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Was brauche ich als Neuling?

Hier kannst Du als Anfänger alles fragen, was zum Brotbacken gehört.

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Re: Was brauche ich als Neuling?

Beitragvon hansigü » Sa 12. Nov 2016, 23:14

Hallo Wellenreiter,
dass was Du uns hier vom Mehl erzählst, wissen die meisten von uns Hobbybäckern schon.
Wie Stefan schon schrieb, essen viele von uns gerne Brötchen mit Auszugsmehl und möchten nicht nur Vollkorn haben.
Wenn man Behauptungen aufstellt, dass Mühlen chemische Mittel zum Behandeln von Mehlen einsetzen, dann ist es gang und gebe, dass man dies mit Fakten/Links etc. untermauert. Lt. Deutschem Lebensmittelrecht ist das Chemische Konservieren und Bleichen von Mehlen nicht erlaubt! Es wird Ascorbinsäure als Antioxidans und zur Verbesserung der Klebereigenschaften eingesetzt. Und das meist nur bei den großen Mühlen. Deshalb kaufen viele von uns ihr Mehl bei der Mühle ihres Vertrauens und nicht im Einzelhandel!
In diesem Thread ging es Gisela darum, was sie als Anfängerin für Gerätschaften benötigt und nicht um die Qualität von Mehl!
Wenn Du uns nur mit Deinem fadenscheinigen Wissen versorgen willst und keine wirklich konstruktiven Beiträge für unser Hobby hast, dann suche Dir bitte andere Foren oder laß es einfach sein! Vielen Dank!
Gruß Hansi


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Re: Was brauche ich als Neuling?

Beitragvon G.L.1964 » Mo 14. Nov 2016, 13:37

Hallo hansigü!

Danke für den obigen Hinweis, dass es mir jetzt erst mal um meine ersten Errungenschaften geht. Ich habe mir jetzt vom Lidl eine Küchenmaschine gekauft und am Wochenende das erste Mal eingesetzt. Zudem auch ein digitales Thermometer (noch nicht im Einsatz, da es erst heute gekommen ist).

Ich habe am Samstag wieder ein Sauerteigbrot gebacken (mit meinem bereits vor 2 Wochen angesetzten Anstellgut), aber leider habe ich nicht wirklich eine gute Kruste. Am Samstag gebacken, am Sonntag angeschnitten. Leider ist die Kruste irgendwie zäh und kaum zu beißen. Ich habe direkt nach dem Einschießen des Brotes bei 275 Grad geschwadet (60 ml Wasser auf eine Edelstahlschüssel mit 1,5 kg Schrauben), es war auch Dampf im Herd. Dann stufenweise Temperatur auf 190 Grad reduziert, gesamte Backzeit 70 Minuten.

An was kann es liegen, dass das Brot so zäh ist? Ich habe keine Hefe benutzt, sondern nur folgende Zutaten: 500 g Sauerteig-Ansatz, 250 g Weizenmehl Type 550, 250 g Roggenmehl Type 1150, 220 g Wasser, lauwarm, 20 g Salz und etwas Gewürze. Das Brot ging auch im Gärkörbchen schön auf.

Wäre dankbar für Tipps, denn so schmeckt das Brot nicht wirklich.

LG
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Re: Was brauche ich als Neuling?

Beitragvon Fussel » Mo 14. Nov 2016, 13:51

Hast Du den Schwaden auch nach dem Anbacken wieder abgelassen?
Zähe Kruste kann mehrere Ursachen haben - eine davon ist, dass man den Schwaden nicht ablässt.
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Re: Was brauche ich als Neuling?

Beitragvon StSDijle » Mo 14. Nov 2016, 15:43

Hallo gisela,

Das klingt ja erstmal nach einem kleineren Problem. Kannst du trotzdem mal erklären wie du bei der Teigbereitung vorgegangen bist? Vor Allem Schritt für Schritt wie du zu dem Sauerteig gekommen bist? Ist es Roggen oder Weitzensauerteig? Falls Roggen könnte das schon auch eine Rolle spielen. Hohe Roggenanteile führen aus meiner Erfahrung zu weniger schöner Kruste.

Außerdem falls du den Schwaden abgelassen hast, dann könnte es auch noch an einer zu niedrigen Temperatur liegen. 190°C ist eher an der unteren Grenze und die Termostate sind auch nicht immer korrekt. 10% Abweichung sind durchaus normal und dann hättest du schon nurnoch etwas über 170... Also das wäre dann gleich ein Einsatz für dein neues Thermometer. Was meine Theorie noch bestärkt ist, dass du 70 Backzeit hattest. Auch das ist eher lang.

Die Kruste wird auch durch die Bedingungen beim auskühlen beeinflusst. Das Brot sollte an einem gut belüfteten Platz auf einem Gitter auskühlen, sonst kann die Kruste labbrig bis zäh werden.

Grüße
Stefan
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Re: Was brauche ich als Neuling?

Beitragvon hansigü » Mo 14. Nov 2016, 20:37

Hallo Gisela,
hast Du vielleicht ein Bild vom Brot? Mir erscheint 70 min für ein Zweipfundbrot auch bischen lang. Ich backe viele solche Brote und die sind meist nach 55-60 min ok. Du könntest es nach dem Backen und evtl auch zwischendurch nochmal mit Wasser besprühen oder abstreichen.
Gruß Hansi


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Re: Was brauche ich als Neuling?

Beitragvon G.L.1964 » Mo 14. Nov 2016, 23:35

Hallo,

hier erst mal ein Foto meines Brotes.

Nach dem Schwaden habe ich nach ca. 10 Minuten die Ofentüre aufgemacht und den Dampf raus gelassen (das habe ich auch noch ca. 2 - 3 Mal während der gesamten Backzeit gemacht. Zum Auskühlen habe ich es in der Küche auf dem Backrost auskühlen lassen, abgedeckt mit einem Tuch.

Hier ist die Anleitung für das Brot (Rezept von strousberg), nach welcher ich den Sauerteig angesetzt habe und das Brot gebacken habe (nur habe ich diesmal nur das eine Mal geschwadet, nicht wie in der Anleitung steht, alle 10 Minuten den Herd und das Brot eingesprüht). Das Brot habe ich gar nicht eingesprüht. Das Anstellgut habe ich bereits das 2. Mal zum Backen verwendet, war im Kühlschrank gelagert.

Hier das Rezept:

Sauerteigbrot, Roggenmischbrot

Zutaten:
500 g Sauerteig
250 g Weizenmehl, Type 550
250 g Roggenmehl, Type 1150
220 g Wasser, lauwarm
20 g Salz

Der Sauerteig:
1. Tag: 100 g Roggenmehl mit 100 g lauwarmem Wasser zu einem dickflüssigen Teig verrühren. Jetzt brauchst Du einen warmen Platz (28 – 30 Grad Celsius sind optimal). Achte aber darauf, dass die Schüssel immer abgedeckt ist, damit er nicht austrocknet.
2. Tag: Nach 24 Stunden wieder 100 g Roggenmehl und wieder 100 ml lauwarmes Wasser mit dem Ansatz vermischen.
3. Tag: Nach 24 Stunden wieder 100 g Roggenmehl und wieder 100 ml lauwarmes Wasser mit dem Ansatz vermischen.
4. Tag: 24 Stunden ruhen lassen
5. Tag: Den Ansatz kräftig durchrühren und nochmals 100 g Roggenmehl und 100 g lauwarmes Wasser zugeben. Abdecken, warmer Ort.
6. Tag: Teig backfertig machen. Und das geht so: Du hast ja jetzt eine relativ zähflüssige Masse, die Du so nicht verarbeiten kannst. Deswegen nimmst Du davon (für ein +/- 1,2 Kilogramm-Brot) 100 g weg und packst ihn in eine separate große Schüssel. Den Rest des Teiges kannst Du nun in den Kühlschrank stellen. Daraus kannst Du eine Menge Brote backen.

Sauerteig backfertig machen:
Zu diesen 100 g mischst Du nun 100 g Roggenmehl und 100 ml lauwarmes Wasser. Diesen Ansatz lässt Du jetzt über Nacht stehen. Am besten sind jetzt 30 Grad Celsius. Am nächsten Morgen mischst du erneut 100 g Roggenmehl und 100 g lauwarmes Wasser unter den Teig. Jetzt sollte der Ansatz kühler stehen (27 oder 28 Grad). Am Abend erneut 100 g Roggenmehl und 100 g lauwarmes Wasser zugeben und ihn erneut über Nacht bei Raumtemperatur stehen lassen.
Dein Teig sieht jetzt toll aus. Du nimmst jetzt 500 g von ihm ab und stellst den Rest zur Seite. Zu den 500 g mischst Du 250 g Roggenmehl und 250 g Weizenmehl. Außerdem 20 g Salz und 220 g Wasser. Das verrührst Du jetzt schön miteinander. Gerne auch in der Küchenmaschine. Der Teig klebt sehr, daher mit bemehlten Händen eine Kugel formen, ein wenig flach drücken und ebenfalls mit Mehl bestäuben. Das sieht nämlich hinterher klasse aus.
Die Kugel in einen Gärkorb packen. Darauf achten, alles mit einer dicken Schicht Mehl zu bedecken, da der Teig sich sonst nicht wieder löst. Wenn Du jetzt Dein Gärkörbchen eingemehlt hast, nimmst Du die Teigkugel und legst sie in den Korb. Jetzt stellst Du das Körbchen warm. Aber nicht zu warm, da Dir sonst die Oberfläche des Brotes antrocknet. 30 – 35 Grad sind perfekt. Die Oberfläche immer wieder (einmal stündlich) mit Wasser einpinseln. Abdecken brauchst Du das Brot nicht und ein paar Risse wird es auch bekommen.
Nach 3 Stunden siehst Du, dass der Teig gut gegangen ist. Nach spätestens weiteren 2 Stunden (insgesamt also 5 Stunden Gehzeit) heizt Du den Backofen auf 275 Grad vor. Warte, bis die Temperatur erreicht ist und öffne die Ofentür. Nimm eine Sprühflasche und besprühe die Wände des Backofens kräftig mit Wasser. Schließe die Tür. Nimm das Gärkörbchen, nimm ein Backblech, nimm Backpapier. Lege das Papier auf das Blech und gib, mit einer Hand den Teig stützend, das Brot auf das Backblech. Nimm eine Rasierklinge oder ein sehr scharfes Messer und ritze das Brot ca. 1,5 – 2,0 cm tief rautenförmig ein. Besprühe es nun ebenfalls auf der oberen Seite mit Wasser und gib es zügig in den Ofen.
Hier lässt Du es nun 10 – 12 Minuten bei voller Hitze backen. Nach der Zeit reduzierst Du die Hitze auf 220 – 230 Grad. Das nutzt Du auch nochmal zum Besprühen des Brotes und der Ofenwände. Beim Öffnen der Tür kann Wasserdampf entweichen, also sei vorsichtig und verbrenne Dich nicht. Nun wartest Du wieder 10 Minuten und reduzierst die Hitze auf 190 Grad. Sprühen solltest Du auch nicht vergessen. Du lässt das Brot jetzt 45 – 50 Minuten bei 190 Grad backen und sprühst es alle 10 – 15 Minuten ein.
Nimm das Brot aus dem Ofen und lege es auf einen Backrost. Bedecke es mit einem Tuch und lass es zur Ruhe kommen. Nach 4 – 5 Stunden kannst Du es anschneiden.
Den restlichen Sauerteig kannst Du übrigens noch 5 – 7 Tage im Kühlschrank halten.


LG
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Re: Was brauche ich als Neuling?

Beitragvon G.L.1964 » Mo 14. Nov 2016, 23:52

Und hier noch 2 Foto des Brotes (gebacken am Samstag Nachmittag, Fotos von heute):

Bild

Bild

Ich hoffe es klappt mit den Bildern.

LG
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Re: Was brauche ich als Neuling?

Beitragvon G.L.1964 » Mo 14. Nov 2016, 23:52

... hat geklappt :-)
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Re: Was brauche ich als Neuling?

Beitragvon Brotstern » Di 15. Nov 2016, 00:17

Hallo Gisela,

wenn ich das jetzt alles richtig gelesen und verstanden habe, dann ist dein Sauerteig-Ansatz noch recht "jugendlich" - er wohnt also noch nicht allzu lange in deiner Küche?!
Du schreibst, du hast ihn das 2. Mal verbacken.

Dein Sauerteig ist also wirklich noch ein Kindchen, er braucht noch einige Zeit (einige Fütterungen bzw. Auffrischungen) bis er richtigen Trieb entwickelt. Und bis das der Fall ist, kann man etwas Hefe zugeben. So wirst du auch eine lockerere, nicht so dichte Krume erzielen.

Hast du schon mal in unseren Index geschaut? Da gibt es ganz wunderbare Brote, anfängertauglich und gelingsicher. Bestimmt gefällt dir davon etwas!

Ich wünsche dir viel Erfolg und viele Brote, die deinen Wünschen und Vorstellungen entsprechen!
Grüße von mir! Bild
Linda
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Re: Was brauche ich als Neuling?

Beitragvon hansigü » Di 15. Nov 2016, 06:03

Hallo Gisela,
schnell am frühen Morgen: Dein Brot sieht von der Krume her doch ganz gut aus. Also Dein junger ST ist schon relaativ fit. Ich vermute mal ganz stark, dass die Temperaturen beim Backen für Deine zähe Kruste verantwortlich sind. Schwade mal erst beim Einschießen und nicht schon vorher! Denn durch das vorherige Schwaden kann die Temp. derart sinken, dass Du weit unter der Anfangstemp. bist. Lass es mal länger bei 220-230 ° backen, so 20-25 min. Und dann auf 190 gehen. Evtl. miß mal dieTemperatur des Ofens nach. Vielleicht hat er nicht die erwünschten Grade.
Gruß Hansi


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Re: Was brauche ich als Neuling?

Beitragvon StSDijle » Di 15. Nov 2016, 10:04

Hallo,

Deine Sauerteigführung ist recht aufwändig, dass machen hier viele (auch ich) anders, aber deine Krume sieht sehr gut aus, das gibt dir recht.

Ich glaube du verdirbst dir di Kurste mit dem ständigen "mit Wasser besprühen"; vor allem in der Kombination mit der dicken Mehlschicht. 1. im Körbchen garnicht einsprühen, das sorgt nur dafür dass das Brot festklebt. Es ist absolut ausreichend, wenn du das Brot mit einem etwas abgesprühten Leinentuch gut abdeckst. Wenn deine Umgebung sehr trocken ist, dann kannst du ab und zu wenig Wasser auf das Tuch sprühen oder besser einen großen Topf über das Brot stürzen.

Zum bestäuben des Körbchens solltest du Kartoffelstärke oder Roggenmehl nehmen, Weizen klebt viel mehr. Auch das Brot solltest du bei so hohem Roggenanteil möglichst schnell und mit so wenig wir nur möglich Mehl formen. Richtig rundwirken, wie man das oft in Filmen sieht, kann man Teige nur wenn sie viel Weizen enthalten.

Wenn du eine glänzende Kruste willst, dann musst du vor dem Einschießen mit Wasser besprühen. Davor aber unbedingt überschüssiges Mehl abpinseln (Vorsicht damit du dir das Brot nic flach drückst). Einschießen und dann Schwaden wie von Hansi beschrieben. Für schönen Glanz nochmal 10min vor Ende der Backzeit und nach dem Backen absprühen. Aber, aus meiner Sicht werden glänzende Krusten immer zäher als matt-bemehlte. Versuch doch mal mit Schluss nach oben und gut bemehlt zu backen. Sieht auch sehr schön aus. Ich backe bemehlte Krusten immer etwas heißer. Einschießen bei 260 (ich würde mehr aber mein Herd macht nicht mit) und 220 ausbacken.

Da du keinen Backstein verwendest, solltest du so heiß wie möglich vorheizen, da du sehr viel Wärme verlierst. Wenn du einen Grußtopf besitzt der in den Ofen kann und wo dein Brot mit etwas Platz rund rum rein passt, kannst du denn auch mit aufheizen und dein Brot da rein stürzen (Backen im Topf)

Aber im großen und ganzen scheint dein Rezept zu funktionieren!

Zum Restsauertig. Am besten fütterst du den Regelmäßig und nimmst für ein neues Brot immer nur was ab, dann kannst du nicht vergessen wieder etwas zurück zu legen. Aber da liest du am besten mal etwas im Forum, dass ist hier oft beschrieben. Auffrischen ist das Zauberwort was du im Forum suchen musst...

Grüße
Stefan
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Re: Was brauche ich als Neuling?

Beitragvon G.L.1964 » Sa 19. Nov 2016, 18:58

Hallo,

ich habe hier etwas von einem Ausstecher für Brötchen gelesen. Wo bekommt man so was?

LG
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Re: Was brauche ich als Neuling?

Beitragvon Marie » Sa 19. Nov 2016, 19:22

Zuletzt geändert von Brotstern am Sa 19. Nov 2016, 20:28, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Zitat entfernt, da direkte Antwort auf Vorposting
Liebe Grüße

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Re: Was brauche ich als Neuling?

Beitragvon G.L.1964 » Sa 19. Nov 2016, 22:46

... ja genau. Danke
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Re: Was brauche ich als Neuling?

Beitragvon hansigü » Sa 19. Nov 2016, 22:56

Wenn Du einen Apfelteiler hast, kannst du den auch nehmen!
Gruß Hansi


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Re: Was brauche ich als Neuling?

Beitragvon ventalina » Mo 21. Nov 2016, 16:27

Hallo,
ich hatte Anfangs auch Probleme mit zu dichter Krume bei Roggenbroten.
Dann habe ich im Blog von Dietmar Kappl in den Leserfragen unter einem Beitrag über Sauerteige folgendes von ihm gelesen:


Allgemeines:
Oft sind leider Theorie und Praxis weit voneinander entfernt! Bsp: Eine der meisten Fragen im Blog feine Porung bei Roggenmischbroten! Hier wird gelehrt, dass der Brotteig eine TT von 25-28°C haben soll oder? Falsch, denn versuche einmal eine TT von 34-35°C bei Brotteigen! Du wirst das Ergebnis nicht annähernd vergleichen können. Du erreichst eine Porung die mit nichts zu vergleichen ist (Geschmacklich veränderst du gar nichts)!


Seitdem ich schon beim Kneten des Teiges eine Teigtemperatur von ca. 35 grad anstrebe ( gesteuert durch Anschüttwasser, Brühstück usw.) und die Laibe dann auch durchgehend bei 30 grad gehen lasse, ist die Porung um Längen besser und größer.
An dem Tip ist wirklich was dran. Leider steht das bei vielen Roggenbrotrezepten im Internet nicht explizit dabei. Ich arbeite mit diesen Teigtemperaturen auch bei Roggenmischbroten, also nicht nur bei reinen Roggenteigen.

Vielleicht hift das ja den ein oder anderen, ihre Brote lockerer zu bekommen.

LG Sabine
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Re: Was brauche ich als Neuling?

Beitragvon hansigü » Mo 21. Nov 2016, 20:21

Sabine, vielen Dank für Deinen Hinweis. Bin zwar auch oft bei Diddi unterwegs, aber das ist mir entgangen und ich werde das umsetzen beim nächsten Brot. Allerdings ist das manchmal gar nicht einfach auf diese Temperatur zu kommen, habe immer Bedenken, die MO´s zu zerstören. Versuch macht Kluch!
Gruß Hansi


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Re: Was brauche ich als Neuling?

Beitragvon G.L.1964 » Mi 23. Nov 2016, 01:21

Brotstern hat geschrieben:Hallo Gisela,

Hast du schon mal in unseren Index geschaut? Da gibt es ganz wunderbare Brote, anfängertauglich und gelingsicher. Bestimmt gefällt dir davon etwas!


Hallo Linda!

Danke für den Tipp mit dem Index, aber leider habe ich da nicht viel gefunden oder falsch gesucht. Kannst Du mir bitte einen Link geben, wo ich die Rezepte genau finde (gerne auch mit einem Favoriten von Dir).
Zuletzt geändert von Brotstern am Mi 23. Nov 2016, 23:30, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Zitat gekürzt
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Re: Was brauche ich als Neuling?

Beitragvon G.L.1964 » Mi 23. Nov 2016, 01:28

StSDijle hat geschrieben:Hallo,

Deine Sauerteigführung ist recht aufwändig, dass machen hier viele (auch ich) anders, aber deine Krume sieht sehr gut aus, das gibt dir recht.

Ich glaube du verdirbst dir di Kurste mit dem ständigen "mit Wasser besprühen"; vor allem in der Kombination mit der dicken Mehlschicht. 1. im Körbchen garnicht einsprühen, das sorgt nur dafür dass das Brot festklebt. Es ist absolut ausreichend, wenn du das Brot mit einem etwas abgesprühten Leinentuch gut abdeckst. Wenn deine Umgebung sehr trocken ist, dann kannst du ab und zu wenig Wasser auf das Tuch sprühen oder besser einen großen Topf über das Brot stürzen.

Zum bestäuben des Körbchens solltest du Kartoffelstärke oder Roggenmehl nehmen, Weizen klebt viel mehr. Auch das Brot solltest du bei so hohem Roggenanteil möglichst schnell und mit so wenig wir nur möglich Mehl formen. Richtig rundwirken, wie man das oft in Filmen sieht, kann man Teige nur wenn sie viel Weizen enthalten.

Wenn du eine glänzende Kruste willst, dann musst du vor dem Einschießen mit Wasser besprühen. Davor aber unbedingt überschüssiges Mehl abpinseln (Vorsicht damit du dir das Brot nic flach drückst). Einschießen und dann Schwaden wie von Hansi beschrieben. Für schönen Glanz nochmal 10min vor Ende der Backzeit und nach dem Backen absprühen. Aber, aus meiner Sicht werden glänzende Krusten immer zäher als matt-bemehlte. Versuch doch mal mit Schluss nach oben und gut bemehlt zu backen. Sieht auch sehr schön aus. Ich backe bemehlte Krusten immer etwas heißer. Einschießen bei 260 (ich würde mehr aber mein Herd macht nicht mit) und 220 ausbacken.

Da du keinen Backstein verwendest, solltest du so heiß wie möglich vorheizen, da du sehr viel Wärme verlierst. Wenn du einen Grußtopf besitzt der in den Ofen kann und wo dein Brot mit etwas Platz rund rum rein passt, kannst du denn auch mit aufheizen und dein Brot da rein stürzen (Backen im Topf)

Aber im großen und ganzen scheint dein Rezept zu funktionieren!

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Grüße
Stefan


Hallo Stefan!

Das sind ja viele super Tipps. Aber ein paar Fragen hätte ich noch:

Deine Sauerteigführung ist recht aufwändig, dass machen hier viele (auch ich) anders, aber deine Krume sieht sehr gut aus, das gibt dir recht. - KANNST DU MIR HIERZU DEN LINK GEBEN?

Ich glaube du verdirbst dir die Kruste mit dem ständigen "mit Wasser besprühen" - habe ich nicht gemacht bei meinem zweiten Versuch, nur am Anfang geschwadet mit Schüssel mit Schrauben und 60 ml Wasser.

Davor aber unbedingt überschüssiges Mehl abpinseln - WAS NEHME ICH DA AM BESTEN ZUM ABPINSELN?

... danke schon mal.
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Re: Was brauche ich als Neuling?

Beitragvon G.L.1964 » Mi 23. Nov 2016, 01:31

ventalina hat geschrieben:Hallo,
ich hatte Anfangs auch Probleme mit zu dichter Krume bei Roggenbroten.
Dann habe ich im Blog von Dietmar Kappl in den Leserfragen unter einem Beitrag über Sauerteige folgendes von ihm gelesen:


Allgemeines:
Oft sind leider Theorie und Praxis weit voneinander entfernt! Bsp: Eine der meisten Fragen im Blog feine Porung bei Roggenmischbroten! Hier wird gelehrt, dass der Brotteig eine TT von 25-28°C haben soll oder? Falsch, denn versuche einmal eine TT von 34-35°C bei Brotteigen! Du wirst das Ergebnis nicht annähernd vergleichen können. Du erreichst eine Porung die mit nichts zu vergleichen ist (Geschmacklich veränderst du gar nichts)!


Seitdem ich schon beim Kneten des Teiges eine Teigtemperatur von ca. 35 grad anstrebe ( gesteuert durch Anschüttwasser, Brühstück usw.) und die Laibe dann auch durchgehend bei 30 grad gehen lasse, ist die Porung um Längen besser und größer.
An dem Tip ist wirklich was dran. Leider steht das bei vielen Roggenbrotrezepten im Internet nicht explizit dabei. Ich arbeite mit diesen Teigtemperaturen auch bei Roggenmischbroten, also nicht nur bei reinen Roggenteigen.

Vielleicht hift das ja den ein oder anderen, ihre Brote lockerer zu bekommen.

LG Sabine


Hallo Sabine!

Sauerteigansatz wird backfertig gemacht bei 30 Grad. Bin gespannt auf das Ergebnis. Danke für den Hinweis.
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