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Frage zu Missgeschick

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Frage zu Missgeschick

Beitragvon Lilli2 » Do 14. Dez 2017, 21:39

Liebe Backfreunde,

soeben ist mir mein Teigling inklusive einer IKEA-Untertasse aus Feldspatporzellan in den Gusseisentopf gefallen und ich habe es zu spät bemerkt. Sie lag unten in der Schüssel, um dem Teig beim Gehen etwas Form zu geben. Neben der Tatsache, dass mein Brot nun wohl einen sehr unebenen Boden haben wird: Wisst ihr, ob diese Teller ofenfest sind? Ich habe etwas Sorge, dass da evtl. nicht ganz so gesunde Stoffe freigesetzt werden... und schön ins Brot gehen, sowohl direkt durch Berührung als auch durch die Luft (der Deckel ist ja drauf).

Verflixt, ich hatte mich so aufs Brot gefreut! Kann man das noch essen? Ich vermute, die Untertasse wird durch die Hitze zersprungen sein.

Danke, Lilli
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Re: Frage zu Missgeschick

Beitragvon cremecaramelle » Do 14. Dez 2017, 21:45

Feldspatporzellan gehört zu den Hartporzellanen und wird bei Temperaturen von 1290 - 1450 ° C
gebrannt. Ich glaube, da brauchst Du ausser Scherben, die Du sorgfältig entfernen musst, nichts weiter zu befürchten...
:ma Wer mir die Flügel stutzt, muss damit rechnen, dass ich auf meinem Besen weiterfliege
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Re: Frage zu Missgeschick

Beitragvon Lilli2 » Do 14. Dez 2017, 22:45

Falsche Info: Es ist gehärtetes Glas. Das waren die billigen Untertassen... Wie sieht es damit aus?
Kann das nicht z.B. auch irgendwie beschichtet sein mit etwas für hohe Temperaturen Ungeeignetem? Sieht aus wie weißes Porzellan. Ach, ich weiß nicht ob ich das Brot so noch genießen kann...

Es ist fertig. Wäre perfekt geworden, war ausnahmsweise mal genau die richtige Gare. Nun habe ich keine Kruste unten, weil kein Bodenkontakt war. Statt dessen ein Untertellerabdruck, und wo der Teig über den Rand gegangen ist stand er dann wohl in der Luft (war noch Backpapier zwischen Teig und Unterteller). Und es ist dadurch leider auch zu breit gelaufen.

Wahrscheinlich wird mir das Malheur auch etwas Ofentrieb genommen haben, oder??? Eine Frage für die Physiker unter euch... :) Zumal die Untertasse ja kalt war. Und eben der Boden vom Teig nicht berührt wurde. Ach ich bin so sauer, ich war so gespannt wie es "normal" geworden wäre...zumal ich immer noch sehr am Anfang und am Probieren bin. Frust.

Die Untertasse ist übrigens heil und sieht noch aus wie vorher.
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Re: Frage zu Missgeschick

Beitragvon StSDijle » Do 14. Dez 2017, 23:20

Lilli2,

du machst dir jetzt sorgen, dass da irgendetwas ungenießbares aus der Untertasse kommt? Das einzige wovor ich angst hätte, wären grössere Scherben. Die könnten innere Verletzungen erzeugen.
Da die Untertasse aber ja nicht Kaputt ist, hast du da kein Problem. Ansonsten ist Glass extrem hitzebeständig und die Farbgebende Glasur vermutlich auch. Lebensmittel echt muss es eh sein. Ich bin mir zu 100% sicher das du das gesamte Service mahlen und in Brot verbacken könntest ohne die geringsten Gesundheitlichen Auswirkungen.

Viele Grüsse
Stefan
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Re: Frage zu Missgeschick

Beitragvon Lilli2 » Do 14. Dez 2017, 23:37

Bei 250 Grad?
Ja, irgendwie habe ich Sorge, dass da was ins Brot gekommen ist, was nicht rein soll.
Was denkst du bezügl. Ofentrieb? War der sehr behindert? Wichtig für mich als Anfänger. WÜrde gern wissen, ob meine Teigführung, Timing etc. gut war. Das ist bei dem verformten "Etwas" jetzt schwer erkennbar. Aber ich habe es auch noch nicht angeschnitten, möglicherweise hilft mir die Porung bei der Einschätzung.
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Re: Frage zu Missgeschick

Beitragvon littlefrog » Do 14. Dez 2017, 23:41

Mach doch mal bitte ein Foto vom "Missgeschick", da sehen wir mehr :ich weiß nichts
Liebe Grüße, Susanne (das Fröschlein, quaak) :BBF

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Re: Frage zu Missgeschick

Beitragvon StSDijle » Fr 15. Dez 2017, 10:56

Lilli,

Glas ist einfach nur zusammengeschmolzener Sand, das milchige Weiss kommt von einem Zusatzstoff, Kryolith. Beides ist chemisch extrem stabil und Hat Schmelzpunkte über 1000°. Kryolith sollte man zwar nicht Löffelweise essen und staub davon nicht Einatmen aber du hast den Teller ja nicht zu Staub gemahlen und in den Inhalierer gesteckt.

Und nun das wichtigste Argument. Ich habe gerade mal geschaut: ein wichtiger Farbstoff bei der Emaille Herstellung ist Kryolith. Also grob gesagt, ist deine weisse Emailleschicht im Topf fast das gleiche Material wie dein Tellerchen.

Zur anderen frage. Ja der Teller wird dich etwas Ofentrieb gekostet haben. Wieviel? Wird dir keiner sagen können, für gewöhnlich backen wir nicht auf Opalglas. Wird eventuell ein neuer Trend?

VG
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Re: Frage zu Missgeschick

Beitragvon Lilli2 » Fr 15. Dez 2017, 18:47

Hallo Stefan,

danke für die (leider nur teils) beruhigenden Worte. Ich habe gestern aus "Not" vom Brot gegessen, heute werde ich den Rest entsorgen, weil ich es vor Ärger nicht mehr runterkriege. Und mir das mit dem Teller nach wie vor unheimlich ist. Das Brot war ohnehin zu trocken geworden in der Aufregung. Fotografieren werde ich dieses Frustding auch nicht mehr. Zu dämlich, einen Teller mit in den Topf fallen zu lassen! Ich brauche wohl dringend einen Gärkorb, damit ich nicht länger Schüsseln entsprechend ausstaffieren muss.

Stimmt, mein Gusseisentopf ist emailliert und hell von innen. Ich muss sagen, dass er auch speziell riecht bei hoher Hitze (250 Grad). Aber der Hersteller hat mir versichert, dass 250 Grad gingen, auch wenn nur 230 Grad ausgewiesen sind.

GIbt es eigentlich eine Möglichkeit den Topf zu "verkleinern", ohne das Brot zu versauen? Ich lege immer einen Ring aus Backpapier hinein, weil ich einfach zu wenig Teig habe. Ich hätte wohl 20 statt 24 cm Durchmesser kaufen sollen. Gibt es nicht solche Art ofenfeste verstellbare Tortenringe?
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Re: Frage zu Missgeschick

Beitragvon StSDijle » Sa 16. Dez 2017, 07:25

Lilli2 hat geschrieben:mir das mit dem Teller nach wie vor unheimlich ist.

du machst dir da echt um die falschen Sachen sorgen.
Ich brauche wohl dringend einen Gärkorb, damit ich nicht länger Schüsseln entsprechend ausstaffieren muss.

das ist ein durchaus eine feine Sache
Ich muss sagen, dass er auch speziell riecht bei hoher Hitze (250 Grad). Aber der Hersteller hat mir versichert, dass 250 Grad gingen, auch wenn nur 230 Grad ausgewiesen sind.

der geruch kommt von dem was an dem Topf klebt und nicht vom material des Topfes. Die Temperaturempfehlung geht massgeblich darum, dass nix kaputt geht, nicht um die Lebensmittelsicherheit. Wenn der topf zu heiss wird und dann ungleichmäßig abkühlt, dann geht die beschichtung kaputt und das will der Hersteller dann nicht ersetzen muessen.
GIbt es eigentlich eine Möglichkeit den Topf zu "verkleinern", ohne das Brot zu versauen? Ich lege immer einen Ring aus Backpapier hinein, weil ich einfach zu wenig Teig habe. Ich hätte wohl 20 statt 24 cm Durchmesser kaufen sollen. Gibt es nicht solche Art ofenfeste verstellbare Tortenringe?

Das versteh ich nicht. Du kannst in dem Topf auch ein einzelnes Brötchen backen. Das Backpapier stört doch nur. Was soll das tun?

viele Grüsse
Stefan
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Re: Frage zu Missgeschick

Beitragvon Lilli2 » So 17. Dez 2017, 01:45

Hallo Stefan,

mir läuft der Teig sofort breit, und dann wird mir das Brot einfach zu flach. Man müsste wahrscheinlich die doppelte Menge an Teig haben bei 24cm Durchmesser, also um die 700-800g Mehl mindestens verwenden.

Vor allem bei Roggenvollkornbroten mit Körnern ist mir die Kastenform auch lieber. Habe mir jetzt überlegt, einfach die Kastenform in den Gusseisentopf zu stellen - das müsste doch auch ganz gut gehen??? Und da der Teig eh darin gegangen ist, spart man sich das ganze Umgewerfe! Hat das mal jemand probiert?

Aber ich hörte, dass man Roggenbrote eh nicht unbedingt schwaden muss, vielleicht ist das mit dem Topf hier auch überflüssig. Meine Roggenvollkorn-Ganzkörner-Brote haben meist eh Vollgare und gehen nur noch sehr wenig auf im Ofen. Wobei ich nicht weiß, ob das zum besten Ergebnis führt...

Für andere Brote wäre das vielleicht noch eine Option - die Form in den Topf tun...?
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Re: Frage zu Missgeschick

Beitragvon StSDijle » So 17. Dez 2017, 07:22

Hallo Lilli,

Lilli2 hat geschrieben:mir läuft der Teig sofort breit, und dann wird mir das Brot einfach zu flach.
Vor allem bei Roggenvollkornbroten mit Körnern ist mir die Kastenform auch lieber.

Was sagt denn das Rezept? Ein Brot das frei geformt werden sollte, sollte nicht breitlaufen. Falls es das doch tut, liegt der Fehler wo anders und nicht am Topf.
Habe mir jetzt überlegt, einfach die Kastenform in den Gusseisentopf zu stellen - das müsste doch auch ganz gut gehen??? Und da der Teig eh darin gegangen ist, spart man sich das ganze Umgewerfe! Hat das mal jemand probiert?

probiert nicht, Ich würde aber behaupten, dass es sehr wenig Vorteile hat Kastenbrote noch im Topf zu backen. Temperaturstabilität eventuell. An deiner Stelle würde ich erstmal versuchen ein Freigeschobenes Brot perfekt aus dem Topf zu bekommen, bevor du weiter mit verschiedenen teigen experimentierst.

viele Grüße
Stefan
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Re: Frage zu Missgeschick

Beitragvon Fussel » Mo 18. Dez 2017, 00:04

Lilli2 hat geschrieben:GIbt es eigentlich eine Möglichkeit den Topf zu "verkleinern", ohne das Brot zu versauen? Ich lege immer einen Ring aus Backpapier hinein, weil ich einfach zu wenig Teig habe. Ich hätte wohl 20 statt 24 cm Durchmesser kaufen sollen. Gibt es nicht solche Art ofenfeste verstellbare Tortenringe?

Der Topf soll gar nicht als Form dienen, sondern nur als "Minibackofen" mit Eigenbedampfung durch den Teigling. Sprich, Du musst nicht schwaden. Ansonsten soll das Brot gar nicht an der Wandung anliegen oder sonstwie durch den Topf geformt werden. Wenn Dein Brot auseinanderläuft, gibt es dafür andere Gründe, wie z.B. nicht richtig ausgekneteter Teig.
Poste doch mal Dein Rezept mit Vorgehensweise, Temperaturen, Zeiten etc., dann kann man Dir besser helfen.
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