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Neuling- Brotbacken mit den oertlich vorhandenen Zutaten

Hier kannst Du als Anfänger alles fragen, was zum Brotbacken gehört.

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Neuling- Brotbacken mit den oertlich vorhandenen Zutaten

Beitragvon Asienbayer » So 3. Aug 2014, 16:55

Hallo liebe Leute,
habe mich vorher gerade angemeldet. Also ich versuche es nicht in einen Roman ausarten zu lassen.
Habe einen Holzbackofen im Garten. Vorausschicken muss ich dass ich in Sri Lanka lebe.
Der Mann der ihn gebaut hat, baute schon Oefen in Baeckereien, also wusste er was er tat. Mir kam alles etwas merkwuerdig vor, aber wenn das hier so lauft. Also in den ca. 1,20m hohen gemauerten Behaelter kamen Steine, zerschlagene Glasflaschen, jede Menge Salz und was weis ich noch. der Abschluss obendrauf mit Granitsteinen zugemauert. Das bildet die basis, darauf eine halbrunde Kuppel, betoniert und innen mit verputzt mit einem Gemisch aus Zement, Sand und der Erde von Termitenbauten. Das soll angeblich feuerfest sein. Hab den Ofen schon ne zeitlang und benutzte ihn mit einem Einsatz als Grill.
Wie man nun einheizt und aufheizt und die Glut dann an den Rand schiebt, habe ich alles auf YouTube verfolgt, denke das wird klappen.
Der Brotteig ist da schon etwas delikater. Es gibt bei uns hier nur Weizenmehl, jedoch ohne diese Nummern, Reismehl und Kurakkan (Fingerhirse) Mehl. An Roggen-Dinkel etc. komme ich nicht ran.
Auch Sauerteig muss ich mich erst kundig machen und langsam dran gehen. Solange dachte ich ich kann mit Weizenmehl, einen kleineren Anteil von Kurakkan, Hefe, Wasser, Salz, Gewuerze,
Wasser, evtl, ein paar Kerne einen Teig machen.
Meine Frage ist nun ob jemand Erfahrung hat mit Kurakkan (Hirsemehl) ob das ueberhaupt geeignet ist, wieviel es sein darf im Bezug auf Weizenmehl.
Muss mich da jetzt rantasten, sicherlich kommen noch viel mehr Fragen.
Erstmal danke fuers Lesen und ich hoffe dass sich jemand meiner annimmt.
Sonnige Gruesse
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Re: Neuling- Brotbacken mit den oertlich vorhandenen Zutaten

Beitragvon lisa und finja » So 3. Aug 2014, 21:21

Hallo Bernhard,

Herzlich willkommen hier bei uns. :tc Du bist ja zu beneiden, so ein tolles Haus und der Garten, das ist ja ein Traum :amb Schade, das mein Mann flugangst hat, das wäre was für mich. Der Backofen siehtnauch gut aus. Hier gibt es so einige nette Menschen, die auch einen Steinbackofen haben, die können dir sicher helfen.

Aus Weizenmehl kannst du dir selbst Sauerteig herstellen, das hab ich auch gemacht. Außerdem hast du noch die Möglichkeit, dir Livieto Madre zu züchten, eine italienische Mutterhefe, die dem Brotteig auch ein säuerliches Aroma gibt. Sie lässt den Teig enorm aufgehen und hat ein Aroma, das an Joghurt erinnert. Die Anleitungen dazu findest du hier im Forum.

Liebe Grüße :tc
Herzliche Grüße

Lisa

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Re: Neuling- Brotbacken mit den oertlich vorhandenen Zutaten

Beitragvon IKE777 » So 3. Aug 2014, 22:37

Hallo Bernhard,
herzlich willkommen bei uns.

Bzgl. dem Steinofen wirst du sicher hier einige Tipps und Tricks bekommen.

Zum Brot: Mit Hirse kann man nicht wirklich Brot backen, das hält nicht zusammen, das es kein Gluten enthält. Wieviel man einem Brot beifügen kann - da habe ich auch keine Ahnung.

Aber versuche es doch einfach mal mit Weizenmehl und Hefe, falls du Hefe bekommen kannst.
Das Grundgerüst heißt:
pro 100g Mehl -
ca. 60g Flüssigkeit
(die genau Menge hängt von der Mehlart ab. Am Anfang lieber weniger, und dann nach und nach mehr zufügen).
2g Salz
1g Hefe

Du findest sicher im Rezeptindex einige Rezepte, die du mit deinem Weizenmehl backen kannst, ohne dass du die Typenbezeichnung kennst.

Viel Erfolg. Lass von dir hören und zeige uns dein Backwerk.
Man wird im Alter immer reicher - zumindest an Erfahrung.
Sagt Irene mit einem Zwinkern in den Augen.
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Re: Neuling- Brotbacken mit den oertlich vorhandenen Zutaten

Beitragvon Asienbayer » Mo 4. Aug 2014, 05:12

Hallo,
vielen Dank fuer das herzliche Willkommen. Wegen dem Kurakkan-Hirse Mehl nochmals eine Frage. Also ich weiss dass sie in Indien und auch Afrika mit Hirse Brot machen. Vermutlich mit anderen zutaten. Jedoch waere interessant fuer mich ob man nicht z.B. ein viertel vom gesamten benoetigten Mehl zumindest diese Hirsemehl beimengen kann. Denke Hirsemehl ist ja doch auch gesund. Das waere natuerlich der Hammer wenn jemand mit Erfahrung in Erwaegung ziehen wuerde bei uns Urlaub zu machen und mich in die heilige Zunft des Holzbackofens einweist. Das waere mir sicherlich auch einen Discount wert.
Heute regnet es wie bloed, die ganze Nacht schon, werde deshalb meinen ersten Testversuch mal verschieben. Vielleicht bekomme ich ja vor dem Stapellauf noch eine Idee mit der Hirse.

Sonnige Gruesse (wenn es auch regnet im Moment)
Bernhard
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Re: Neuling- Brotbacken mit den oertlich vorhandenen Zutaten

Beitragvon Asienbayer » Mo 4. Aug 2014, 05:50

Hallo ihr Lieben,
danke fuer das freundliche Willkommen. Mein Stapellauf muss verschoben werden, heute schifft es in Stroemen. Auch gut, dann kann ich noch ein bisschen suchen nach Rezepten und vielleicht kommt noch ein Tip. Das Kurakkan-Hirsemehl wuerde ich schon gerne mit beimischen weil es gesund ist. Vielleicht weiss jemand etwas ueber die Menge die man zumischen kann ohne das Ergebnis zu beeintraechtigen. Das jemand fachkundiger zu uns kommt um Urlaub zu machen und mich in die geheimnisvolle Kunst des Brot-und Pizzabackens einweiht, waere natuerlich super. Da muesste natuerlich auch ein Bonus drin sein, vom Lehrling zum Meister.
Brauche auch noch einen Brotschieber. Gibt es ja alles nicht fertig hier.
Sonnige Gruesse (auch wenns regnet im Moment)
Bernhard
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Re: Neuling- Brotbacken mit den oertlich vorhandenen Zutaten

Beitragvon IKE777 » Mo 4. Aug 2014, 09:46

@Bernhard
Einen Brotfan in ein Land zu locken, in dem es nicht mal einen Brotschieber gibt.... :lala :lala
geschweige denn diverse Mehlsorten :wue Gibt es wenigstens Weißwürste :l

Aber Spaß beiseite - man könnte sich das als Reiseziel überlegen. Es soll ja auch viel Schönes dort zu sehen geben!

Ich denke, dass du 10% der Mehlmenge schon von der beifügen kannst. Ich würde das zuvor etwas einweichen.
Vielleicht würde ich auch probieren ein sogenanntes Kochstück damit anzufertigen.
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Sagt Irene mit einem Zwinkern in den Augen.
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Re: Neuling- Brotbacken mit den oertlich vorhandenen Zutaten

Beitragvon katzenfan » Mo 4. Aug 2014, 11:00

Hallo Bernhard,
herzlich willkommen in unserem Forum und viel Spaß beim Nachbacken der Forumsrezepte.

Unter Fingerhirse kann ich mir nix vorstellen. Ich denke aber, dass sie vermahlen sich nicht anderes
verhält wie unsere in Deutschland verwendete Hirse.
In einem Buch von Ada Pokorny stehen einige Rezepte, die sind komplett aus Hirsemehl (glutenfrei). Die Autorin
schreibt aber dazu, dass Hirse relativ herb gegenüber unserem Mehl sein soll.
Wichtig bei der Verwendung von Hirse scheint ein langes Verquellen bzw. eine Verwendung in Vorteig, Quell oder Kochstück zu sein.
Ich würde dir raten fange, wie Irene schon schrieb mit 10% an und steigere dann die Menge, so wie es dir(euch) am besten schmeckt.
Zum Steinbackofen müssen dir andere etwas schreiben oder schau doch mal hier. Da wird dir bestimmt geholfen.
Viele Grüße

Barbara
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Re: Neuling- Brotbacken mit den oertlich vorhandenen Zutaten

Beitragvon Asienbayer » Mo 4. Aug 2014, 17:24

Hallo liebe Leute,
vielen Dank IKKE und Barbara fuer die Tips. Irgendwo in der Hauptstadt gibt es vielleicht einen Brotschieber, aber bevor ich mir da einen ganzen Tag um die Ohren haue, mach ich lieber selber einen. War heute in einer halben Stunde erledigt. Ein verzinktes Stueck Blech, 30x45cm, 3 mm stark, ein verzinktes Rohr, ca 90cm lang, vorne breitgeklopft, zwei Loecher rein, zwei Nieten durch fertig. Kosten: 2,50 Euro.
Weisswuerst gibts keine hier, zu deiner Information. Es gibt einen Supermarkt, der bekommt einmal im Jahr einen Container mit deutschem Zeug, seine Frau ist deutsche und organisiert das. Alles aber sauteuer, da ueberlegt man schon ob das sein muss oder ob man auch ohne ueberlebt. Habe mal eine Dose mit Weisswuersten gekauft, glaube 7 Euro oder so. Muss nicht sein. Aus der Dose sowieso, wenn ich das in Bayern auf dem Dorf erzaehle, jagen sie mich davon vermutlich.
Zum Teig, ich werde mal 10% Hirsemehl reinmixen und sehen. Man kann es sicherlich einen Tag vorher auch mit Wasser vermischen und in den Kuehlschrank stellen oder ist das zu lange. Kann man den gesamten Teig eigentlich am Vortag schon machen (kein Sauerteig)? Denke ich fang morgen mal einfach an. Vielleicht mach ich zwei kleinere Brote und ein paar Semmeln (Broetchen) fuer die Preissn. Hoffentlich wirds besser als der Kuchen den ich vor Jahren gebacken hab. Den hat nicht mal der Hund gfressn. War ich sauer.
Sonnige Gruesse
Bernhard
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Re: Neuling- Brotbacken mit den oertlich vorhandenen Zutaten

Beitragvon katzenfan » Mo 4. Aug 2014, 17:49

Hallo Bernhard,
selbstverständlich kannst du den ganzen Teig am Vortag machen. Du musst aber dann die Hefe auf
etwa 1 g reduzieren, denn ich glaube nicht, dass du unter 5°C in deinem Kühlschrank hast :lala
eher 10 - 15°C. Das entspricht bei uns einer kalten Küche. Wichtig ist, dass dein Teig keine Übergare bekommt. Du musst es halt ausprobieren.

Übrigens am Anfang unserer "Bäckerkarriere" haben wir öfter für Gänse, Pferde usw. gebacken, machmal auch für die Abfalltonne, das ist normal und passiert auch heute noch gelegentlich. :XD
Viele Grüße

Barbara
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Re: Neuling- Brotbacken mit den oertlich vorhandenen Zutaten

Beitragvon Hesse » Mo 4. Aug 2014, 21:58

Hallo Bernhard, sehe das jetzt gerade und mir gefällt Dein Ofen prima ! :kl

Du schreibst, dass Du bereits Erfahrung mit Grillen darin gemacht hast u.sw.

Beim Brotbacken würde ich die Glut aber nicht nur nach hinten schieben, dieses Verfahren funktioniert nach meiner Erfahrung mit einem HBO nur bei Pizza- diese sind ja bei sehr ordentlicher Hitze in 4-7 Minuten fertig.

Die Brote würden zu schwarz werden. :-|

Zum Brotbacken solltest Du aber den Ofen komplett von der Glut befreien und nass (zisch! :mrgreen: ) auswischen.

Dann etwas Mehl oder Grieß auf die Backfläche streuen und wenn dies zu schnell braun oder noch dunkler wird- so oft nachwischen, dass nichts mehr zu schnell dunkel wird.

Rantasten an die Backeigenschaften Deines Ofens bleibt Dir nicht erspart, aber nach spätestes 3 Versuchen gelingen Dir die Brote- war bei mir so.
Erfahrungsgemäß stimmt die obere Hitze, wenn die Gewölbeoberseite reinweiß ist.
***********
Bei Deinem Hirsemehl vermute ich, dass man den Anteil auf zunächst ca. 20%, bezogen auf die verwendete Gesamtmehlmenge steigern kann. Evtl. noch etwas mehr, nach erfolgten Versuchen, da Du das ja gerne verwenden möchtest.

Vielleicht magst Du mal Folgendes für den Anfang ausprobieren :

800gr Weizenmehl, 200gr Hirsemehl.

Die 200gr Hirse am Vortag mit 200gr Wasser und ca. 1gr Hefe vermengen, am Backtag 800gr Weizenmehl mit dem Vorteig und 15gr Hefe und 20g- 22gr Salz vermengen. (Es ist jeweils Frischhefe gemeint).
Wasserzugabe ca. 400- 460gr, wenn Du das Brot “frei schiebst”, sollte sie bei den ersten Versuchen nicht zu hoch sein.
Knetzeit ca. 10 Minuten, bei Handknetung länger.
Dann ca. 30 Minuten Teigruhe- anschließend einen oder zwei Laibe formen.

Das Ganze je nach Umgebungstemperatur ca. 1- 2 Std. garen lassen, die Teigmenge sollte sich ungefähr verdoppeln- dann mit Deinem neuen Schieber sauber in den Ofen geben…

Zwei Laibe sollten in 35- bis 45 Min. fertig sein. (Klopfprobe).

Viel Erfolg wünscht : :D

Michael mit Gruß
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Re: Neuling- Brotbacken mit den oertlich vorhandenen Zutaten

Beitragvon Asienbayer » Di 5. Aug 2014, 06:55

Hallo liebe Leute,
danke Barbara fuer die Tips. Frueher hatte ich Enten, bevor die Hunde sie zerlegt haben, die waeren jetzt erfreut ueber meine ersten evtl. Fehlergebnisse. Meine Hunde zeigen mir den Mittelfinger, meine Frau und mein Sohn werden laut los lachen wenn es schief geht. Die bekommen dann meinen Mittelfinger zu sehen. Ich werde weitermachen selbst mit Schande und was weis ich.
@Hesse. Das sind unbezahlbare Tips die du mir da gibst. Ja zuerst mal muss ich den Ofen ausloten wie er sich aufheizt und die Hitze haelt. Verwende ich doch keinen Schamott, sondern ein etwas anderes System. Hast du das schon mal gehoert den Unterbau mit Glasscherben, Salz und Steinen ausfuellen. Hoerte sich fuer mich fraglich an, aber alle sagen(hier) "so muss das sein".
Ich haette jetzt die Glut einfach nach hinten geschoben. Damit es laenger heiss bleibt drin. Dann werde ich sie mal raus raeumen und sehen ob die Hitze reicht. Hab irgendwie Angst wenn ich da zu lange rummache dass all die Hitze beim Tuerl rauskommt und das Brot dann irgendwie alleine da rumliegt und angewaermt wird. :nts
Nachdem ich heute eigentlich anfangen will, lasse ich die Hirse mal weg, denn ich hab gestern nichts eingeweicht.
Gott steh mir bei, ich mach jetzt den Teig. :hx

Sonnige Gruesse
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Re: Neuling- Brotbacken mit den oertlich vorhandenen Zutaten

Beitragvon Maximiliane » Di 5. Aug 2014, 08:52

Asienbayer hat geschrieben:....wie er sich aufheizt und die Hitze haelt. ...... Damit es laenger heiss bleibt drin. Dann werde ich sie mal raus raeumen und sehen ob die Hitze reicht. Hab irgendwie Angst wenn ich da zu lange rummache dass all die Hitze beim Tuerl rauskommt und das Brot dann irgendwie alleine da rumliegt und angewaermt wird.

Moin Bernhard,

herzlich Willkommen hier bei den Bäckersleuten-

Wir backen auch im Holzbackofen.
Ich weiß nicht wie du dir das mittlerweile gedacht hast. Wir heitzen den Ofen 5 Stunden am Backtag. Die letzte Stunde davon wird die Glut im gesamten Ofen verteilt. Dann hat er gut 400° und der gesamt Körper ist aufgewärmt.
Das ist nötig damit die Backhitze über Stunden gespeichert wird. HBO-backen lohnt nicht für kleine Mengen. Wir backen erst die Brote, dann Brötchen, Rosinenbrötchen und Butterkuchen und zum Schluss den Käsekuchen. Somit optimale Auslastung und für Wochen Backwerk.

Nach ca. 5 Stunden wird der Ofen ausgeräumt und ausgewischt um die Aschereste weitestgehend zu entfernen. Jetzt kann erst Pizza oder Flamkuchen gebacken werden während das Brot noch in der Gare ist.
Kannst du dir ein Infrarotthermometer besorgen? Das wäre dir ein unschätzbare Hilfe. Ansonsten: Versuch macht kluch.
Brot sollte im HBO bei max 280° Bodentemperatur eingeschossen werden. Weizenbrot verträgt weniger. Alles andere macht Briketts.

Und nun .adA und viel Spaß
Herzliche Grüße
Maxi
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Re: Neuling- Brotbacken mit den oertlich vorhandenen Zutaten

Beitragvon Chorus » Di 5. Aug 2014, 10:30

Hallo Bernhard,

vielleicht macht es Sinn, wenn du dir die Mehle die du benötigst, im Internet bestellst. Ich weiss von einigen Leute , die Mehle aus dem Ausland beziehen. Billiger wird es, wenn du andere Migranten findest denen es ebenfalls nach Brot und Brötchen gelüstet. Auf Sri Lanka gibt es meines Wissens eine europäische Enklave und die sollten alle in der identischen Lebenssituation sein. Schliesst euch zusammen, das macht die ganze Sache erheblich preiswerter.


Ich wünsch dir viel Glück. Toi, Toi, Toi !
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Re: Neuling- Brotbacken mit den oertlich vorhandenen Zutaten

Beitragvon Hesse » Di 5. Aug 2014, 11:12

Hallo,

Möchte gerade noch eine Anmerkung zu den Befeuerungszeiten machen.
Die kann man ja nicht verallgemeinern und sie sind ja völlig von der Ofengröße und Konstruktion abhängig. Hier hilft wirklich nur ausprobieren. :)

Mein Ofen z.B. ist ziemlich klein- die Backfläcke könnte in etwa der von Bernhard’s Ofen entsprechen. Ca. 80 X 80 cm misst die Backfläche aus Schamottplatten, das Gewölbe besteht bei mir auch aus Schamott.

Mein Ofen ist nach ziemlich genau 75 Minuten Befeuerung zum Brotbacken genau richtig. Etwa 3-4 Mal muss ich ihn nass auswischen, dann passt die Sache und die Brote werden richtig. :D
Hier ein Beispiel>klick
(Bilder zum vergrößern anklicken).

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Re: Neuling- Brotbacken mit den oertlich vorhandenen Zutaten

Beitragvon Asienbayer » Di 5. Aug 2014, 14:24

Hallo liebe Leute,
es ist vollbracht, ich hab das erste Mal gebacken. Ich bin irgendwie erfreut.
Dennoch sitze ich mit gesenktem Haupt vor dem Bildschirm, gerade noch so dass ich ihn sehe.
Meine Frau und mein Sohn haben ein ganz unverschaemtes Grinsen auf dem Gesicht und die Ehre Bayerns ist zeitweise im Eimer (mit der Asche).
Also mit dem Teig ist schon was nicht in Ordnung, der war am Anfang bis zum Ende batzig (originalton sued) uebersetzt soviel wie klebrig. Auch nach all der Backerei ist er immer noch batzig.
Habe nur Trockenhefe aus dem Paeckchen, 10 gramm pro Paeckchen. Hab 2 genommen.
Instant Dry Yeast aus Vietnam- kein Kommentar. Hab grad gesehen die schreiben es sogar auf englisch, vorher hab ich nur Hyroglyphen gesehen. Ein Paeckchen fuer 750g Mehl. Na ja jetzt.
Als ich dann beim Kneten endlich das klebrige Zeug von den Fingern runter hatte, hatte ich fast noch eine Packung Mehl verbroeselt.
Die Hitze im Backofen reichte auch nicht. Ich dachte ca. 45 minuten ist genug vorgeheizt, nein.
Geht ganz schoen Holz drauf. Musste dann spaeter, mit Brot drin noch nachheizen. Also kurzum total daneben. Das Brot ist aussen ein wenig knusprig, sieht nicht aus wie auf euren schoenen Bilder von Traumbroten und ist innen batzig. Meine Frau sagte ich soll es nicht essen sonst bekomme ich die Schei...(Durchfall).
Denke wenn ma dem Hund a Soss dazu macht, frisst er"s scho.
Bin offen fuer grundlegende Tips angefangen bei Adam und Eva, Spott bitte langsam, hatte heute schon eine Ueberdosis davon. So ein Scheiss. :wue :kdw

Vorher dachte ich einfach es regnet, aber jetzt weiss ich der Himmel weint.

Bernhard
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Re: Neuling- Brotbacken mit den oertlich vorhandenen Zutaten

Beitragvon Asienbayer » Di 5. Aug 2014, 14:29

Ach ja, meine Utensilien, selbst gebaut, kurz. Machen sich gut, trotz allem ist das Brot aber auch nix geworden.Bild

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Schaufel kostete 3 Euro, der Brotschieber 2,50, der Besen 50Cent
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Re: Neuling- Brotbacken mit den oertlich vorhandenen Zutaten

Beitragvon Hesse » Di 5. Aug 2014, 14:47

Asienbayer hat geschrieben:
...Vorher dachte ich einfach es regnet, aber jetzt weiss ich der Himmel weint.


Na- wenigstens ist Dir der Humor nicht verloren gegangen... :lol: :mrgreen:

Mein Vorschlag : Falls die Möglichkeit besteht, back' doch erst mal ein Brot im E- Ofen und wenn dies gelingt- weitere Versuche im HBO machen. :sp

Damit der Teig nicht so Probleme macht, am Anfang nicht mehr als 60- 62 % Wasser (bezogen auf die gesamte Mehlmenge) dazugeben.

Grüße von Michael
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Re: Neuling- Brotbacken mit den oertlich vorhandenen Zutaten

Beitragvon hajo » Di 5. Aug 2014, 18:15

Ja, das Mehl hier ist gewöhnungsbedürftig. Es ist am ehesten noch mit einem 405 vergleichbar, aber eher Dinkel als Weizen. Das wird sehr schnell sehr pappig. Zumindest in Indien gibts aber auch das "Atta" -- das ist ein sehr fein ausgemahlenes Vollkornmehl. Ich mische beide idR 50/50, das kommt dann einem 550 etwas näher. Nur mit der Flüssigkeitszugabe musst du sehr vorsichtig sein. Südländische Gebäcke wie Foccacia oder auch Baguette gehen recht gut, aber ein dunkleres Brot bekommste damit nicht hin. Da hilft nur iHerb.com Grüße aus Bangalore :)
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Re: Neuling- Brotbacken mit den oertlich vorhandenen Zutaten

Beitragvon Asienbayer » Mi 6. Aug 2014, 07:07

Hallo liebe Leute,
vielen Dank fuer die vielen Tips und Respekt, es war keiner dabei der gespottet hat. Vermutlich weil es vielen so oder aehnlich erging die ersten Male. Hatte trotzdem gerechnet dass jemand bemerkt:" Ja der Bayer, so a Depp". Wie auch immer meine Familie hat sich beruhigt und lacht nicht mehr.
Etwa stoerend war allerdings dass unsere Hunde, obwohl mit Fischcurrysauce vermischt, unter Drohnungen nur die Haelfte vom Brot frassen. Bei normalem Brot frisst der grosse fast noch den Napf mit. Das ist nicht schoen.
Also ich hab begonnen eine Fehleranalyse zu machen.
Das Mehl dass ich benutzte war jetzt nicht so ganz "einfach Weizenmehl" es war genau das was Hajo schrieb " in Indien gibts aber auch das "Atta" -- das ist ein sehr fein ausgemahlenes Vollkornmehl". Das heisst ich habe 100% von dem benutzt, was vielleicht auch nicht so toll ist. Hajo bitte klaer mich da nochmal auf. Denke ich werd das mit dem Kurakkan-Hirsemehl vergessen, machts nur noch komplizierter. Das eignet sich fuer Rotti besser.
Dann muss ich genauestens auf die Wassermenge achten, nicht wie ueblich frei Schnauze Wasser reinschuetten. Da ich keine Kuchenmaschine habe, werde ich es anfaeglich mit einem Stabmixer mit Knethaken versuchen, danach mit der Hand. Auch hier sollte man nicht zuviel kneten habe ich gelesen. Was ich bemerkte war das mein Brot ziemlich fad schmeckte obwohl ich eine satte Prise Salz reingab, etwas Kuemmel und Oregano. Da muss vermutlich viel mehr ran. Wollte die Zutaten nur nicht verschwenden da ich eigentlich damit gerechnet habe dass es beim erstem Mal ein Fiasko wird.
Das Heizen ist so eine Sache. Der Unterboden hat gezischt als ich ihn auswischte, aber das Vorheizen von 45 Minuten hat bei Weitem nicht gereicht. Werde das beim naechsten Mal fast verdoppeln. Der Ofen wird auch nicht solange speichern, da er nicht aus Schamott ist. Der Unterboden (Fuellung) wie frueher bereits beschrieben, der Boden sind Granitstein Fliesen ca. 5-7cm dick. Der Oberbau, das Gewoelbe ist betoniert und innen mit dieser Mischung aus Zement, Sand und Erde von einem Termitenbau verputzt. Das ist angeblich feuerfest. Nach dem gestrigen Heizen wars jedensfalls noch dran. Hatte es ja auch schon vorher als ich noch ein Gitter und eine Wanne fuer die Grillkohle drinstehen hatte. Allerdings war da die Vorderseite offen, die ist ja jetzt zu und ein Tuerl drin.
Der batzige Teig war vermutlich das Wasser. Wenn das nicht passt, bleibts batzig bis zum Schluss. Aussen braun oder knusprig wurde es nicht vermutlich wegen dem Mehl, der Konsistenz und der fehlenden Hitze. Na ja ich werds die Tage wieder versuchen. Schauen wir mal wie es beim 2. Versuch klappt. Es geschehen auch noch Wunder, meine Frau, die gestern noch sagte " You and your weard ideas, don't come and ask me to eat this", bot mir heute frueh an sie kann mir ja beim Teig das naechste Mal helfen. Oh welche Gnade wurde mir nun zuteil. Dann kanns ja nur noch besser werden.

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Re: Neuling- Brotbacken mit den oertlich vorhandenen Zutaten

Beitragvon Asienbayer » Mi 6. Aug 2014, 07:24

Hallo Leute,
noch was vergessen, da ich offensichtlich nur die vietnamesische Trockenhefe bekomme, wollte ich noch wissen wie es sich mit dem Verhaeltnis von Frischhefe zu Trockenhefe verhaelt. Bei den meisten Rezepten die man liest, wird Frischhefe verwendet. Bitte klaert mich mal auf darueber. In der Zwischenzeit werde ich mal nach Frischhefe Wuerfel suchen, gibts bestimmt auch irgendwo, ist nur immer so umstaendlich ueberall rumzusuchen. Dann auch dieser Sauerteig, kann man gute Brote auch ohne ihn backen? Selber machen stinkt so und ich bin eigentlich nicht so der Freund Bakterien zu zuechten. Bin ja kein Laborant.

LG
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