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Gärkorbbemehlung

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Gärkorbbemehlung

Beitragvon Durchhaltebemmchen » Fr 6. Mär 2020, 19:16

Hallo, mal ne Frage an die Erfahrenen.
Jetzt ist es mir mindestens das zweite Mal passiert. Beim Stürzen aus dem Gärkorb blieb der Teigling hängen und hat mir die Oberfläche des Brotes zerrissen. Das erste Mal bei einem Dinkel VK Brot, welches dann (logischerweise) gaaanz flach blieb. :)
Und heute früh wieder. Hatte ein prima Brot gezaubert und zur Übernachtgare im Kühlschrank deponiert. Auch hier hat es mir ein großes Loch gerissen. Allerdings ging es dann doch noch etwas im Ofen auf. Wie kann man das verhindern? Beide Male habe ich den Korb mit meines Erachtens nach reichlicher Menge Roggen VK bemehlt, gestern sogar eher grobes Roggenschrot.
Hat jemand Erfahrung, ob es eventuell mit einem Baumwoll- oder Leinentuch besser geht?
Das Problem sind je eher die Wände des Gärkorbes (Holzschliff) Da bleibt nix vom Mehl hängen. Habe gestern auch nach dem Einlegen nochmal nachgestreut. (Wälzen im Schrot fast unmöglich bei sehr weichem Teig).
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Re: Gärkorbbemehlung

Beitragvon Mimi » Fr 6. Mär 2020, 19:38

Ich hatte vor 2 Wochen erstmalig das Problem bei einem Peddigrohrkörbchen. Bei Holzschliff sind die Teiglinge immer super rausgeschlüpft. Habe auch Roggenmehl zum Bemehlen genommen.
Habe mir jetzt die Gärkörbchenüberzüge gekauft. Die sind perfekt. Leider hat man dann nicht das hübsche Rillenmuster vom Peddigrohr. Aber das Brot wird eh aufgeschnitten. :lala
Liebe Grüße Mimi

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Re: Gärkorbbemehlung

Beitragvon Durchhaltebemmchen » Fr 6. Mär 2020, 20:10

Im Großen und Ganzen habe ich mit dem Holzschliff auch keine Probleme. Hab mir extra noch eine Form gekauft und dafür nen Peddigrohrkorb VERkauft. Vielleicht ist ja Holzschliff nicht so für über Nacht nicht so geeignet, weil es irgendwie aufweicht.
Muss mal gucken, woraus die Bezüge sind, eventuell geht dann ja auch ein Geschirrtuch.
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Re: Gärkorbbemehlung

Beitragvon thkn777 » Fr 6. Mär 2020, 20:36

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Re: Gärkorbbemehlung

Beitragvon cremecaramelle » Fr 6. Mär 2020, 20:44

Durchhaltebemmchen hat geschrieben:Im Großen und Ganzen habe ich mit dem Holzschliff auch keine Probleme. Hab mir extra noch eine Form gekauft und dafür nen Peddigrohrkorb VERkauft. Vielleicht ist ja Holzschliff nicht so für über Nacht nicht so geeignet, weil es irgendwie aufweicht.
Muss mal gucken, woraus die Bezüge sind, eventuell geht dann ja auch ein Geschirrtuch.


Holzschliff eignet sich sogar ganz hervorragend für eine kalte ÜNG. Gärkörbchenbezug aus Baumwolljersey mit Roggenmehl gut bestäubt (und den nicht jedesmal waschen!), dableibt bei mir nie was kleben.
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Re: Gärkorbbemehlung

Beitragvon Durchhaltebemmchen » Fr 6. Mär 2020, 21:17

Na wer weiß, warum das da heute früh kleben blieb. :)
Ich werde beim nächsten mal ein Tuch testen. (oder mir gleich Bezüge kaufen :) :) )
Besten Dank.
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Re: Gärkorbbemehlung

Beitragvon UlliD » Fr 6. Mär 2020, 22:29

Ich hab ja in allen Körbchen Bezüge drinne, die mehliere ich aber auch noch ein, da hat noch nix geklebt.
Liebe Grüße vom Ulli aus Forst
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Re: Gärkorbbemehlung

Beitragvon Espresso-Miez » Fr 6. Mär 2020, 23:03

Ich habe bisher auch nur gute Erfahrungen mit den Holzschliff-Körbchen gemacht. Auch über Nacht.


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Re: Gärkorbbemehlung

Beitragvon Bäckerbub » Fr 6. Mär 2020, 23:26

Ich verwende ausschließlich Holzschliff. Bezüge verwende ich nicht, auch nicht bei ÜNG, was ich zugegebenermaßen nur selten mache, da ich mit dieser Methode auf Kriegsfuß stehe.

Ich verwende zum Ausstreuen des Gärkörbchens mein Mischung aus Roggenmehl und Kartoffelstärke. Hab ich mal irgendwo gelesen und übernommen.
Gruß Frank

Back mers!
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Re: Gärkorbbemehlung

Beitragvon _xmas » Sa 7. Mär 2020, 12:27

Die Holzschliffkörbchen werden immer besser, je öfter man sie einsetzt.
Nach jeder Verwendung gut trocknen lassen und die Mehlreste ausbürsten.
Mittlerweile bemehle ich die Körbchen gar nicht mehr, sondern nur noch den Teigling. Auch bei hoher TA und langer Stückgare gibt es keine Probleme. Diese beiden Brote wurden in besagten Körben gebacken. Das große eckige bekam mehr Mehl, um es rustikaler wirken zu lassen, die beiden unteren nur einen Hauch Mehl.
Bei roggenlastigen Teigen muss man natürlich großzügiger mehlieren.
Alle sagten: das geht nicht.
Dann kam einer, der wusste das nicht, und hat´s einfach gemacht.
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Re: Gärkorbbemehlung

Beitragvon Durchhaltebemmchen » Sa 7. Mär 2020, 14:01

Besagtes Holzschliff Körbchen hatte ich ja schon etliche Mal im Einsatz. Und bisher auch kein Problem. Genau deswegen habe ich ja eines meiner kleineren Peddigrohr Körbe gegen Holzschliff getauscht. Bei dem Brot handelt es sich um jenes. Hatte fast allse Wasser drin und daher war der Teig recht weich. Das wollte ich sagen mit "Wälzen ging schlecht". Hatte meine Not, den Teig in den Korb zu hieven, geschweige denn noch irgendwo wälzen. Wie gesagt, ich probiere mal ein Halbleinen Geschirrtuch (ist eh mein Backtuch zum Abdecken usw. ;) . Vielleicht war auch die Form nicht richtig sauber, das irgendwo noch ein fester Teigrest hing vom Dinkel VK.
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Re: Gärkorbbemehlung

Beitragvon moeppi » Sa 7. Mär 2020, 20:32

Du solltest ein LEINENtuch nehmen, ausstreuen mit zB Reismehl.
Ich breite manchmal das Leinentuch aus, bemehle es mit Reismehl (oder Roggen-/Stärkemischung), und hebe es dann so ins Körbchen. Dann haftet das Mehl auch an den Seiten.
In der neuen BROT ist ein Beitrag über Gärkörbchen.
Es wird empfohlen die Holzschliffkörbchen nach Benutzung im abkühlenden Ofen zu trocknen, damit sie keinen Schimmel ansetzen.
LG Birgit
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Re: Gärkorbbemehlung

Beitragvon Durchhaltebemmchen » Sa 7. Mär 2020, 20:38

Ja so dachte ich mir das auch. Bemehlen und dann einsetzen. Reines Leinentuch hab ich leider nicht, zur Not das Ketex Tuch. Das dürfte bei ovalen Formen auch gehen. Und das mit dem trocknen...... mache ich.
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Re: Gärkorbbemehlung

Beitragvon brotaberlecker » So 15. Mär 2020, 12:02

Hallo,
ich verwende bei weicheren Teigen entweder ein Gärkörbchen mit einem Überzieher oder ein Körbchen, das ich mit einem normalen frischen Geschirrtuch auslege. Bemehlen tue ich die Tücher aber auch immer.
Grüßle Anja
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Re: Gärkorbbemehlung

Beitragvon Durchhaltebemmchen » So 15. Mär 2020, 16:37

Bin bald am verzweifeln! Vorhin wieder tolles Brot angerührt (bzw. gestern). Davon bleibt ein Teil am Ketex Tuch hängen, der andere im Gärkorb.
Das Tuch...... egal was ich auch probiere (viel Mehl, wenig Mehl, kein Mehl) irgendwas bleibt immer kleben. Heute Toastbrot (reiner Weizenteig) mit reichlich Roggenmehl betäubt, KLEBT. Das andere Brot mit Roggenanteil war ne Katastrophe. Das hab ich nach 30 Sekunden aufgegeben und das Teil dann auf befeuchteter Arbeitsplatte gewirkt. Geht auf alle Fälle besser. Das Ganze dann in den Gärkorb, auch reichlich mit Roggenmehl bestäubt und 60 min Gare. Klebte trotzdem, heißt: weitere 100g eingebüßt. :)
Entwickeln die Holzschliffkörbe eine Patina? oder ist es besser, sie jedes Mal penibel zu reinigen?

thkn777 hat geschrieben:Mein Tip: glutenfreies Mehl. Einfach mal ausprobieren! .adA


Zählt da Reismehl dazu??? Da habe ich gestern welches weg geworfen. Das fiel an vom reinigen der Mahlsteine, die einen leichten Belag hatten.
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Re: Gärkorbbemehlung

Beitragvon moeppi » So 15. Mär 2020, 18:45

Ich mehle auch schon mal mit Reismehl ein.
Kommt drauf an, welchen Belag du an den Mehlsteinen hattest ;) .
Ich denke je höher die TA ist, umso mehr klebt es, gerade auch bei Übernachtgare.
Die Holzschliffkörbchen sollten auf alle Fälle gut trocknen, sonst hast du bald Schimmel.
Nächste Woche gibt es Dauerbackfolie (auch Zuschnitte) bei LIDL.
Evtl. die ins Körbchen legen, wenn du Übernachtgare machst?!
https://www.lidl.de/de/ernesto-dauerbac ... on/p331756
LG Birgit
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Re: Gärkorbbemehlung

Beitragvon Durchhaltebemmchen » So 15. Mär 2020, 19:41

Danke. Trocken tue ich die Körbchen jedes Mal. Aber wenn ich sowas wie heute habe, dann kleben Teigreste drin und nicht zuwenig. Heute habe ich sie antrocknen lassen und dann rausgekratzt. Dabei wird natürlich auch das Holz aufgerauht. Als sie neu war, ging das alles besser.
Das mit dem Reismehl werde ich mal probieren. Neee..... der belag war eher gering. Hatte die Mühle wahrscheinlich ab und an mal zu "fein" gestellt, so dass der Mehlfluss etwas stockte. Dadurch wurden die Steine etwas verschmiert. Drei Esslöffel Reis und bissel abbürsten..... und sie waren wieder sauber. Dauerbackfolie hab ich ja, die nutze ich aber eher zum einschiessen vom Holzbrett. Und die ist ja relativ steif, da gibts doch keine Brotform :) Ausserdem wüßte ich jetzt nicht, das die Antihafteigenschaften hat. Ich mache noch zwei Versuche: einmal mit Reismehl und dann mit dem Baumwoll/Leinentuch. Danach fliegt das Ding in den Müll :lol: nebst Ketex-Tuch. Das ist genauso furchtbar.
... ach neee.... das taugt noch als Bettunterlage für inkontinente alte Menschen.... :mrgreen:
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Re: Gärkorbbemehlung

Beitragvon ralf01 » So 15. Mär 2020, 20:35

Kennst Du die Cleanbake Tücher? Ich mach zwar keine Stückgare übernacht (bisher jedenfalls), aber für ein paar Stunden im Körbchen oder sonst wo kein Problem bisher, egal welche TA. Seit kurzem hab ich die als fertigen Überzug mit Gummi, super Sache. Da bleibt nicht ein Krümel hängen.

Edit: Ich muss dazusagen, daß ich aber fast ausschliesslich weizenlastige Brote backe. Wie das mit mit einem Roggenbrot aussieht, kann ich daher nicht sagen.


Grüße
Ralf
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Re: Gärkorbbemehlung

Beitragvon Mimi » So 15. Mär 2020, 20:50

Wenn ich das richtig verstehe, wirkst Du Deine Brote auf dem Gärtuch :?

Dafür ist es aber nicht gedacht. Darin legst Du Deine Brötchen, Baguette etc. zur Gare ab. Am Besten das Tuch bei 60 Grad waschen (ohne Weichspüler) und dann Bügeln.

Beim nächsten Backen dann in Dein Holzschliffkörbchen ein bemehltes Geschirrtuch legen, wie Du schon geschrieben hast. Das klappt dann bestimmt. Viel Glück bindafuer
Liebe Grüße Mimi

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Re: Gärkorbbemehlung

Beitragvon Durchhaltebemmchen » So 15. Mär 2020, 22:29

Glaub schon, das es dafür gedacht ist. Siehe hier:https://www.youtube.com/watch?v=9n54Zt7N340.
Genau dafür hatte ich es mir ja besorgt. Um weniger Sauerei auf dem Tisch oder Arbeitsplatte zu haben.
Vielleicht verwechselst du es mit dem Cleanbake??? (Waschen und heiß bügeln).
Fals ich nochmal Brot backe, dann probier ich das Geschirrtuch.
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