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TA für ST-Vollkornmehl

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TA für ST-Vollkornmehl

Beitragvon tessy » Sa 5. Okt 2019, 09:10

Hallo.

Ich würde gerne wissen, wie hoch die TA bei denjenigen von euch ist, die das ST Mehl selbst mahlen. Ich persönlich siebe die Kleie vom ST-Mehl noch mal aus, zerkleinere sie mit einer Küchenmaschine und gebe sie dem restlichen Backmehl zu. Trotzdem ist mein gesiebtes ST Mehl immer noch mit mehr Kleie durchsetzt, als das gekaufte VK-Mehl. Klar, ist ja auch nur ein gewöhnliches Küchen- und kein Industriesieb. Bin schon gespannt auf eure Antworten.
Gruß, JÜRGEN
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Re: TA für ST-Vollkornmehl

Beitragvon Mikado » Sa 5. Okt 2019, 10:34

tessy hat geschrieben:...wie hoch die TA bei denjenigen von euch ist, die das ST Mehl selbst mahlen. Ich persönlich siebe die Kleie vom ST-Mehl noch mal aus,

Moin Jürgen

Wenn bei deiner Haushalts-Getreidemühle nach dem Mahlen wirklich noch die Kleie im Vollkornmehl drin ist, die mühlentechnisch darunter verstanden wird, dann wäre die in etwa so wie auf dem dortigen Foto der Weizenkleie. Das würde bei deiner eigenen Mühle aber bedeuten, dass diese nicht auf den feinstmöglichen Mahlgrad eingestellt sein kann. Anders kann ich mir das nicht vorstellen, von meiner Getreidemühle kenne ich das nicht, bei der bleibt keine solche (wie die auf dem erwähnten Foto abgebildete) Kleie im selbst gemahlenen Getreide/Mehl übrig - da sind nur minimal kleine Fitzelchen der Schale im Vollkornmehl.
Wie fein hast du den Mahlgrad deiner Getreidemühle eingestellt? Welche Mühle verwendest du?
Beste Grüße
Mika

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Re: TA für ST-Vollkornmehl

Beitragvon tessy » Sa 5. Okt 2019, 11:42

Hallo Mikado.

Hm, das macht mich jetzt aber nachdenklich. Meine Kleie ist nicht ausschließlich leicht und flockig, sondern es befinden sich unzählige feste kleine Kornstückchen darunter, so würde ich sie mal bezeichnen. Sie haben einen Durchmesser von vielleicht 1 mm. Werde ich nächstes mal fotografieren. Geht mit der Macro Funktion meines Fotoapparates ganz gut. Ich habe die Salzburger Getreidemühle MT5 mit Granit Mahlwerk und stelle sie auf die kleinst mögliche Stufe ein. Das Mehl selbst ist wie Puder, also so, wie es sein soll.

Ich vermute, du hast eine Maschine mit rotierenden Messern, oder?
Mit welcher TA setzt du denn deinen ST an?

Update:

Hab` da gerade noch was gefunden:

https://www.ebay.de/itm/1000g-Hafer-Kle ... SwAPVZEYX2

Ist zwar Hafer Kleie und auch ziemlich grob, die Größe kommt eher meinem Roggenschrot sehr nahe, aber unten unterhalb des Gefäßrandes, diese kleinen Krümmel sind in etwa so groß wie meine Kleie.
Gruß, JÜRGEN
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Re: TA für ST-Vollkornmehl

Beitragvon Mikado » Sa 5. Okt 2019, 12:47

tessy hat geschrieben:Meine Kleie ist nicht ausschließlich leicht und flockig, sondern es befinden sich unzählige feste kleine Kornstückchen darunter, so würde ich sie mal bezeichnen. Sie haben einen Durchmesser von vielleicht 1 mm.

Ich sage mal ganz forsch, feste kleine Kornstückchen mit 1mm Durchmesser dürfen nicht drin sein. Wenn trotzdem, dann kann die Mühle es entweder nicht besser oder sie ist innen nicht auf feinstem Mahlgrad justiert - auch wenn außen die Mahlgradverstellung auf so-fein-wie-möglich eingestellt ist.

Ich habe die Salzburger Getreidemühle MT5 mit Granit Mahlwerk und stelle sie auf die kleinst mögliche Stufe ein. Das Mehl selbst ist wie Puder, also so, wie es sein soll.

Letzteres "Mehl wie Puder" glaube ich dir sofort, aber der Mensch bzw sein Fingerspitzengefühl lässt sich täuschen, Puder ist nicht gleich Puder ;) . Was aber meiner Meinung nach wichtiger ist - selbst auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole: die von dir beschriebenen festen kleinen Kornstückchen dürfen auch bei einer Haushalts-Getreidemühle nicht drin sein wenn sie auf feinstem Mahlgrad läuft.

Ich vermute, du hast eine Maschine mit rotierenden Messern, oder?

Nein. Solch eine würde pudriges Vollkornmehl nicht schaffen - oder wenn doch, dann würde das Mehl möglicherweise zu warm.

Ich habe eine Mockmill 200.

Mit welcher TA setzt du denn deinen ST an?

Früher habe ich bei Weizen ST mit Weizenmehl Typ 812 und TA180 bis TA200 angesetzt,
bei Roggen ST mit Roggenmehl Typ 997 und TA200.
Aber demnächst plane ich bei beiden auf Vollkornmehle umzusteigen und dazu die TA um 15% zu erhöhen;
das würde dann beim Weizen Vollkornmehl ST eine TA205 bis TA230
und beim Roggen Vollkornmehl ST eine TA230 bedeuten.

Hab` da gerade noch was gefunden:
...
Ist zwar Hafer Kleie und auch ziemlich grob, die Größe kommt eher meinem Roggenschrot sehr nahe, aber unten unterhalb des Gefäßrandes, diese kleinen Krümmel sind in etwa so groß wie meine Kleie.

Hilft für das Verständnis jetzt nicht wirklich ;) , sondern eine scharfe Makroaufnahme deines Vollkornmehls in der Schüssel, in die es aus deiner Mühle hineinfällt (unangetastet, nicht nachträglich umgerührt), wäre besser.
Beste Grüße
Mika

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Re: TA für ST-Vollkornmehl

Beitragvon tessy » Sa 5. Okt 2019, 15:14

Mikado hat geschrieben:Ich sage mal ganz forsch, feste kleine Kornstückchen mit 1mm Durchmesser dürfen nicht drin sein. Wenn trotzdem, dann kann die Mühle es entweder nicht besser oder sie ist innen nicht auf feinstem Mahlgrad justiert - auch wenn außen die Mahlgradverstellung auf so-fein-wie-möglich eingestellt ist.


Wenn man mit Granitmühlen den feinsten Mahlgrad erreichen möchte, muss man das Verstellrad ganz vorsichtig Richtung Null bewegen, bis sie sich ganz leicht berühren, so der Hinweis eines Servicemitarbeiters der Firma. Weißt du, manches hat sich im Alltag so automatisiert, dass ich möglicherweise die Größe meiner Kleie falsch eingeschätzt habe. Nächstes Wochenende mache ich mal ein Foto davon.

Der Grund für meine Anfrage war eigentlich folgender, wollte jedoch noch nicht vorgreifen und die Katze zu früh aus dem Sack lassen, zumal die meisten max. 1050er oder gekauftes Vollkornmehl verwenden, bei dem die Kleie ungleich kleiner ist, als bei mir.

Gestern ist mir ein Missgeschick passiert, in dem ich den ST mit 100 ml mehr Wasser angesetzt habe, als üblich. Also statt TA 215, mit TA 245. Doch das Ergebnis 15 Stunden später konnte ich kaum fassen. Die Oberfläche war voll mit Bläschen, hatte ich noch nie. Und am Rand habe ich gesehen, dass er immer noch nicht im Begriff war einzusacken. Als ich mit dem backen begann, hieß es immer, Vollkornmehl bräuchte 10 % mehr Wasser, darum die TA 215. Doch mit um die TA 240 scheint sich mein ST Mehl viel wohler zu fühlen.

Nun weiß ich nicht, ob mein selbst gemahlenes Mehl viel durstiger ist, als das gekaufte VK-Mehl. Darum wollte ich wissen, mit welcher TA ihr eure ST`e ansetzt?
Gruß, JÜRGEN
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Re: TA für ST-Vollkornmehl

Beitragvon Durchhaltebemmchen » Sa 5. Okt 2019, 18:22

Wenn ich das hier so lese, könnte ich glatt Lust auf eine Mühle kriegen. ;)
Welche mahlt denn nun schönes feines Mehl? Die Salzburger würde mich schon interessieren, trotz des gehobenen Preises.Oder kann man getrost günstiger kaufen für feines Mehl?
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Re: TA für ST-Vollkornmehl

Beitragvon tessy » Sa 5. Okt 2019, 19:10

Ich habe eine von diesen hier: https://www.youtube.com/watch?v=hwhtShq74YQ

Kann dir aber leider nicht mehr sagen, warum ich mich damals für eine Salzburger entschieden habe. WAS ich jedoch wusste, dass sich der Kaufpreis niemals wird amortisieren können, aber man gönnt sich ja sonst nichts. :mrgreen: Und ja, es geht auch definitiv günstiger, um feines Mehl mahlen. Als da wären die üblichen Verdächtigen Schnitzer. Komo und Hawos, um nur die Bekanntesten zu nennen. Ich persönlich richte mich meistens an Tests und Nutzermeinungen. Meine Salzburger möchte ich jedenfalls nicht mehr missen. 8-)
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Re: TA für ST-Vollkornmehl

Beitragvon Durchhaltebemmchen » Fr 18. Okt 2019, 14:38

Nun stehe ich praktisch kurz vor dem Kauf einer Salzburger. Allerdings habe ich noch geringe Zweifel,wenn ich mir das hier so durchlese. Ich möchte gar zu gerne feines Mehl und werde ganz sicher auch ein feines Sieb benutzen. Ist denn die MT5 nun wirklich DIE Mühle oder ist da ein großer Teil Marketing Gerede dabei? Einerseits bieten die Nachschleifen auf ewig ;) an, auf der anderen Seite liest man von Abnutzung vom Granit und auch das dieser nicht SOO hart wäre wie oftmals angenommen. Und dann natürlich die Probleme hier beim User tessy.....
Bin etwas unschlüssig.
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Re: TA für ST-Vollkornmehl

Beitragvon _xmas » Fr 18. Okt 2019, 16:36

Du kannst dir für 10 € die Mockmill ausleihen. Beim Kauf bekommst du das Geld per Verrechnung zurück (vielleicht gibt es auch wieder eine Weihnachtsaktion). Ich habe einige Mühlen testen können, die Mockmill mahlt am feinsten. Zunächst war sie neben meiner M1 die Zweitmühle, jetzt ist es umgekehrt.
Alle sagten: das geht nicht.
Dann kam einer, der wusste das nicht, und hat´s einfach gemacht.
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Re: TA für ST-Vollkornmehl

Beitragvon Durchhaltebemmchen » Fr 18. Okt 2019, 18:35

Danke. Nun ja, habe gerade mal geschaut, derzeit gibts die MM 100 Pro für 379 €. Ist natürlich gute 300 Euro günstiger als die MT 5. Da kann man schon mal drüber nachdenken.

Update:
Nun, ich konnte nicht widerstehen und habe mir dann doch die Salzburger MT 5 gekauft! :cry
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