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Echtes Vollkornbrot für Anfänger

Hier bitte nur Brotrezepte einstellen, die ausschließlich mit Hefe oder Hefewasser gebacken werden.

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Echtes Vollkornbrot für Anfänger

Beitragvon blackberryfan » Di 31. Mär 2015, 03:25

1. 400 Gramm kaltes Wasser (ja kaltes Leitungswasser)
2. darin Hälte eines Hefewürfels auflösen / zerreiben (21 Gamm)
3. dazu paar Prise Meersalz (so ca 10 Gramm),
4. umrühren bis alles aufgelöst
5. mit der Handmühle oder elektrischer Mühle so ca 600 Gramm Mehl mahlen,
zum jetzt nun hellgrauem Wasser dazumischen
(egal welche Sorte, man kann alles mischen, es wird immer gelingen!!)
6. Auf Backblech schmeissen (damit es nicht pickt Backpapier drunterlegen)
7. Im Backofen: Auf 250° so ca 5 Minuten lang, dann auf 200° 20 Minuten lang lassen,
kein Umluft nötig.
8. fertig und essbereit, wenn man weniger Feuchte drinnen haben will dann lässt man länger drinnen, für mich sind 25 Minuten im Backofen genug. Sobald sich das Brot / Brötchen nicht mehr größer wird, so ca nach 10 Minuten im Backofen, so hat die Hefe seine Arbeit abgeschlossen. Die restliche Zeit im Backofen trocknen wir das Brot nur mehr.

Im ersten Bild sieht ihr mein erstes Brot. Der Teig war noch sehr feucht,
habe auf den Backpapier einfach draufgeschmissen, nichts geformt.

Im Bild zwei, siehe da, es funktionierte. Zwei Probleme nur mehr:
Weil ich nicht geformt habe, wurden die Ecken sehr heiß und daher brauner (durch formen löst man das Problem), weiters war die Kruste bisschen hart (hab ich gar nicht bemerkt, habe monatelang so gemacht). Um die Kruste weicher zu machen, muss man das Brot mit Wasser bestreichen. Ich schmeisse und drehe den Teig im Mehl und als geformt am Backblech liegt, bestreiche ich mit einer Pinsel mit Wasser. Backpapier verwende ich dennoch weiter unterhalb.

Für 2 Brötchen, die eine esse ich am Abend, die zweite am nächsten Tag, braucht man die Hälfte der oben angeführten Menge. Also 200 Gramm Wasser, so ca 300 Gramm frisch gemahlenes Mehl (sehr wichtig für Gesundheit frisch zu mahlen), 1 / 4 Würfel hefe, 5 Gramm Meersalz.

Ich mische jede Sorte. Gemischt habe ich schon Weizen, Dinkel, Urdinkel, Roggen, Buchweizen, Emmer Einkorn, Kamut, Rollgerste, Mais, Reis. Hafer könnte man auch bisschen dazutun...

Mehr ist zum Brotmachen nicht hinzuzufügen. Für mich genüg es. Es ist gesund, schmeckt und einfach zu machen. Und soo schlecht schaut es nicht aus. Ich wüsste nicht wieso ich es verkomplizieren sollte..

Mein erstes Brot...
Bild
und was daraus wurde...
Bild
Mit Formen verschwinden die Probleme an den Ecken
Bild
Mit mehr Hefe bläht sich besser auf
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natürlich ist nach 25 Minuten noch Feuchtigkeit drinnen,
aber dafür trocknet es nicht so schnell aus, und sättig sehr gut
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Abendessen, man sieht schön die weiche Kruste, die beim Druck wieder zurückfedert
Bild
Brotgröße ist ca..., aber man kann länglich formen, mache ich immer mit der Hand
wenn das Brötchen schon am Backblech liegt
Bild

Beim Teig machen
Bild
Nach dem Formen
Bild
das ist jetz ein anderes Brot, am man sieht, ich forme immer mit der Hand
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Zuletzt geändert von _xmas am Di 31. Mär 2015, 08:56, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: verschoben
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Re: Echtes Vollkornbrot für Anfänger

Beitragvon _xmas » Di 31. Mär 2015, 09:02

Mehr ist zum Brotmachen nicht hinzuzufügen. Für mich genüg es. Es ist gesund, schmeckt und einfach zu machen. Und soo schlecht schaut es nicht aus. Ich wüsste nicht wieso ich es verkomplizieren sollte..


...deshalb habe ich den Beitrag aus den Tutorien in die Heferezepte verschoben.
Das graue Wasser ist sicher graues Mehl?
Du "schmeißt" ja richtig viel durch die Gegend.
Alle sagten: das geht nicht.
Dann kam einer, der wusste das nicht, und hat´s einfach gemacht.
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Re: Echtes Vollkornbrot für Anfänger

Beitragvon BrotDoc » Di 31. Mär 2015, 16:10

blackberryfan hat geschrieben:Ich mische jede Sorte. Gemischt habe ich schon Weizen, Dinkel, Urdinkel, Roggen, Buchweizen, Emmer Einkorn, Kamut, Rollgerste, Mais, Reis. Hafer könnte man auch bisschen dazutun...

Mehr ist zum Brotmachen nicht hinzuzufügen. Für mich genüg es. Es ist gesund, schmeckt und einfach zu machen. Und soo schlecht schaut es nicht aus. Ich wüsste nicht wieso ich es verkomplizieren sollte..


Hallo blackberryfan,

Du scheinst zufrieden zu sein und das Brot nach Deinem Rezept erfüllt Deine Ansprüche an gesundes Brot. So weit so gut.
Laß mich jedoch trotzdem dazu kommentieren, denn Deine Vorgehensweise hat einige Probleme, die die gesundheitliche Eignung etwas relativieren. Du möchtest ja Anfänger ansprechen und ihnen ein taugliches Rezept vorstellen.
Zu den einzelnen Problemem:
1. Keine oder nur minimale Quellzeit für das selbst gemahlene Vollkornmehl. Selbst gemahlenes Vollkornmehl enthält meist gröbere Schalenbestandteile, die Quellzeit brauchen. Zudem enthält Getreide Hemmenzyme, die es für Schädlinge (und wir Menschen zählen auch dazu) schlechter verdaulich machen. Diese Hemmenzyme bauen sich erst während der Quellzeit ab und Vollkornteige werden besser bekömmlich.
2. Keine oder nur minimale Fermentationszeit für die Hefe. Stell Dir vor, Du wirst vor ein Festmahl gesetzt und nach den ersten drei Löffeln von der Vorspeise wird Dir der weitere Genuß untersagt. Weder bist Du satt, noch konntest Du das Festmahl mit Genuß verspeisen. Ein gutes Festmahl sollte jedoch weder nur angeknabbert, noch restlos vertilgt werden, beides ist nicht gesund. Deine Hefen wollen auch satt werden und Du (möglicherweise) von geschmacklichen Verbesserungen und von einem lockereren Teig profitieren. Beides geht nicht, wenn Du ihnen keine Zeit zum essen gibst.
3. Keine ausreichende Vermischung des Teigs, keine Teigstrukturentwicklung. Du machst da in Wirklichkeit einen Frischkornbrei mit Hefe, den Du als Plätzchen abbackst.

Ich befürchte, daß Nachbäcker mit weniger robustem Gedärm mit Deiner Methode ziemlich viele Verdauungsprobleme bekommen (Hemmenzyme, Nachgären der Hefe etc.).
Viele Grüße,
Björn
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Re: Echtes Vollkornbrot für Anfänger

Beitragvon blackberryfan » Di 31. Mär 2015, 21:01

_xmas hat geschrieben:
Mehr ist zum Brotmachen nicht hinzuzufügen. Für mich genüg es. Es ist gesund, schmeckt und einfach zu machen. Und soo schlecht schaut es nicht aus. Ich wüsste nicht wieso ich es verkomplizieren sollte..


...deshalb habe ich den Beitrag aus den Tutorien in die Heferezepte verschoben.
Das graue Wasser ist sicher graues Mehl?
Du "schmeißt" ja richtig viel durch die Gegend.


Zwischen Halbgrau halbgelb, das ist Hefe im Wasser.
Sobald die erste Portion Mehl reinkommt, steigen die Bläschen im Wasser auf.
Roggenmehl macht das dunkler. Das Brot macht das Brot allgemein dunkler.


Hi !

Ich würde hier keine Angst haben. Einfach ausprobieren. Sobald die Brötchen groß sind, kann die Hefe nichts böses tun.

Jeder bisher, und es sind so ca 20 Leute, haben mein Brot probiert. Alle waren positiv überrrascht. Ein paar haben selber eine Mühle gekauft.

Verdauungsmässig kann ich keine Nachteile erkennen. Ich pfurze null. Stuhlgang oke eher sehr gut geworden (auch kaue und esse ich oft Hafer). Keine Blähungen, keine Verstopfungen.

Ich mache die Bottom Up Methode, von unten eher nichts wissend nach oben. Du machst die Top Down Methode mit Kochbüchern. Also ich mache nicht nach Rezept und genau Anweisungen aus Büchern und viel Hintergrundwissen.

Sicher, die Geschichte mit der Hefe können wir genauer anschauen. Später mach ich mal Sauerteig. . Dann hat die Hefe mehr Zeit zu leben. :)

Es ist mir klar dass die Hefe nicht sehr lange lebt und sich nicht vollfuttern kann. Aber es hat mehr zum Futtern als in Auszugsmehl. Ich glaube das hebt den Nachteil der kürzeren Zeit auf. (laut Angaben hat Auszugsmehl so 90% weniger drinnen). Heißt dann das mein Mehl 9 mal so stark ist wie gekauftes Mehl.

So Fladenbrot und etc was man zb. in der Wüste macht im Sand vergraben etc, hat eigentlich gar kein Hefe. Hefe macht das Brot noch gesünder.
Während das Mehl im Wasser schwimmt, steigen die Luftbläschen auf. Die Hefe ist schon sehr schnell aktiv, und ich verwende kaltes Wasser, kein lauwarmes Wasser dass sie endlich zum Fressen motiviert werden bei Auszugsmehl.
Ich kann hier keinen Vergleich mit Auszugsmehl machen. Wie stark steigen dort die Luftbläschen auf?

Das mit Quellen, wenn ich es liegen lasse, quell es nicht auf oder extremst langsam. Erst wenn ich Hitze anwende, es sieht so aus als ob ich den Quellvorgang beschleuige.

Laut Informationen ja, die Hefe würde die Abwehrstoffe im Korn noch besser zersetzen je länger sie leben würden (beim Backen las ich so 20% der Abwehrstoffe werden abgebaut). Aber, es gibt widersprüchlige Aussagen ob die uns nun eher schaden oder nicht die Abwehrstoffe. Darum auch zerkaue ich rohen Hafer (kriegt ja auch als Müsli) und lasse sie auch keimen. Bei Bittermandel, die Blausäure, eigentlich giftig und mit vorsicht zu geniessen. Aber tötet Tumorzellen ab. Ich esse davon aber jetzt regelmässig. Mein neuerster Meilenstein in Sachen Gesundheit.

Wirklich, würde einfach ausprobieren.


Hast du oft mit frisch gemahlenem Mehl gearbeitet ?




lg.

:BBF

Zitat entfernt, da Antwort auf vorangegangenes Posting
Zuletzt geändert von _xmas am Di 31. Mär 2015, 21:54, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Zwei aufeinander folgende Postings zusammengeführt.
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Re: Echtes Vollkornbrot für Anfänger

Beitragvon _xmas » Di 31. Mär 2015, 21:45

Ich pfurze null

Das ist ja toll, gut zu wissen :top
Alle sagten: das geht nicht.
Dann kam einer, der wusste das nicht, und hat´s einfach gemacht.
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Re: Echtes Vollkornbrot für Anfänger

Beitragvon blackberryfan » Di 31. Mär 2015, 22:01

_xmas hat geschrieben:
Ich pfurze null

Das ist ja toll, gut zu wissen :top


Hat man doch das Thema Verdauungsprobleme angesprochen und vielleicht nicht verdaubar...
Dazu kann ich nur sagen, ich habe Null Probleme, eher das Gegenteil ist der Fall.
Soweit ich weiß bildet sich viel Gärgas bei Verdauungsproblemen, die habe ich nicht :D
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Re: Echtes Vollkornbrot für Anfänger

Beitragvon Brotstern » Di 31. Mär 2015, 22:56

Täusche ich mich, oder geht das Niveau hier verbal gerade in den Keller?
Blackberryfan, ich bin mir nicht ganz sicher, dass du hier auf dankbares Publikum für deine Ansichten triffst.

Überdenke bitte deine Ausdrucksweise, Fäkalsprache ist hier nicht erwünscht!
Grüße von mir! Bild
Linda
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Re: Echtes Vollkornbrot für Anfänger

Beitragvon BrotDoc » Di 31. Mär 2015, 23:19

blackberryfan hat geschrieben: (...)
Jeder bisher, und es sind so ca 20 Leute, haben mein Brot probiert. Alle waren positiv überrrascht. Ein paar haben selber eine Mühle gekauft.
(...)
Ich mache die Bottom Up Methode, von unten eher nichts wissend nach oben. Du machst die Top Down Methode mit Kochbüchern. Also ich mache nicht nach Rezept und genau Anweisungen aus Büchern und viel Hintergrundwissen.
(...)
Hast du oft mit frisch gemahlenem Mehl gearbeitet ?


Hallo blackberryfan,

zuerst die Antwort auf Deine Frage: Ja, unter anderem habe ich gerade ein Buch darüber geschrieben.
Seien wir doch mal ehrlich: ein wenig Wissen darüber, wie etwas gemacht wird, schadet im Leben nie. Ich will ja auch nicht Dich bekehren - denn auch bei der Bottom-up-Methode kommt früher oder später die eine oder andere Erleuchtung. Je nach Lernfähigkeit oder -willigkeit.

Ich möchte lediglich anderere Leser des Forums davor schützen, einfach einen ohne Grundkenntnisse zusammengerührten Teigbrei abzubacken und sich davon höchsten Genuß und gute Verdaulichkeit zu erwarten. Gutes Brot geht anders, das ist meine klare Position. Wenn Du das anders siehst, dann mach ruhig für Dich so weiter. Aber bitte suggeriere hier nicht, daß es all das Wissen um die Teigbereitung und -Führung nicht braucht.
Viele Grüße,
Björn
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Re: Echtes Vollkornbrot für Anfänger

Beitragvon blackberryfan » Mi 1. Apr 2015, 00:24

Leute, mein Brot ist an das Brot von Dr. Schnitzer angelehnt, das ist kein Brei!
Mir geht es darum dasss das Brot für die Gesundheit nicht schädlich ist, ich will gesundes Brot essen.
Ich habe einfach nicht mehr weitergelesen in seinem Buch wo um hochkomplizierte Rezepte geht.
Der Buch liegt da, 2 Meter hinter mir. Die 4 Zutaten, Wasser, Hefe, Salz und frisches Getreidemehl reicht fürs Erste. Motiviert zum Probieren, zum selber Brot backen.

Kann jeder gerne Bücher schreiben, Bäcker sein oder einfach die Tiefen der Komplexität von Rezepten, vor allem die Verarbeitung des Auszugsmehls erkunden. Ich habe hier, im Forum "Die Brotbackforum - Die Hobbybäckerei" über mein Hobby geschrieben und will auch über Brotmachen diskutieren. Nur halt nicht mit Auszugsmehl.

Auf jeden Fall bin froh jetzt mal Abendessen zu können. Gibt Salat mit Haufen Gemüse und mit Leinöl, Hanföl, Olivenöl und Sesamöl. Dazu mein Brot diesmal mit Bärlauch gefüllt.

Das die meisten Rezepte mit Auszugsmehl sind, und so ich gegen den Mainstream schwimme, ist leider Pech.

Prio Eins ist die Gesundheit, ich bin hoch erfreut dass mein Brot gesund ist und schmeckt.

Dieses Mehl verhält sich anders als normales was ihr immer verarbeitet.
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Re: Echtes Vollkornbrot für Anfänger

Beitragvon blackberryfan » Mi 1. Apr 2015, 01:02

wen interessiert schon die Gesundheit nicht wahr...

DLG Qualitätschecks, wichtig ist: Aussehen, Form, Geschmack und Geruch..
https://www.youtube.com/watch?v=JkodoD16H08&feature=youtu.be&t=11m43s
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Re: Echtes Vollkornbrot für Anfänger

Beitragvon Isa » Mi 1. Apr 2015, 07:55

Hallo Blackberryfan,

ich finde die Einwände von Björn richtig und wichtig, es bestätigt den spontanen Eindruck, den ich auch hatte, als ich Dein Rezept gelesen habe, war mir nur unsicher, wie ich es formulieren soll.

Du stehst übrigens mit Deiner Vorliebe zu Vollkornmehl nicht alleine da hier im Forum, ich zähle mich auch dazu. Allerdings bin ich der Meinung, dass ab und zu mal ein helles Brötchen meiner Gesundheit nicht schadet. Es geht ja auch um den Genuss, deshalb backen wir ja selbst.

Und wir akzeptieren und respektieren hier jeden, egal ob er mit oder ohne Auszugsmehl Brot bäckt.

Darum geht es ja eigentlich auch garnicht, sondern um Deine Vorgehensweise, nämlich ohne Gare und mit meiner Meinung nach zu viel Hefe gebackenes Brot. Versuche doch mal, die Hefemenge zu halbieren und dafür Deinem Teig eine oder zwei Stunden Zeit zum aufgehen zu lassen. Wenn Du den Teig danach auf das Backblech kippst und abbackst, vielleicht gefällt es Dir ja dann noch besser.
Oder Du formst das Brot, lässt es dann aufgehen und schiebst es dann in den Ofen. Wenn Du die Brote in einem Gärkörbchen aufgehen lässt und dann auf dass vorgeheizte Backblech kippst, kannst Du übrigens auch auf das Backpapier verzichten. Das ist vermutlich beschichtet mit irgendetwas, was ich auch gerne nicht an meinem Brot hängen habe. :mz

Sauerteig herzustellen ist eine gute Idee, dann kannst Du auf jeden Fall die Hefe noch weiter reduzieren. Ich finde nicht, dass Hefe ein Brot gesünder macht.
:tc :tc
Das Leben ist zu kurz, um gekauftes Brot zu essen.

LG Isa
:ma
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Re: Echtes Vollkornbrot für Anfänger

Beitragvon hansigü » Mi 1. Apr 2015, 08:00

Hallo Blackberryfan,
schön dass Du auf Deine Gesundheit bedacht bist und uns auch daran teilhaben lassen möchtest!
Viele von uns beschäftigen sich mit gesunder und ausgewogener Ernährung und leben auch danach. Sicherlich mögen hier viele Vollkorn, aber es gibt auch solche wie mich, die Vollkorn einfach nicht vertragen, weil wahrscheinlich ein Enzym in der Bauchspeicheldrüse weniger produziert wird und ich sehr schnell eine Gasturbine betreiben kann!
UND wir mögen auch Backwaren die angeblich ungesund sind, wie Brötchen aus Typenmehl und leckeren Kuchen und leckere Torten. Aber auch hier macht ja bekanntlicherweise die Dosis das Gift! :lol:
Ich weiß nicht ob Du das Forum Backen mit Vollkorn kennst. Vielleicht ist dieses Forum für den Austausch und Deine weitere Entwicklung als Hobbyvollkornbäcker eine bessere Alternative!
Du musst hier nicht gegen den mainstream arbeiten, ich und vielleicht auch andere fühlen sich einfach nicht wohl, wenn sie missioniert werden und hingestellt werden, als wenn sie von Tuten und Blasen keine Ahnung hätten. So kommen mir Deine Posts auch in anderen Threads leider vor!
Gruß Hansi


In der Not isst der Bauer die Wurs(ch)t auch ohne Brot!
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Re: Echtes Vollkornbrot für Anfänger

Beitragvon BrotDoc » Mi 1. Apr 2015, 09:44

Hallo zusammen,

es mag ja jeder für sich beanspruchen, den Stein der Weisen gefunden zu haben. Ist auch eine Frage der Persönlichkeitsstruktur.
Aus der Schnitzer-schen Sichtweise heraus ("Wir müssen zurück zur reinen Rohkost, alles andere macht krank!") ist Deine Zubereitungsweise womöglich sogar die richtige. Doch das ist allein Deine Entscheidung, so zu essen, Blackberryfan. Wenn Du hier mit uns auskommen willst, dann respektiere unsere Art zu leben. Ansonsten empfehle ich Dir die Suche nach Schnitzer-Esser-Foren, dort triffst Du sicher auf Menschen, die Dir applaudieren. Wenn es noch keins gibt, dann wäre die Gründung eines solchen sicher ein lohnendes Beschäftigungsfeld für Dich.
Viele Grüße,
Björn
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Re: Echtes Vollkornbrot für Anfänger

Beitragvon blackberryfan » Sa 4. Apr 2015, 12:04

Hi

So, ich habe mal ein Experiment gemacht. "Thema Aufquellzeit"

Gleicher Teig zwei Zubereitungen, 100% Roggenteig

Stück 1 vom Teig: Wurde sofort in den Backofen geschoben, diesmal habe ich sogar schnell gemahlen da dieses mal elektrischer Mühle im Einsatz war, darum entfiel sogar die ca 10 Minuten Gare / Aufquellen / Liegenlassen des Teiges. (Was ich normalerweise mit haendischer Mühle habe)

Stück 2 vom Teig: Habe 1 Stunde und 40 Minuten Garen / Aufquellen / Liegengelassen. Raumtemperatur war so um 20 Grad.

Hier ist das Ergebnis. Brot oben ist Stück 1, und Brot unten ist Stück 2 (also die laenger liegen gelassen wurde damit Hefe sich sattessen kan, vor dem Backen).

Jetzt hat jeder gedacht dass Stück 2 der laenger liegt mehr aufgeht. Das wurde nichts, jetzt koennte man sagen dass die Optimaltemperatur der so bei 35 Grad liegt nicht vorhanden war.
Ich habe da eine andere logische Erklaerung. Mein Teig ist NICHT fast ausschliesslich Staerke also Zucker. Die Hefe hat einfach nicht soviel zu essen gehabt als beim Auszugsmehl. Vollkornbrot ist nicht nur fast nur Zucker..

Man hat bei Stück 2 schon bisschen anders gerochen wenn man es aufgeschnitten hat. War Hefe sicher aktiv, aber nicht übertrieben aktiv als beim normalen Brot dem Typenmehl XY Brot.

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Re: Echtes Vollkornbrot für Anfänger

Beitragvon babsie » Sa 4. Apr 2015, 12:32

Es scheint wirklich wahr zu sein daß pro Monat ein solcher User auftaucht und sich gut in den Kreis seiner Vorgänger einreiht. Ich war einige Jahre im Kaffeeforum Moderatorin, da war es ebenso. Und langsam gehen sie mir auf den Keks, oder werde ich nur zu alt dafür?

Es kann doch wirklich nicht sein daß hier absolute Grundlagen einfach ignoriert oder mehr oder weniger absichtlich nicht zur Kenntnis genommen werden. Ein solches Rezept ist weder für Anfänger noch für Fortgeschrittene zu empfehlen, der letzte Fund eines solches Brotes war m.W. aus der Altsteinzeit (daneben wurden aber auch die Knochen des erschlagenen "Bäckers" gefunden, erkennbar an dem Brotschieber, der aus den Resten rekonstruiert werden konnte).

Wenn schon Vollwertküche und VK-Mehl, dann bitte aber für den Körper problemlos nutzbar und mit minmalen Grundkenntnissen zubereitet. Manch einem Gründer von Ernährungslehren würden sicher die Haare zu Berge stehen wenn er sehen würde was aus seiner gutgemeinten Idee geworden ist.
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Re: Echtes Vollkornbrot für Anfänger

Beitragvon _xmas » Sa 4. Apr 2015, 12:39

Danke Babsie, mir fehlen hier mittlerweile die Worte. ;)
Alle sagten: das geht nicht.
Dann kam einer, der wusste das nicht, und hat´s einfach gemacht.
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Re: Echtes Vollkornbrot für Anfänger

Beitragvon Goldy » Sa 4. Apr 2015, 12:48

_xmas hat geschrieben:Danke Babsie, mir fehlen hier mittlerweile die Worte. ;)

Ulla hat es auf den Punkt gebracht.
:kl
Viele liebe Grüße :st Goldy :st
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Re: Echtes Vollkornbrot für Anfänger

Beitragvon Brotstern » Sa 4. Apr 2015, 13:03

Linda, reiß dich zusammen - keinen Kommentar! :wue



...doch einen: Ich habe noch nie mein selbstgebackenes Brot weggeschmissen, aber wenn es so aussehen würde, dann machte ich eine Ausnahme! Brrrrr'! (ich schüttel' mich)
Grüße von mir! Bild
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Re: Echtes Vollkornbrot für Anfänger

Beitragvon littlefrog » Sa 4. Apr 2015, 13:08

Hier gibt es eine nette Funktion: auf den Benutzernamen klicken, dann unten im Profil des Benutzers auf "Zu den ignorierten Mitgliedern hinzufügen" - fertig :ich weiß nichts funktioniert prima. Da gehe ich jetzt hin :run
Liebe Grüße, Susanne (das Fröschlein, quaak) :BBF

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Re: Echtes Vollkornbrot für Anfänger

Beitragvon BrotDoc » Sa 4. Apr 2015, 14:00

blackberryfan hat geschrieben:Jetzt hat jeder gedacht dass Stück 2 der laenger liegt mehr aufgeht. Das wurde nichts, jetzt koennte man sagen dass die Optimaltemperatur der so bei 35 Grad liegt nicht vorhanden war.
Ich habe da eine andere logische Erklaerung. Mein Teig ist NICHT fast ausschliesslich Staerke also Zucker. Die Hefe hat einfach nicht soviel zu essen gehabt als beim Auszugsmehl. Vollkornbrot ist nicht nur fast nur Zucker..


Hallo blackberryfan,

Dein Bemühen in allen Ehren, doch es reicht nicht alleine, den Teig länger liegen zu lassen. Bitte beschäftige Dich doch ein wenig mit den Grundlagen des Brotbackens, wenn Du gute Ergebnisse erziehlen möchtest.
Du hast zwar nun mehr Quellzeit, aber wenn Du die Hefemenge nicht verändert hast, wird Dein Teig nun hoffnungslos übergar, wenn Dir das was sagt. Außerdem muß auch ein Vollkornteig bearbeitet werden, zumindest etwas geknetet. Deine Brotanschnitte zeigen einen kompakten, nicht im geringsten aufgegangenen Teig, die möglicherweise soagr eß- und verdaubar sind. Aber wir sind - wie Babsie es schon ausdrückte - über das Steinzeit-Fladenbrot nun schon einige Jahrtausende hinaus.
Mal ein Beispiel, wie ein reines 100 % - Roggenvollkorn-Schrotbrot mit Saaten auch aussehen kann:

Bild

Das Rezept kommt nächste Woche in den Blog.
Viele Grüße,
Björn
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