelzi
 
Beiträge: 1834
Registriert: Fr 27. Dez 2013, 21:51


Re: Erfahrungen mit Haushaltsgetreidemühlen

Beitragvon Backwolf » So 29. Jun 2014, 10:34

Wärmeentwicklung normal bei Feinmahlung, meist mit einem höheren Geräuschpegel einhergehend. Mehltemperaturen können im Bereich von 40°C bis 63°C gehen, je nachdem wie fein und wieviel gemahlen wird. Interessant wäre mal die Mehltemperatur zu messen mit Angabe der Mahlmenge.
Zu beachten wäre noch, das das Mehl feiner wird wenn die Steine erst eingemahlen sind - ca. nach 10-15 kg Getreide wenn es kein Granit ist.

@babsi

Mit einem feinmaschigen Küchensieb kann man zur Not auch das Vollkorn sieben und sehen wie gleichmäßig und fein die Kleie gemahlen wurde - Mit Lupe und Zollstock kann man die Maschendichte des Küchensiebes feststellen und hat weiss dann ungefähr wie die Maschendichte bei einem evtl. Mehlsieb sein sollte. Interessant wäre bei Koma noch der Siebaufsatz, ist zwar nicht billig aber es ist praktischer und sauberer wie die üblichen Mehlsiebe.
Backwolf
 


Re: Erfahrungen mit Haushaltsgetreidemühlen

Beitragvon babsie » So 29. Jun 2014, 18:31

@ Pelzi
Bild wäre auch ok, wobei man heute im Netz mit einer Bilderflut überschwemmt wird, wenn man nur den Namen eingibt, ich würde da ein professionelles Bild vorziehen, das gibt mir mehr

@ Backwolf
die Info mit der Veränderung des Mahlgrades ist super, werde ich beobachten. Beim nächsten Mahlvorgang messe ich mal die Mehltemperatur (Infrarotthermometer im Betrieb). Komo gibt das Material der Mahlsteine übrigens mit Korund/Keramik an.

Wozu bräuchte man denn einen Siebaufsatz, wird damit die Kleie ausgesiebt? Dann könnte ich ja gleich ein Typenmehl nehmen (natürlich nicht so frisch).
babsie
 
Beiträge: 1232
Registriert: Mo 6. Sep 2010, 19:20


Re: Erfahrungen mit Haushaltsgetreidemühlen

Beitragvon Backwolf » So 29. Jun 2014, 21:22

@babsie

Ja, damit siebt man die Kleie aus und lockert gleichzeitig das Vollkornmehl. Vollkornmehl wird es immer bleiben, aber man dadurch die groben Kleieanteile entfernen oder je nach Geschmack den Kleieanteil varieren. Ist halt Geschmacksache ob man viel Kleie im Gebäck haben möchte oder nicht.

Im Prinzip bleibt es in meinene Augen gleich ob man nun Typenmehl und ungesiebtes Vollkornmehl nimmt (auch hier wird die Kleiemenge reduziert) oder wie ich eben etwas siebt und auf Typenmehl verzichtet. Ziehe halt unter anderem geschmacklich gesiebtes Vollkornmehl der Mischung mit Typenmehl vor.
Backwolf
 


Re: Erfahrungen mit Haushaltsgetreidemühlen

Beitragvon babsie » Di 1. Jul 2014, 20:06

Temperaturmessung Komo Fidibus XL, jeweils 500 g vermahlen, Stufe größte Feinheit (nehme an da ist auch die größte Reibung), Temperaturmessung mit Infrarot-Thermometer (elektrisch)

Getreide Kamut
Beginn 43 Grad, nach 1 min 49 Grad, nach 2 min 54 Grad, bis zum Ende Mahlvorgang 54 Grad

bei Emmer jeweils 1 Grad weniger
babsie
 
Beiträge: 1232
Registriert: Mo 6. Sep 2010, 19:20


Re: Erfahrungen mit Haushaltsgetreidemühlen

Beitragvon Werner33 » Do 3. Jul 2014, 00:13

Hallo beisammen,

besitze eine alte Brasilia, welche schon meine Mutter benutzte und diese verrichtet ihre Arbeit seit bestimmt über 40 Jahre ohne eine Reperatur :top

Fassungsvermögen ca. 800 g
Mahlzeit: ca. 1 - 2 Minuten je nach Feinheit für 800 g
Mehlerwärmung eigentlich kaum zu spüren, aber noch nie gemessen
Mahlwerk: Stahl Kegelradmahlwerk
Staubentwicklung: nicht feststellbar da das Mahlgut im verschlossenen Sammelbehälter gelagert wird. Mehlstaub erst beim Auslehren des Auffangbehälters.
Handliche Größe aber dafür relativ schwer.
Lautstärke: recht deutlich hörbar, es wird eben gearbeitet.

Bild



Bild



Bild



Bild

Bild
Anerkannter Sachverständiger für das Streicheln von Teig und Frauen
Benutzeravatar
Werner33
 
Beiträge: 734
Registriert: Mo 27. Jun 2011, 00:27
Wohnort: auf der Filderebene


Re: Erfahrungen mit Haushaltsgetreidemühlen

Beitragvon babsie » Do 3. Jul 2014, 07:20

@ Werner33
ich sehe Du hast Dich weiterentwickelt, neben dem streicheln von Frauen kannst Du jetzt sogar Teig streicheln, bravo :kl

Die Mühle hat offensichtlich ein Kegelmahlwerk, wenn ich mich recht erinnere meine ich auch bei den Widus davon gelesen zu haben, scheint ja wirklich unverwüstlich zu sein. Ich nehme nicht an daß Du die Umdrehungszahl kennst, wenn das Mehl aber nicht warm wird dürfte sie sicher nur relativ langsam laufen.
babsie
 
Beiträge: 1232
Registriert: Mo 6. Sep 2010, 19:20


Re: Erfahrungen mit Haushaltsgetreidemühlen

Beitragvon UteS » Mi 6. Aug 2014, 15:08

Ich besitze seit etwa 30 Jahren eine Getreidemühle mit Stahlkegelmahlwerk von Jupiter, allerdings stand sie etwa 15 Jahre unbenutzt im Keller :x . Vor etwa einem viertel Jahr habe ich wieder mit der Brotbäckerei angefangen und seitdem hat sie auch fleißig alles Korn gemahlen. Jetzt mit einem Mal verstopft sie bei Roggen, wenn ich nicht Eßl. für Eßl. in den Trichter gebe. Beim Auseinandernehmen sah man aber schon, dass das Mahlwerk abgenutzt ist.

Nun muss ja eine neue Mühle her und ich tendiere wieder zu einer von Jupiter. Hat hier jemand ebenfalls Erfahrung mit der Jupiter? Oder wird davon doch abgeraten? Immerhin hat meine lange Zeit in der Versenkung verbracht. Bin gespannt auf Eure Meinung! :roll:
UteS
 
Beiträge: 38
Registriert: So 16. Feb 2014, 15:19


Re: Erfahrungen mit Haushaltsgetreidemühlen

Beitragvon katzenfan » Mi 6. Aug 2014, 15:29

Hallo Ute,
für deine alte Mühle gibt es bestimmt noch das Kegelmahlwerk als Ersatz zu kaufen. :?
Zu DM-Zeiten habe ich auch so eine Mühle besessen und irgendwann einmal das Kegelmahlwerk ersetzt. Es kostete damals weit unter 100 DM.
Es wäre für dich eine Alternative zum Neukauf. Rufe doch bei Jupiter einmal an. Ich habe mit denen wegen einer anderen Maschine verhandelt, sie waren sehr nett und hilfreich und günstiger als bei einem Händler. ;)
Viele Grüße

Barbara
katzenfan
 
Beiträge: 819
Registriert: Do 18. Aug 2011, 11:57


Re: Erfahrungen mit Haushaltsgetreidemühlen

Beitragvon brotbackfrosch » Mi 6. Aug 2014, 17:46

Ich habe seit 5 Jahren eine sehr alte Jupiter, von meiner Schwiegermutter und seit gut 3 Jahren eine hawos Queen 2. und ich muss sagen, ich bin mit beiden sehr zufrieden, kleine Mengen mahle ich in der Jupiter und größer in der Queen. Oder aber nutze beide zusammen, wenn ich verschiedene Vollkornmehle in einem Rezept benötige.
Wer schläft, sündigt nicht - Wer vorher sündigt, schläft besser!
Casanova
Bild
http://brotbackfrosch.blogspot.de/
Benutzeravatar
brotbackfrosch
 
Beiträge: 794
Registriert: Sa 11. Sep 2010, 19:01
Wohnort: Königslutter am Elm



Ähnliche Beiträge


TAGS

Zurück zu Foren-Übersicht

Zurück zu Küchenmaschinen

Wer ist online?

0 Mitglieder





Hosted by iphpbb3.com
Beliebteste Themen: Rezept, Liebe, Erde

Impressum | Datenschutz