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Der Gärkorb und ich...

Hier kannst Du als Anfänger alles fragen, was zum Brotbacken gehört.

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Der Gärkorb und ich...

Beitragvon Eliza » Mi 30. Sep 2020, 15:23

Mein Gärkorb mag mich nicht :heul doch

Ich lege immer ein Leinentuch hinein, darauf dann den Teigling. Bislang dazwischen immer jede Menge Mehl, damit nichts pappt. Das hat dann logischerweise zur Folge, dass mein fertiges Brot Spuren durch die ganze Küche zieht.

Heute habe ich mal weniger Mehl genommen. War wohl zu wenig, der Teig klebte komplett am Tuch, im Topf landete ein Teigfladen, der sich auch nicht mehr großartig nach oben bewegt hat und von dem Rest vom Tuch habe ich in der Pfanne nochmal gut eine Art Brot-Pfannekuchen backen können.

Wie macht ihr das? Es gibt doch sicherlich den einen oder anderen Trick dafür? Einfach so in den bemehlten Gärkorb mag ich den Teig auch nicht geben, wenn das mal klebt, dann doch bestimmt richtig.

Nachher schneide ich das Brot mal an und poste es in den wöchentlichen Backergebnissen.

LG, Eliza
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Re: Der Gärkorb und ich...

Beitragvon moeppi » Mi 30. Sep 2020, 16:16

Hallo,
welches Mehl nimmst du?
Es sollte KEIN Weizenmehl und KEIN Baumwolltuch sein!
Ich habe Cleanbake-Tücher.
LG Birgit
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Re: Der Gärkorb und ich...

Beitragvon Eliza » Mi 30. Sep 2020, 18:34

moeppi hat geschrieben:Hallo,
welches Mehl nimmst du?
Es sollte KEIN Weizenmehl und KEIN Baumwolltuch sein!
Ich habe Cleanbake-Tücher.
LG Birgit


Hallo Birgit,

ich nehme das Mehl des Brotes, das ich backe. Heute war es Einkorn. Und Leinentücher. Werde mich aber mal nach Cleanbake umsehen.

Espresso-Miez hat geschrieben:Hallo eliza,

weisst Du eigentlich, dass unser schönes Forum eine Suchfunktion hat?
Dass Teige ankleben (können) ist ein Problem bei vielen, ich biete Dir hier mal folgende Links zum Stöbern an:


Oh je, und schon unangenehm aufgefallen... :p Doch, ich weiß, dass das Forum eine Suchfunktion hat. Habe einfach nicht daran gedacht. Und man kann es noch nicht mal mehr auf die Hitze schieben, weil keine mehr da ist... Ich gelobe Besserung und verspreche, wenn möglich selber erstmal zu denken :oops:

LG, Eliza
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Re: Der Gärkorb und ich...

Beitragvon hansigü » Mi 30. Sep 2020, 19:41

Was heißt hier unangenehm aufgefallen, ich bitte dich, wir geben doch nur freundliche Hinweise!
Wir sind doch nicht in der Schule oder irgendwo, wo man ständig beobachtet wird, ob man was falsch macht. :)

Was hast du eigentlich für Gärkörbe? Bei meinen Holzschliffkörben ist bisher nix hängengeblieben, nur letzhin einmal bei Übernachtgare im Kühlschrank war es etwas festgeklebt, aber zum Glück nix kaputt gegangen.
Gruß Hansi


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Re: Der Gärkorb und ich...

Beitragvon Durchhaltebemmchen » Mi 30. Sep 2020, 20:19

Jaaa... das kenne ich zur Genüge :)
Nach meinen Erfahrungen sind roggenlastige Teige die Schlimmsten. Früher habe ich auch den Teigling ohne Tuch im Korb gehabt und teilweise das Theater gehabt, welches du nicht probieren willst. :lol: Vor allem im Peddigrohrkorb. Jetzt nehme ich Leinen oder Halbleinentuch, bemehle reichlich. Und zum Bemehlen eine Mischung aus Kartoffelstärke, VK Roggen und Reismehl. Da habe ich mir ne extra Dose gemacht. Nebeneffekt beim Reismahlen: die Mühle wird schön sauber. Seit dem klappt es. Alles was ich nach dem gehen und stürzen als überflüssig erachte, bürste ich fein wieder vom Teigling. Wollte mir auch extra Tücher kaufen, aber es geht auch mit "normalen" Hausmitteln/Tüchern.
Das dein Brot dann nicht mehr aufgeht, ist logisch: Die Spannung an der Oberfläche ist ja zerissen, Gase entweichen unbefugt...... oder so .... :lol:
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Re: Der Gärkorb und ich...

Beitragvon Emma1 » Do 1. Okt 2020, 05:10

Moin...

Oh je Eliza, das Problem kenne ich auch. Nicht nur das Brot war hinüber, es war auch eine riesengroße Sauerei.
Nun, ich forme seit Monaten meine Teiglinge, lege sie auf das Backblech, Tuch drüber und fertig.
Kurz bevor ich das Blech in den Ofen schiebe, schneide ich die Teiglinge ein.
Gärkörbchen benutze ich nicht mehr.
Liebe Grüße
Emma :tc

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Re: Der Gärkorb und ich...

Beitragvon moeppi » Do 1. Okt 2020, 12:40

Hallo Emma, besser wäre es aber, wenn das Backblech aufgeheizt wäre.
Also evtl. auf Dauerbackfolie geben und einschiessen.
LG Birgit
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Re: Der Gärkorb und ich...

Beitragvon Eliza » Do 1. Okt 2020, 14:45

Hansi, ich hab's doch auch als freundlichen Hinweis aufgenommen :) Ich habe auch Gärkörbe aus Holzschliff. Also schon besser zu reinigen als Peddigrohr, aber ich wollte es gar nicht drauf ankommen lassen...

Durchhaltebemmchen, deine Bemehlungsmischung werde ich mal versuchen. Zumal ja wirklich immer Reismehl übrigbleibt, wenn die Mühle gelaufen ist. Bislang habe ich das immer auf den Komposter getan, aber das kommt mir schon entgegen, weniger wegschmeißen zu müssen.

Emma, ich habe manchmal Teige, die kann man gar nicht formen und ohne Gärkorb oder andere Form irgendwo hingeben, die laufen glatt weg. Und da ich größtenteils im Topf backe, kommt auch ein Einfüllen vorher nicht infrage.

Danke euch dreien für eure Infos :tc

LG, Eliza
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Re: Der Gärkorb und ich...

Beitragvon Adenos » Mo 5. Okt 2020, 10:03

Hallo,

obwohl ich hier schon seit ein paar Jahren mitlese, habe ich mich heute erst angemeldet.

Ich backe auch schon seit langem meine Brote selber. Dazu benutze ich immer frisch gemahlenes Mehl, eigenen Sauerteig und Hefewasser. Ich verwende also weder gekauftes Mehl noch gekaufte Hefe.

Meinen Gärkorb habe ich mir vor ungefähr 30 Jahren gekauft und damals vor der ersten Benutzung mit Mehl eingestaubt und dann nie wieder. Seitdem verwende ich ihn jede Woche ein oder zweimal (mit Unterbrechungen). Ich habe ihn noch nie gereinigt, und mir ist auch noch nie irgendein Teig kleben geblieben. Deshalb denke ich, dass die Probleme, die hier manche mit ihrem Gärkorb haben, an der Teigbeschaffenheit liegen müssen. Natürlich streue ich meine Brote immer mit Mehl ein, bevor ich sie in den Gärkorb lege, aber den Gärkorb selber lasse ich so, wie er ist. Ich verwende zum Gären auch kein Tuch oder so etwas ähnliches, sondern lege den Teigling leicht eingemehlt direkt in den Gärkorb. Dort bleibt er zum Aufgehen etwa drei oder vier Stunden, bevor ich ihn auf das angewärmte Backblech stürze. Die Brote gehen wunderbar auf, sind fast ewig haltbar und werden auch nie schimmlig oder trocken.

Gruß Adenos
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Re: Der Gärkorb und ich...

Beitragvon Durchhaltebemmchen » Mo 5. Okt 2020, 14:03

Na ja, wie du schon sagst, es liegt an den Broten. Wenn ich nur oder viel Weizen habe, gibt es keine Probleme. Aber eben die roggenlastigen Brote... die kleben. Auch schon beim wirken/formen.
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Re: Der Gärkorb und ich...

Beitragvon Adenos » Mo 5. Okt 2020, 14:15

also ich verwende 2/3 Roggen und 1/3 Weizen. Ich weiß nicht, ob man das schon als roggenlastig bezeichnen kann, aber kleben tun sie nicht.
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Re: Der Gärkorb und ich...

Beitragvon Eliza » Mo 5. Okt 2020, 14:23

Geht mir genauso, je mehr Roggen, desto klebriger. Das Brot, was mich zu dem Post veranlasst hat, war halbe/halbe. Das konnte man noch nicht mal richtig formen...
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Re: Der Gärkorb und ich...

Beitragvon hansigü » Mo 5. Okt 2020, 14:27

Hallo Adenos,
erstmal herzlich Willkommen! Wenn du magst, kannst du dich ja auch im Willkommenfred
vorstellen!
2/3 Roggen zählt schon unter roggenlastig!
Durchhaltebemmchen, roggenlastige Teige kleben nun mal und man muss die Teiglinge gut bemehlen. Wie oben schon geschrieben, habe ich auch noch nie Probleme mit Festkleben gehabt und ich backe ja vorwiegend roggenlastig.
Eliza, als ich anfing freigeschoben zu backen, war mir das auch ein Graus, die klebrigen Teige zu einem runden bzw. länglichem Gebilde zu bekommen. Da brauchts eben doch etwas Übung. Manchmal helfen da Videos, beim Brotdoc gibts eins.
Gruß Hansi


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Re: Der Gärkorb und ich...

Beitragvon Espresso-Miez » Mo 5. Okt 2020, 14:36

2/3 Roggen würde ich schon als roggen-lastig bezeichnen, wenn auch nicht extrem.
Allerdings sind meine Vollkorn-Teige in dieser Zusammensetzung eher für die Form geeignet als für´s Freischieben.
@Adenos: Kann es sein, dass Du zu wenig Wasser im Teig hast? oder machst Du ein Brühstück?

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Re: Der Gärkorb und ich...

Beitragvon Adenos » Mo 5. Okt 2020, 15:03

ein Brühstück mache ich nicht, weil ich nicht weiß, was das ist. Mein Brot enthält 670 gr Roggen, 320 gr Weizen und 654 gr Wasser (inkl. Hefewasser), außerdem noch 32 gr Salz. Die Gärzeit beträgt ungefähr 30 Stunden insgesamt. Weil das Brot nicht nur mir, sondern auch allen Bekannten gut schmeckt, wüsste ich nicht, warum ich daran etwas ändern sollte. Ich bin auch noch nie auf die Idee gekommen, ein anderes Brotrezept auszuprobiern.
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Re: Der Gärkorb und ich...

Beitragvon Espresso-Miez » Mo 5. Okt 2020, 15:42

Wegen mir musst du an Deinem Rezept auch nichts ändern.
Für ein Vollkornbrot ist Dein o.g. Rezept ziemlich trocken, es enthält wenig Wasser. Wir sprechen von einer TA (Teigausbeute) von 165, das ist für ein Vollkornbrot sehr wenig. Dies erklärt aber, warum Du es so problemlos frei schieben kannst.
Falls Du doch mal was anderes ausprobieren möchtest bietet unser Forum eine ganz ordentliche Rezeptsammlung.

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Re: Der Gärkorb und ich...

Beitragvon Durchhaltebemmchen » Mo 5. Okt 2020, 16:36

Ja die Videos habe ich schön öfters gesehen. Trotzdem ist es immer wieder furchtbar solche teige zu bewegen. :) Zum Glück backe ich eher mit weniger Roggen als freigeschobenes Brot. Liegt aber daran, das wir das so lieber essen. Ab und an ein Kastenbrot mit 50 oder auch 60 Prozent Roggen nur für mich als Abwechslung.
Nun gut, wenn Adenos´Brot ziemlich fest ist, dann kann ich mir schon vorstellen, das es auch weniger klebt. Allerdings würde ich dann nach 30 Jahren den Korb doch mal etwas reinigen.... ;)
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Re: Der Gärkorb und ich...

Beitragvon _xmas » Mo 5. Okt 2020, 16:57

:XD oder nach 32 Jahren :mz
Alle sagten: das geht nicht.
Dann kam einer, der wusste das nicht, und hat´s einfach gemacht.
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Re: Der Gärkorb und ich...

Beitragvon Espresso-Miez » Mo 5. Okt 2020, 17:13

Adeno hat allerdings richtig erkannt: das Problem (oder nicht-Problem) liegt an der Teigbeschaffenheit!
Und bei festem Teig ist es wohl wirklich egal, ob der Teigling oder das Körbchen bemehlt sind. Das darf doch jeder wie er will.....
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