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klebrigen Teig umfüllen

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klebrigen Teig umfüllen

Beitragvon Caröle » So 29. Nov 2020, 20:54

Ich habe eine große Kenwood-Küchenmaschine (Cooking Chef Gourmet), deren Knetschüssel im Vergleich zu den Teigmengen, die ich mache (nicht mehr als 1,5kg Brotteig) ziemlich riesig ist.

Häufig habe ich das Problem, dass ich den Brotteig - speziell den mit viel Roggenmehl darin - kaum verknüftig aus der Schüssel auf die Arbeitsfläche bekomme. Nicht nur die Größe der Schüssel ist dabei unpraktisch (sehr hohe Schüssel, der Teig klebt natürlich am hintersten Ende), da bräuchte ich eigentlich schon eine dritte Hand zum gleichzeitigen Halten der Schüssel und Herausholen des Teiges. :wue

Selbst wenn ich mit einem Silikonspachtel oder einer Teigkarte arbeite und diese anfeuchte, kommt der Teig oft nur in einzelnen klebrig-schrierigen Portionen aus der Schüssel, verliert so natürlich auch die Luft darin.
Wenn ich ihn dann wirken möchte, muss ich erstmal versuchen, die vielen aufeinander geklecksten Teigportionen wieder zu einer einigermaßen formbaren Masse zusammen zu bringen.

Hat jemand einen Tip für mich, wie man den Teig besser aus der Schüssel bekommt?
Caro... mit viel Koch- und langsam auch mehr Backerfahrung :hx

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Re: klebrigen Teig umfüllen

Beitragvon _xmas » So 29. Nov 2020, 21:20

Ganz ehrlich? Ich verstehe das Problem nicht. :shock:
Alle sagten: das geht nicht.
Dann kam einer, der wusste das nicht, und hat´s einfach gemacht.
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Re: klebrigen Teig umfüllen

Beitragvon hansigü » So 29. Nov 2020, 21:51

Wieviel kg Teig sind das denn?
Ich würde den Kessel auf Tisch/ Arbeitsfläche seitlich hinlegen und Teig Stück für Stück mit der Teigkarte raus bugsieren.
Oder wie ich es mache, Kessel auf die Waage stellen und dann immer soviel Teig rausholen, wie ich für den Laib brauche. Dann wirke ich, stelle die Waage wieder auf Null und die nächste Portion ist dran.
Keine Angst, da geht nicht soviel Gas flöten, bei der Stückgare kommt ja wieder welches dazu :)
Gruß Hansi


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Re: klebrigen Teig umfüllen

Beitragvon Caröle » So 29. Nov 2020, 22:00

_xmas hat geschrieben:Ganz ehrlich? Ich verstehe das Problem nicht. :shock:


Hmmmm... wie soll ich es anders erklären?

Im Teig soll sich ja ein Glutengerüst und Gärgas entwickeln. Wenn er mir aber beim mühsamen Herauskratzen aus der Schüssel so in viele Teile zerrissen wird, kann das doch der Teigstruktur nicht förderlich sein. Außerdem ist es sehr mühsam, wenn man den Teig nicht halbwegs zusammenhängend heraus bekommt, sondern das meiste am Schüsselrand und an der Teigkarte hängt - auch bei vorher angefeuchteter Karte. Ich dachte, vielleicht gibt es hier womöglich einen Trick, wie man den festklebenden Teig besser aus der Schüssel bekommt.
Bei Weizenteigen, die sich beim Kneten vom Schüsselrand lösen, ist das ja kein Problem,
aber bei klebrigen Teigen (viel oder nur Roggenmehl) ist es ziemlich mühsam...

(Das mit dem hohen Schüsselrand hab ich nur als zusätzliche Hürde beschrieben, da es dadurch nicht einfacher wird, den Teig heraus zu bekommen. Eine große und schwere Schüssel halten und gleichzeitig klebrigen Teig mit Kraftaufwand rauskratzen müssen ist nicht so einfach...)

Ist es nun besser verständlich geworden?

Edit:
jetzt hat es sich mit dem Beitrag von hansigü überschnitten, daher hatte ich meine sorge mit dem Teiggerüst noch dazu geschrieben.

Im Moment backe ich nur Brote, zwischen 750g und 1500g Teiggewicht, so dass der Teig auch auf einmal heraus kann/sollte. Das mit dem Schüssel hinlegen werde ich mal probieren.
Zuletzt geändert von Caröle am So 29. Nov 2020, 22:04, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: klebrigen Teig umfüllen

Beitragvon Tim_backt » So 29. Nov 2020, 22:02

Ich habe auch eine Cooking Chef, also die gleiche Schüssel, und backe meistens auch 1- bis 1,5-kg-Brote. Ich kriege die Teige meistens ganz gut mit der (Kenwood-)Teigkarte raus: Ein bisschen vorlösen, die linke Hand hält die Schüssel auf dem Kopf, die rechte kratzt mit der Teigkarte den Teig raus. Er klebt zwischendrin immer wieder am Schüsselrand fest, was ich mit der Karte weiter "nachkratze", aber trotzdem kommt er meistens recht komplett raus. Kleine Rest-Anhaftungen kratze ich dann raus, wenn die Schüssel steht. Geht bei mir als Mann recht gut, auch wenn die Schüssel tatsächlich etwas schwer ist.
Also mir fällt da leider auch nicht viel Hilfreiches ein... :ich weiß nichts
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Re: klebrigen Teig umfüllen

Beitragvon Caröle » So 29. Nov 2020, 22:10

Tim_backt hat geschrieben:Ich kriege die Teige meistens ganz gut mit der (Kenwood-)Teigkarte raus: Ein bisschen vorlösen, die linke Hand hält die Schüssel auf dem Kopf, die rechte kratzt mit der Teigkarte den Teig raus. Er klebt zwischendrin immer wieder am Schüsselrand fest, was ich mit der Karte weiter "nachkratze", aber trotzdem kommt er meistens recht komplett raus. Kleine Rest-Anhaftungen kratze ich dann raus, wenn die Schüssel steht.


Genauso hab ich es auch gemacht bisher, die Teigkarte passt ja zum Glück in der Form ideal zur Schüssel. Ich hatte gehofft, damit auch einfacher klar zu kommen. Schade, dass es keine weiteren Schüsselgrößen für die Kenwood CC gibt, eine für kleinere Teigmengen wäre schon klasse. Je weniger Schüssel, desto weniger Rand, an dem der Teig auf dem Weg nach draußen hängen bleibt ;)

Ich danke Euch!
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Re: klebrigen Teig umfüllen

Beitragvon _xmas » Mo 30. Nov 2020, 12:19

Carola, Roggenteige und Roggenmischteige bleiben in der Regel nur ein halbe Stunde etwa in der Schüssel, werden dann geformt und ins Gärkörbchen oder die Kastenform gegeben, wo der Teig dann bis zur entsprechenden Reife warm ruhen darf. Viel Glutenentwicklung ist beim Roggen nicht zu erwarten, weshalb er auch sehr klebrig ist.

Ich mache es folgendermaßen: den Teig mit einem Teigschaber von der Schüsselwand und auch vom Boden lösen, den Teigbatzen mit nassen Händen herausheben oder die Schüssel umgekehrt auf die bemehlte Arbeitsfäche stellen, bis der Teig rausrutscht. Verbliebene Teigreste in der Schüssel können einfach herausgekratzt werden. Dabei machst du nichts kaputt.
Es gibt (s. Hansi) viele Wege, an die klebrige Masse zu kommen.
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Re: klebrigen Teig umfüllen

Beitragvon Mikado » Mo 30. Nov 2020, 13:29

Caröle hat geschrieben:die Teigkarte passt ja zum Glück in der Form ideal zur Schüssel. Ich hatte gehofft, damit auch einfacher klar zu kommen.

Mir kommt die Kenwood Teigkarte zu flexibel vor. Ich habe auch eine Kenwood, eine andere, aber deren Knetschüssel hat das gleiche Fassungsvermögen. Die Knetschüssel ist ja relativ hoch - um dort Teig heraus zu holen, benutze ich weder Kenwood's Teigkarte noch deren Teigschaber, sondern einen stabilen Teigschaber mit festerem Kern im Griff, damit kann ich auch klebrige Teige gut herausholen.
Beste Grüße
Mika

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Re: klebrigen Teig umfüllen

Beitragvon Eliza » Mo 30. Nov 2020, 18:16

Ich habe auch eine Kenwood - aber eine Teigkarte war nicht dabei... Deinen Teigschaber, Mika, habe ich gleich mal abgespeichert. Das Rausholen des Teiges macht mir nämlich auch immer Probleme.

LG, Eliza
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Re: klebrigen Teig umfüllen

Beitragvon Bäckerbub » Mo 30. Nov 2020, 18:44

Ich bestäube den Teig in der Schüssel mit ganz wenig Mehl und hole ihn dann mit der Teigkarte raus. Das habe ich mal in einem Video (Häussler oder Marcel Paa) gesehen und für gut befunden. Seitdem mache ich das auch so.
Gruß Frank

Back mers!
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Re: klebrigen Teig umfüllen

Beitragvon Cata Leya » Mo 30. Nov 2020, 19:37

Ich habe auch eine Kenwood Cooking Chef. Meistens lege ich die Schüssel hin, löse den Teig seitlich mit einer Teigkarte und schiebe ihn dann von hinten nach vorne raus. So bleibt er an einem Stück und bei klebrigeren Teigen haften nur ein paar Teigreste an der Schüssel, die ich dann auskratze und zum restlichen Teig hinzufüge.
Liebe Grüße, Cata Leya :tc
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Re: klebrigen Teig umfüllen

Beitragvon Caröle » Mo 30. Nov 2020, 20:59

Danke für Eure Infos und Tips!
Das mit dem Schüssel hinlegen und Teig leicht bemehlen werd ich demnächst mal testen :top
Mein nächstes Brot wird erstmal ein Dinkel-Hafer-Brot, vermutlich nicht so klebrig wie die Roggen(misch)brote, die ich sonst am liebsten backe...
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Re: klebrigen Teig umfüllen

Beitragvon littlefrog » Di 1. Dez 2020, 10:03

Ich sprühe die Kesselwand ganz leicht mit der Blumenspritze ein. Dann löse ich den Teig an einer Seite vorsichtig mit der Teigkarte, kippe die Schüssel, löse weiter, bis der Teigbatzen draußen ist auf der meist angefeuchteten Arbeitsplatte. Klappt auch prima.
Liebe Grüße, Susanne (das Fröschlein, quaak) :BBF

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