Es ist mir nun endlich gelungen, auch das glutenfreie Sauerteigbrot so hinzubekommen, dass ich zufrieden bin. Hier nun das Rezept:
Sauerteig
80g Reismehl
70g glutenfreies Hafermehl (z.B. aus den Flocken von Bauck gemahlen)
150g Wasser
15g Reis-ASG
12h bei ca. 27 Grad reifen lassen, oder fallend von 29 Grad
(ich mach die Variante mit fallender Temperatur, da der Krug mit heissem Wasser, den ich dazustelle, ohnehin nicht so lange die Temperatur hält)
Hauptteig
110g rotes Teffmehl
80g helles Hirsemehl (oder ebenfalls Teff)
260g Maisstärke
15g Salz
15g gemahlene Flohsamenschalen (möglichst feingemahlen, ich nehme Flosapur aus dem Reformhaus)
2 EL Linsen- oder Bohnenmehl
Sauerteig
510 - 520g Wasser
3g Frischhefe / 1g Trockenhefe
Alle Mehle und Salz mischen, Hefe in lauwarmem Wasser auflösen, zusammen mit Sauerteig zur Mehlmischung geben und alles gut verrühren, bis alles Mehl gleichmässig feucht ist und das Flohsamenmehl "angezogen" hat. Zusätzliches Kneten bringt aber nix.
3-5h Stockgare bei Zimmertemperatur.
Dann den Teigklumpen mit Hilfe eines Teigschabers sehr vorsichtig und möglichst im Ganzen auf den (glutenfrei) eingemehlten Tisch befördern. NICHT entgasen! Sehr vorsichtig den Teigling formen und in einem mit einem Tuch ausgelegten und glutenfrei eingemehlten Gärkorb (oder Schüssel) zur Gare stellen.
1-2 Stunden gehen lassen, bis sich das Volumen fast verdoppelt hat (Zeit richtet sich nach der Zimmertemperatur - jetzt im Winter stell ich das Körbchen sogar auf die Heizung). Ofen auf 250°C vorheizen, dabei einen Bräter auf das Gitter stellen (erst mal ohne Deckel).
Die Unterseite des Teiglings leicht einmehlen, ein Stück Backpapier und ein Frühstücksbrett auflegen, das Ganze umdrehen und Gärkorb und Tuch abheben. Mit einer Rasierklinge oder sehr scharfem Messer einschneiden (gut 1 cm tief).
Das Brot vom Brett vorsichtig in den heißen Bräter rutschen lassen (möglichst ohne das Backpapier), den Deckel auflegen und 25 Minuten bei 250°C backen. Dann den Deckel abnehmen und weitere 15-20 Minuten fallend auf 220 Grad backen.
Brot herausnehmen und auf einem Gitter abkühlen lassen.
Hier ein paar Fotos vom Ablauf:







Leider ist mir diesmal das Brot etwas schief in den Bräter gerutscht und ein bißchen was an der Seitenwand klebengeblieben. Jaja, der Vorführeffekt
Aber Kruste und Krume und auch die Verarbeitung des Teiglings war so, wie ich es mir vorgestellt hatte.


Kann man dieses Brot auch mit einem Brotbackautomaten zubereiten? Wird es dann schneller gehen?

