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Roggenmehl: Gesundheitliche Probleme bei der Verarbeitung

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Roggenmehl: Gesundheitliche Probleme bei der Verarbeitung

Beitragvon Strandlauefer » Di 17. Jul 2012, 11:31

Seit mehreren Monaten bin ich nun dem Backvirus verfallen.
Mir ist in dieser Zeit aufgefallen , daß ich oftmals Hautveränderungen an den Händen habe. In begrenzten Arealen löst sich die obere Hornhautschicht ab und darunter ist es rau.
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Es dauert ca 10 Tage bis sich wieder alles normalisiert hat.

Als wissenschaftlich denkender Mensch habe ich das mal genau verfolgt. Ergebnis: Immer wenn ich Roggenmehl im Teig verarbeitet habe, kommt es zu diesen Hautveränderungen. Ich lese immer nur von Unverträglichkeit gegen Weizen, von Roggen las ich bisher nichts.

Gibt es noch andere unter uns, die diese Veränderungen beobachten?

Ich werde jedenfalls in Zukunft ein Paket Latexhandschuhe aus der Praxis mitnehmen und die Handschuhe bei der Verarbeitung von Roggen anziehen.
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Re: Roggenmehl: Gesundheitliche Probleme bei der Verarbeitun

Beitragvon Naddi » Di 17. Jul 2012, 11:55

Hallo Strandläufer,

meinst Du, dass kommt wirklich vom Roggen :? Hab ähnliches an den Händen, was bei mir - also so vermute ich - vom vielen Händewaschen kommt, denn der Teig klebt ja immer irgendwo. Mir platzen beim vielen Kontakt mit Wasser und Handseife regelmäßig die Hände auf - dann mache ich ein Ölpeeling: grobes Meersalz, nen Schuß Olivenöl und ordentlich die Hände gegenseitig miteinander abreiben, dann mit warmen Wasser abspülen und am Besten die Hände dann in Baumwollhandschuhe stecken bis das Öl eingezogen ist.
Ansonsten versuche ich das meiste mit Einmalhandschuhen zu bearbeiten. Bei Latex musst Du dann drauf achten, dass die lebensmittelecht sind :idea: Und am Besten nicht innen gepudert, denn wenn man dann die Handschuhe abstreift hat man diese eklige Puder an den Händen und das kann dann auch schon mal an die Lebensmittel geraten und das ist eklig.
Was Roggenunverträglichkeit betrifft: einer meine Kollegen war früher Roggenpollenallergiker und meint, wenn er heute Brot mit Roggen ist, dass das zu Aufstoßen und Sodbrennen führt. Ansonsten hab ich dazu auch noch nix gehört/gelesen.
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Re: Roggenmehl: Gesundheitliche Probleme bei der Verarbeitun

Beitragvon Strandlauefer » Di 17. Jul 2012, 12:19

Berufsbedingt wasche ich mir sowieso sehr oft die Hände. Und wenn ich wochenlang kein Roggenmehl verarbeite gibt es diese Probleme nicht.
Latexhandschuhe die im Medizinbereich getragen werden, sollten lebensmittelecht sein, hoffe ich zumindest. Mit dem Puder hast Du recht, aber Handschuhe mit Puder bekommst Du praktisch nicht mehr. Das wirkte oft allergen und, was viel schlimmer war: Es bildete sich eine betonartige Schicht auf den Instrumenten und Geräten wenn das Zeug sich dort niedergelassen und bei der Desinfektion feucht geworden war.
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Re: Roggenmehl: Gesundheitliche Probleme bei der Verarbeitun

Beitragvon Tosca » Di 17. Jul 2012, 12:24

Hallo Strandläufer,
hast Du das nur bei konventionellem Roggenmehl? Eventuell auf Bio-Roggenmehl umsteigen.
Um der Sache auf den Grund zu gehen, hilft nur der Gang zum Dermatologen und einen Allergietest machen lassen.
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Re: Roggenmehl: Gesundheitliche Probleme bei der Verarbeitun

Beitragvon Brötchentante » Di 17. Jul 2012, 12:47

Hallöchen
schaut mal da
LG
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Re: Roggenmehl: Gesundheitliche Probleme bei der Verarbeitun

Beitragvon Naddi » Di 17. Jul 2012, 13:35

@ Strandläufer: ich kauf meine Handschuhe (blau aus Nitril, puderfrei, unsteril) bei Metro. Nicht wirklich günstig, aber wenn ich mal andere hatte, vom Discounter oder so: die waren richtig fies gepudert und das roch immer sehr ungenehm.
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Re: Roggenmehl: Gesundheitliche Probleme bei der Verarbeitun

Beitragvon Strandlauefer » Di 17. Jul 2012, 13:45

Interessant. Das mit den Ekzemen kommt ja hin. Ich habe Heuschnupfen. Gegen Roggenbackwaren in fertigem Zustand habe ich glücklicherweise keine Probleme. Ist bei Haselnüssen (die gehen roh gar nicht) und Äpfeln auch so.

Nitril ist natürlich sehr gut. Mir fehlt da bei der Arbeit die richtige taktile Rückmeldung. Wenn es nach der Berufsgenossenschaft gehen würde, dürfte man die nur noch nutzen. Deswegen gibt es im Medizinbetrieb (zumindest bei Zahnärzten) auch keine gepuderten Latexhandschuhe mehr.
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Re: Roggenmehl: Gesundheitliche Probleme bei der Verarbeitun

Beitragvon Naddi » Di 17. Jul 2012, 14:52

@ Strandläufer: Heuschnupfen hab ich bedauerlicherweise auch, :wue Kann auch keine Haselnüsse essen, Nutella auch nicht :heul doch . Äpfel derzeit auch nur bedingt. Alles ganz blöder Mist .ph
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Re: Roggenmehl: Gesundheitliche Probleme bei der Verarbeitun

Beitragvon BrotDoc » Di 17. Jul 2012, 15:51

Hallo Strandläufer,
es wäre doch merkwürdig, wenn sich die Roggenallergie nur bei Hautkontakt zeigen würde, der Verzehr aber folgenlos bliebe. Eigentlich ist es eher umgekehrt.
Aus meiner Sicht kann ich Naddi nur beipflichten: Bei der Teigbereitung wird so viel schmutzig und gerade bei der Verwendung von Roggenmehl klebt die Pampe auch noch unheimlich am Arbeitsgerät. Du spülst dann relativ lange und gründlich. Bei mir sehen die Finger nach einem Backtag manchmal auch so aus.
Viele Grüße,
Björn
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